NEUE BÜCHER bzw. CD's oder DVD's über unsere Region
www.sz-online.de/buchshop - versandkostenfrei  

 

Das Buch zum Alten Rathaus
Das Alte Rathaus zu Leipzig, hrsg. von Volker Rodekamp, DZA Verlag 2004, Hardcover, 24 x 30 cm, 288 Seiten, 292 SW- und Farbabbildungen, ISBN 3-936300-11-9, 24,50 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen und der Sparkasse Leipzig hergestellt.
http://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

 

"Die Karasekbande" von Klaus Singwitz
sächsische Lausbubengeschichten zum lesen und Vorlesen

253 Seiten stark, Preis: 13,90 Euro
Kindheitserinnerungen rund um den Windmühlberg, den Zuckertütenbaum und seine Schulerlebnisse auf sehr amüsante Weise beschreiben
zu erwerben im
Karasek-Museum / Touristinformation
Di - Frei 9 - 12 und 13 - 16:30 Uhr
Sa 13 - 16:30 Uhr

"Unterwegs auf den Wogen meines Lebens"
Ein Bootsurlaub zum Gedenken an meinen Husky und zum Nachdenken über mein bewegtes Dasein

erhältlich ab sofort im heimatlichen Buchhandel, in den Treffs der Sächsischen Zeitung, in den Touristinformationen für 14,50 Euro (bei direkter Bestellung beim Autor dieses Buches kommen 1,50 Euro dazu)
Autor: Volker Truschka aus Seifhennersdorf
er knüpft mit diesem Buch an sein Erstlingswerk an und damit an die letzten Tage seines Siberian Husky Hardy (16 Tagesetappen) - Mai 2014

 

Isidor Nussenbaum: Erinnerungen eines Bautzener Holocaustopfers

Er wurde ausgegrenzt, vertrieben, eingesperrt und geschlagen. Er musste hungern, unfassbares Leid über sich ergehen lassen und den gewaltsamen Tod seiner Eltern und Geschwister ertragen. Isidor Nussenbaum, ein 1927 geborener jüdischer Bautzener Bürger erlebte elfjährig mit der Reichspogromnacht das Ende seiner Kindheit und den Beginn eines Martyriums. Die Familie wurde aus ihrer Wohnung in der Siebergasse vertrieben, lebte in Judenhäusern in Bautzen und Dresden. Später folgten die Deportation in das Rigaer Ghetto und die Inhaftierung in den Konzentrationslagern Kaiserwald und Stutthoff. Nach einem Todesmarsch nach Rieben (Kreis Lauenburg, Pommern) wurde er im März 1945 von der Roten Armee befreit doch erst jetzt sollten seine unvorstellbaren Qualen einen neuen Höhepunkt erfahren. Erst mit der Emigration nach Amerika beginnt für ihn 1948 ein normales Leben.

„He´s Not Coming Here Anymore“ ist der Titel eines Buches, in dem er in seiner neuen Heimatsprache 2005 die Erlebnisse aus der Nazizeit niederschreibt – klar, sachlich und zu tiefst erschütternd. Trotzdem war Isidor Nussenbaum nicht voller Hass gegenüber dem deutschen Volk. 1998 folgte er einer Einladung von Oberbürgermeister Christian Schramm in seine alte Heimatstadt. Damals waren auch andere ehemalige jüdischer Bautzener zu Gast, die teils seit der Nazizeit keinen Fuß mehr auf deutschen Boden gestellt hatten. Sie waren Leidensgenossen, die in erstaunlicher Offenheit aber scheinbar erstmals und unter Tränen über ihre Erlebnisse sprachen. Es hat Jahrzehnte gebraucht, um diese Zeit zu verarbeiten. Isidor Nussenbaum tat dies in seinem Buch, auf das man im Sorbischen Gymnasium aufmerksam wurde. Hier entstanden auch erste Übersetzungen in die deutsche Sprache. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten und das Hannah-Arendt-Institut trieben ihrerseits die Übersetzung voran und gaben im November die deutsche Übersetzung als Buch heraus.

Vorgestellt wurde es am 7. November 2013 in der Aula des Sorbischen Gymnasiums. Neben vielen Offiziellen und Bürgern nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Einrichtung teil und lasen Passagen dieses erschütternden Selbstzeugnisses eines Holocaust-Überlebenden. Der deutsche Titel geht auf eine Begegnung 1998 in Bautzen zurück. Damals traf Isidor Nussenbaum eine Frau, mit der er gemeinsam den Kindergarten besucht hatte. Sie erinnerte sich. Als Kind hatte sie die Betreuerin im katholischen Kindergarten immer wieder gefragt, wo Isidor sei. „Er kommt nicht wieder“ war die Antwort.

Isidor Nussenbaum verstarb im Februar 2012. Damals wusste er schon, dass seine Memoiren in deutscher Sprache verlegt werden sollten. „Das Ergebnis hätte ihn sehr mit Stolz erfüllt“ sagte seine Tochter Sharon, die gemeinsam mit ihrer Schwester Doris und der Cousine Ronda Martin einer Einladung der Stadt zur Buchpräsentation gefolgt war.

„Er kommt nicht wieder“ ist ein sehr empfehlenswerter Lesestoff. Leider gibt es das Buch nicht frei im Handel, kann aber in der Bautzener „Buchhandlung Kretschmar“ auf der Steinstraße bestellt werden (ISBN 978-3-934382-24-4, Preis 8,50 Euro). - 28.11.2013

 

 

Das Familienkalenderbuch 2013 und das Oberlausitzer Hausbuch 2013 sind ab sofort in der Touristinformation Obercunnersdorf erhältlich.

 

Die neue Ansichtskarte „Grüße aus Oppach“ zum Preis von 0,50 € ist jetzt auch während der Sprechzeiten im Rathaus von Oppach bei Frau Paul oder Frau Lischke, Zimmer 2.6, erhältlich.
Weiterhin im Angebot ist das beliebte Buch „Oppacher Erinnerungen“ zum Preis von 14,90 €.
Dies und weiteres umfangreiches Informationsmaterial können Sie auch im Haus des Gastes erwerben. - Zitat Jan. 2013
 

 

Auferstanden aus Ruinen

Mit einem Buch, einem Kalender und einer Ausstellung erinnert die Stadt Bautzen an „20 Jahre Stadtsanierung“.

Es war ein Sonntag im Januar 1990, da wurde Bautzens Altstadt zu Grabe getragen. In langer Reihe zogen 300Menschen vom Postplatz zur Ortenburg. Der Tag war ideal für dieses Anliegen: Es regnete. Ein Sarg und das traurige Spiel der Musikanten taten das ihre, um das Spektakel perfekt zu machen. Denn nichts anders war dieser Trauerzug – ein satirisches Spiel, das einer wichtigen Forderung der Wendezeit Nachdruck verlieh: „Rettet die Altstadt!“.
„Rettet die Altstadt!“, so heißt nun auch ein Buch, das die Stadtverwaltung herausgibt. Bautzens langjährige Denkmalpflegerin Christa Kämpfe erinnerte darin an „20 Jahre Stadtsanierung“. Anlass des Jubiläums ist der offizielle Beschluss zum Start des Aufbauprogramms im Sommer 1992.
Hätte man die Bautzener damals gefragt, sie hätten wohl an die Rettung der Altstadt geglaubt, doch sicher nicht an das Tempo, in dem die Sanierung voranging. Aus damaliger Sicht schien der Wiederaufbau des historischen Stadtkerns eine Lebensaufgabe zu sein. Die verballhornte Parole „Ruinen schaffen ohne Waffen“ war zu DDR-Zeiten auf bittere Weise Wirklichkeit geworden. Drei Viertel der Häuser in der Altstadt wiesen 1990 schwere Schäden auf. Jedes dritte Haus war unbewohnt. Fast die Hälfte der Wohnungen stand leer.
Wenn heute davon kaum noch etwas zu sehen ist, so liegt dies zum einen an der Entschlossenheit der Bautzener, zum andern an der großzügigen Förderung. 72 Millionen Euro flossen seit 1992 ins Sanierungsgebiet. Und so hat sich die Lage mittlerweile umgekehrt: Brauchte man früher einen Blick für die Schönheit der Altstadt inmitten des Verfalls, so muss man heute nach unsanierten Gebäuden regelrecht suchen: nur noch 14 stehen aktuell auf der Liste der Stadtverwaltung – von mehr als 300.
Das neue Buch spiegelt diesen Weg in Wort und Bild wider. Es beschreibt die Ziele und den Ablauf der Sanierung. Erstmals vorgestellt wird es am 7. September im Bautzener Rathaus. Bei einer Podiumsdiskussion blicken an diesem Abend Akteure und Zeitzeugen auf  20 Jahre Stadtsanierung zurück. Eine Ausstellung im Rathaus und ein Kalender mit Fotografien von Rudolf Hartmetz (1941-2007) widmen sich ebenfalls diesem Anlass. - Zitat SZ 01.09.12

 

Neuerscheinung: erste Publikation zum Zittauer Jungbrunnen

Die Darstellung eines Jungbrunnens im Zittauer Franziskanerkloster gehört zu den großen Entdeckungen der letzten Jahre in der Oberlausitz. Nun liegt eine erste Publikation vor, die mit zahlreichen hervorragenden Farbabbildungen und Texten ausgewiesener Fachleute die einzigartige gotische Wandmalerei vorstellt.

Leider kann man nicht in den Zittauer Jungbrunnen steigen. Aber er bietet optischen Genuss und lädt dazu ein dem jahrhundertealten Traum der Verjüngung nachzuspüren. In Wort und Bild ist dies nun noch besser möglich: Dank Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien für Kultur, Sport und Gesellschaft konnten die Städtischen Museen Zittau ein Bildheft zu dieser immer noch wenig bekannten Zittauer Kostbarkeit herausgeben. Die attraktiv gestaltete Publikation ist ab sofort an der Museumskasse und im Buchhandel erhältlich: ein ideales Geschenk - für alle Junggebliebenen und diejenigen, die von einem Bad im Jungbrunnen träumen…

Mit seinen zahlreichen Figurenszenen, der lebhaften Erzählfreude, originellen Details ist der Zittauer Jungbrunnen ein einzigartiges Zeugnis spätgotischer Kunst in der Oberlausitz - das um 1470/80 entstandene Wandbild darf aber auch darüber hinaus Bedeutung beanspruchen: Nördlich der Alpen ist keine vergleichbare Darstellung erhalten geblieben. Damit besitzt Zittau neben dem ungefähr gleichzeitig entstandenen Großen Fastentuch von 1472 einen weiteren Bilderschatz der Spätgotik von europäischer Bedeutung. Wenn gleich noch längst nicht alle Geheimnisse der Wandmalerei gelüftet sind - wir wissen nicht, wer der Maler war und weshalb sich die Zittauer Franziskanermönche gerade ein solches Bild weltlicher Lust in ihr Schlafhaus malen ließen -, so wird sie hiermit doch erstmals in einem größeren kunst- und kulturgeschichtlichen Zusammenhang vorgestellt.

Mit der Schweizer Kunsthistorikerin Dr. Anna Rapp Buri aus Basel konnte die beste Kennerin des Jungbrunnen-Motivs für die vorliegende Publikation gewonnen werden. Sie präsentiert die Zittauer Wandmalerei mit ihren europäischen Bezügen und macht das reich bebilderte Heft zu einer umfassenden Darstellung zum Jungbrunnen in Literatur und Kunst des Mittelalters. Eine historische Einordnung der Wandmalereien, Ausführungen zur Restaurierung, verfasst von den mit den Arbeiten 2007-2010 befassten Restauratoren, sowie eine tschechische Zusammenfassung runden den ersten Band der „Zittauer Zimelien“ ab. In dieser Reihe werden besondere Schätze der Zittauer Sammlungen in attraktiver Form und mit reicher Bebilderung einem großen Publikum zugänglich gemacht. Der Begriff „Zimelie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Kleinod, Kostbarkeit“.

Anna Rapp Buri: Der Zittauer Jungbrunnen. Mit Beiträgen von Elke Schirmer und Oliver Ander, Rayk Grieger und Marius Winzeler
Fotos des Zittauer Jungbrunnens von Jürgen Matschie
Zittauer Zimelien 1, herausgegeben von den Städtischen Museen Zittau
72 S., 71 Farbabbildungen, 24 x 21 cm, Klappenbroschur
Verlag Gunter Oettel Zittau/Görlitz, ISBN 978-3-938583-82-1
€ 12,--

Ansprechpartner ist Dr. Marius Winzeler, Direktor der Städtischen Museen Zittau, Tel. 03583 554 790.
Ines Hirt
Pressesprecherin - Zitat 01.08.12

 

Buchpremieren
Ein "Kleines Lexikon von Löbau" ist jetzt im Lusatia-Verlag erschienen.
Die Reihe der kleinen Lexika zu Oberlausitzer Eigenheiten im Lusatia-Verlag wird aufgestockt. Jetzt erscheinen ein Band zu Löbau sowie ein Lexikon zu den Mühlen.
Das "Kleines Lexikon von Löbau" gibt es unter ISBN 978-3-936758-83-2, "Das "Kleine Lexikon der Mühlen in der Oberlausitz" unter ISBN 978-3-936758-79-5.
über Amazon zu bestellen:
Kleines Lexikon der Mühlen in der Oberlausitz Bernd Dreßler (Gebunden) EUR 7,90 (Juni 2012)

 

Jubiläumsfestschrift liefert neue Erkennnisse zur Bachforschung
Zum Jubiläum 2012 erscheint auch eine Festschrift unter dem Titel
„800 Jahre Thomana – Glauben, Singen, Lernen“.
Ehrenamtliche Herausgeber des 496 Seiten starken Werkes sind Dr. Stefan Altner, Geschäftsführer des Thomanerchores, sowie der Theologe und Bachforscher Prof. Martin Petzoldt.
Prominente Autoren melden sich hier mit neuesten Forschungsergebnissen zur Trias Thomana zu Wort.
Das Buch zeichnet Höhen und Tiefen ihrer Entwicklung und versammelt zum Teil noch nie gezeigte Abbildungen.
Für 19,80 Euro ist die Festschrift mit beigelegter CD im Buchhandel erhältlich. - Zitat Leipziger Amtsblatt 17. März 2012

 

Pressemitteilung vom 09.12.2011
Neue Broschüren in vier Sprachen laden zum Bummel auf dem
Zittauer Denkmal- und Kulturpfad ein
Entdecken Sie die historische Innenstadt entlang des Kulturpfades. So wirbt die nun ganz druckfrisch vorliegende Broschüre zum
Zittauer Denkmal- und Kulturpfad. In dieser sind alle 54 Stationen des beliebten und oft nachgefragten touristischen Angebotes der Stadt Zittau beschrieben, mit Fotos dargestellt und deren Lage in einem Übersichtsplan gekennzeichnet. Erhältlich ist die zum Erleben des Denkmalpfades für den Individualtouristen wichtige Publikation in deutscher, tschechischer, polnischer und englischer Sprache in der Tourist-Information, dem Startpunkt des Rundganges durch Zittaus Innenstadt. Aber auch in den touristischen Informationszentren der Nachbarstädte Hrádek nad Nisou und Bogatynia sowie in Liberec soll mit dieser Broschüre künftig auf die sehenswerte Zittauer Innenstadt aufmerksam gemacht werden.
Komplettiert wird das Informationsangebot durch Faltpläne mit dem Verlauf des Denkmalpfades und mit für Individualtouristen wichtigen Informationen zur besseren Orientierung. Auch dieser Faltplan ist in den vier Sprachen erhältlich.
Die Stadt Zittau kann auf eine über 750-jährige Geschichte zurückblicken. Eine Geschichte, die heute noch in vielen Bauwerken, Denkmälern und Plätzen präsent ist. Die zu großen Teilen denkmalgeschützte Altstadt Zittaus lädt zum Flanieren ein. Wertvolle Kulturdenkmale sind in den vergangenen Jahren saniert und wiederbelebt worden. Davon kann man sich auf dem seit 1914 bestehenden Zittauer Denkmal- und Kulturpfad, einem Rundgang durch die historische Zittauer Innenstadt, ein gutes Bild machen. Alle 54 Stationen des Rundganges wurden in diesem Jahr mit modernen Informationstafeln in vier Sprachen gekennzeichnet.
Eines der wichtigsten und am meisten nachgefragten touristischen Angebote der Stadt Zittau ist nun auch für nicht deutsch sprechende Besucher, vor allem unsere Nachbarn aus dem Dreiländereck, erlebbar.
Das Projekt wird im Rahmen eines Kleinprojektes aus Mitteln der europäischen Union (Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und Polen 2007-2013 ) gefördert.
Elke Otto
Leiterin der Tourist-Information Zittau - Zitat

  

Neuer Reiseführer für sorbische Niederlausitz
www.domowina-verlag.de
Auf Spreewaldgurken und andere Entdeckungen in der sorbischen Niederlausitz soll ein neuer Reisebegleiter Appetit machen. Der Bautzener Domowina-Verlag hat die Broschüre mit dem Titel „Wo der Wendenkönig seine Schätze versteckt hat“ herausgegeben. Damit lasse sich die Region in Brandenburg von ihrer besonderen Seite kennenlernen, teilte der Verlag am Mittwoch mit. Das Buch informiere auf mehr als 100 Seiten über die wechselvolle Geschichte, sprachliche Besonderheiten, Bräuche und Lebensgewohnheiten der Wenden, wie die slawische Minderheit in der Niederlausitz auch genannt wird.
Die Neuerscheinung gibt auch Anregungen für eine Kahnfahrt im Spreewald, für einen Rundgang durch Cottbus oder für die Besichtigung der Slawenburg Raddusch. (Zitat SZ 23.02.2011)

 

Neue Bücher über kleine Bahnen
Zwei neue Werke sind jetzt über Sachsens Schmalspurbahnen erschienen.

Der Verlag der Sächsischen Schmalspurbahnen SSB-Medien hat jetzt zwei neue Bücher herausgebracht, eins aus der Region Oberlausitz und eins von den aktuellen Aktivitäten bei den Schmalspurbahnen in ganz Sachsen.
In der Fortführung der bildlichen Reise durch Sachsen erscheint der zehnte Band des „Schmalspur-Albums Sachsen“. Es behandelt in seiner Ausgabe die Schmalspurbahnen in der Oberlausitz in der Zeit der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft und der Deutschen Reichsbahn von 1920 bis 1945.
Eine noch nie in diesem Umfang veröffentlichte Fülle an historischem Bildmaterial ist für diesen Band von zahlreichen Bildautoren zusammengetragen worden. Schmalspurbahnen, die bereits 1945 eingestellt wurden und die im Betrieb befindliche Zittauer Schmalspurbahn werden noch einmal bereist und porträtiert.
Der Bildband „Sehnsucht nach Idylle“ gibt Antwort auf die Frage, warum das Interesse an den idyllischen Bahnen ständig wächst. Es ist ein Beleg dafür, dass gerade in unserer Zeit das Beständige an Wert gewinnt und mit der Erinnerung an die eigene Kindheit die Sehnsucht nach einer Entschleunigung des Lebens zunimmt.
Beide Bücher können ab sofort erworben werden. Sie sind im Kundenbüro der Zittauer Schmalspurbahn während der Öffnungszeiten erhältlich.
Für Anfragen stehen die Mitarbeiter im Kundenbüro unter 03583540540 täglich von 8:30 - 13.:30 Uhr zur Verfügung. (Zitat SZ 11.12.2010)

 

Steuertipps aufgelegt
Das Sächsische Finanzministerium hat seinen Verkaufsschlager neu aufgelegt: Ab sofort ist die Broschüre "Steuerlicher Wegweiser für Existenzgründer" wieder erhältlich, teilte die Behörde mit. Das Heft gibt allen Unternehmensgründern Tipps zu steuerlichen Fragen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Die Broschüre kann kostenlos bezogen werden beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung, Hammerweg 30 in 01127 Dresden.
Zitat SZ 03.01.05

 

Liebeserklärung ans faszinierende Riesengebirge
„Krkonoše“ heißt ein neuer tschechischer Bildband, der ein ganz besonderer ist.
Gleich mit zwei Superlativen wartet das vom Prager Baset-Verlag herausgegebene Buch „Krkonoše“ auf: Es ist die umfassendste Monografie des Riesengebirges, die je erschienen ist, und sie entstand erstmalig in Zusammenarbeit von nahezu 150 tschechischen und polnischen Fachautoren mit den Nationalparks beiderseits der Grenze.
Diese Gemeinschaftsleistung auf 864 Seiten Kunstdruckpapier sucht unter der einschlägigen Riesengebirgsliteratur ihresgleichen. Sie verschafft einen tiefen Einblick in die Natur, die Geschichte und das Leben dieser faszinierenden Region. Verlagsleiter Miloš Uhliø erinnert sich, dass ganze vier Jahre vom Konzept bis zur Auslieferung vergingen. 112 Einzelbeiträge machen mit Tierwelt, Pflanzenreichtum, Lawinen, Kirchen, Bunker-Anlagen, Jagd oder Volkskunst vertraut, um nur einige Aspekte zu nennen.
Zahlreiche detaillierte Übersichten zu Gipfeln, Tälern, Höhlen, Wasserläufen und Ortschaften sowie ein vielseitiges Register erheben wissenschaftlichen Anspruch. Eine mitgelieferte CD bietet auf 94 Seiten einen Literaturnachweis mit vorwiegend tschechischen, deutschen und polnischen Quellen sowie Zugriffe auf Verzeichnisse und Kategorisierungen von Flora und Fauna des Gebirges.
Der Wermutstropfen: Der 4,5 Kilogramm schwere Foliant ist abgesehen vom deutschen Ortsregister ausschließlich in tschechischer Sprache verfasst. Über 1700 Fotos und Illustrationen sowie 170 Karten aus Vergangenheit und Gegenwart helfen aber über diese Barriere hinweg und sind vielfach selbsterklärend.
„Krkonoše“ (ISBN 978-80-7340-104-7) ist erhältlich in tschechischen Buchhandlungen für 1300 bis 1550 Kronen (54 bis 65 €) und in deutschen Importbuchhandlungen, z. B. Kubon & Sagner für 85 Euro. - Zitat SZ 07.07.08

 

 Erzähltes Denkmal für eine liebevolle Wahl-Oma
Olbersdorf. Die Autorin Ulrike Leubner setzt mit ihrem neuen Buch einer Nachbarin und vielen anderen Omas ein literarisches Denkmal.
Nach manchen Schätzen muss man nicht graben oder suchen, sie gibt es gleich nebenan. Liesel Harnisch beispielsweise ist als Mensch ein solcher Schatz. Die inzwischen 92-jährige Olbersdorferin blieb bis heute die Wahloma für Ulrike Leubner. Früher, viel früher, als die Autorin selbst noch ein Kind gewesen ist, spielte sie nicht nur mit Liesels jüngstem Sohn, sondern hat bei der Nachbarin auch einen großen Teil ihrer eigenen Kindheit verbracht. So manche Weisheit, viele Wahrheiten, aber auch ganz praktische Alltagsdinge gab die Wahl- und Herzensomi ihr mit auf den Lebensweg. Einige dieser Lebens- und Erfahrungsschätze hat die 53-jährige Olbersdorfer Autorin in ihrem jüngsten Buch verarbeitet.
Die Erlebnisse der kleinen Emmi mit ihrer Urgroßmutter, die Omo genannt wird, sind eine mit viel Achtung und Liebe aufgeschriebene Reverenz an die Klugheit und Herzenswärme einer Generation, die heute nur noch selten Gelegenheit findet, Enkel und Urenkel auf deren Weg ins Leben zu begleiten.
Während die Autorin das erste Exemplar von „Omo“ in den Händen hält, bedauert sie ein klein wenig, „dass sich auch dieses Buch wieder nur unter den Kinderbüchern finden wird“. Natürlich hat sie es auch für Kinder geschrieben. Ebenso gut eignen sich die kleinen Episoden aber auch als unterhaltsames wie nachdenkenswertes Lesestück für die ganze Familie. Etwa die Geschichte um Omos kaputtes Dach, das sich nicht mehr zu reparieren lohne, weil niemand nach Omo das alte kleine Häuschen mehr brauchen kann. Und wohl selten schrieb jemand verständlicher, ehrlicher und dennoch so tröstlich über den Tod wie Ulrike Leubner in ihrem neuen Buch.
Ihre Hauptfigur indes ist noch quicklebendig. Nachbarin Liesel gibt Omo zudem ihr Gesicht. Die Fotos ergänzen, was der Text sagt: Dieses Buch ist für Menschen von fünf bis 95 geschrieben worden. Leicht lesbar auch durch die farbigen Seiten und große Buchstaben.
Die Neuerscheinung wird auf der Buchmesse Leipzig im März vorgestellt und erscheint im ClauS-Verlag Chemnitz. Vorstellen wird es Ulrike Leubner dann auch in der Region, so bei Lesungen in der Waltersdorfer Hubertusbaude und in der Jonsdorfer Leinenstube.
„Omo“ von Ulrike Leubner, 40 Seiten, zwölf Fotos, ISBN: 978-3-935842-18-8
(Zitat SZ 27.02.08)

Sagen aus dem Spreewald jetzt neu aufgelegt
Das Buch „Sagen aus Heide und Spreewald“ ist jetzt in achter Auflage erschienen. Darüber informiert der Bautzener Domowina-Verlag, der das Buch herausgibt. Erzählt werden zum Beispiel die Sagen vom Pesthügel bei Wittichenau oder dem Schwurstein bei Mü-schen. Der Band enthält ein Nachwort sowie ein Quellenverzeichnis. Die Illustrationen stammen von Rolf Kuhrt. (Zitat SZ 24.11.07)
„Sagen aus Heide und Spreewald“, Domowina-Verlag, Hardcover, 9,90 Euro, ISBN 978-3-7420-0079-8

Wirtschaftsgeschichte erstmals in einem Buch
„Wirtschaftsgeschichte der Oberlausitz 1547 bis 1945“ ist ein neues Buch überschrieben, das der Lusatia-Verlag, der Technologie-Förderverein Bautzen und der Autor heute erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Der Historiker und Archivar Erhard Hartstock forschte zu diesem Thema mehrere Jahre in Archiven zwischen Dresden, Prag, Wroclaw und Berlin.
Buch-Premiere heute, 18 Uhr, Großer Saal, Landratsamt Bautzen, Bahnhofstraße (Zitat SZ 06.11.07)

Lehrreiche Schulstunde über die „Heilige Straße“
Der Zittauer Geschichts- und Museumsverein hat ein Buch zur „Via Sacra“ herausgegeben.
Band 30 der seit Jahren regelmäßig erscheinenden Publikationen des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins ist mehr geworden als die übliche Sammlung von Aufsätzen zu geschichtlichen Themen. Es ist ein schönes Buch: Erschienen im Görlitzer Verlag Gunter Oettel in hochwertiger Klappenbroschur, mit herrlichen Fotos auf gutem Papier.
Autoren wie die Historiker Marius Winzeler aus Görlitz und Reiner Sörries aus Kassel, die Restauratorin Mechthild Flury-Lemberg oder die Theologen Edwin Pech aus Karpacz (Krummhübel) in Polen und Miloš Raban aus Hejnice (Haindorf) in Tschechien – um nur einige zu nennen – haben die 16Stationen der „Via Sacra“ beschrieben, der „Heiligen Straße“ – einer künstlich geschaffenen Reiseroute, die seit 2005 bedeutende sakrale Stätten der Oberlausitz, Nordböhmens und Niederschlesiens miteinander verbindet.
Große Kulturgeschichte
Das Buch ist Volker Dudeck gewidmet, dem unermüdlichen, seit kurzem pensionierten Leiter der Zittauer Städtischen Museen. Dudeck ist der geistige Vater der „Via Sacra“, und es ist vor allem sein Verdienst, dass es diese „Heilige Straße“ heute gibt: Ein Projekt, das erstmals kompakt aufmerksam macht auf die große kulturhistorische Bedeutung des Dreiländerecks.
Die „Via Sacra“ ist mehr als nur eine Reiseroute. Sie macht auch die gemeinsamen kulturellen Wurzeln dieser Region deutlich, die historischen Verbindungen über das Trennende heutiger Grenzen hinweg. Das vor allem wird dem Leser klar, wenn er in die 16 Geschichten zu den einzelnen Reisestationen eintaucht, die die Geschichte dieser Region erzählen – eine Geschichte, die durchaus europäische Dimensionen hat.
Sie führt nach Cunewalde, wo die größte evangelische Dorfkirche Deutschlands steht. Sie führt zum Bautzener Dom, einem frühen Sinnbild Oberlausitzer Toleranz, in dem sich katholische und evangelische Christen das Kirchendach teilen. Sie führt zu Stätten heutigen Weltkulturerbes wie den Friedenskirchen in Jawor (Jauer) und Swidnica (Schweidnitz), sie führt zum Ursprung einer heute weltweiten Missionskirche, der evangelischen Brüderunität in Herrnhut.
Sie führt zu weltgeschichtlichen „Kuriositäten“ wie dem „Lausitzer Jerusalem“, dem Heiligen Grab in Görlitz. Sie führt zu Fremdländischem wie der Kirche Wang in Karpacz, die im 19.Jahrhundert auf abenteuerliche Weise aus Norwegen ins Riesengebirge kam. Wer auf den Spuren der „Via Sacra“ in die Geschichte dieser Region eintaucht, erfährt Weltgeschichte, mitgeschrieben von großen Namen wie dem Feldherrn Albrecht von Wallenstein oder der 1995 heilig gesprochenen Zdislava, die als Patronin der Familien bis heute in ganz Böhmen verehrt wird.
Das Buch zur „Via Sacra“ ist im Stil weniger eine Reisebeschreibung als Lektüre für den Geschichtsunterricht. Eine interessante Schulstunde allemal – nicht nur für den Geschichtsfreund.
Via Sacra. Oberlausitz. Schlesien. Böhmen; Verlag Gunter Oettel Görlitz; ISBN: 978-3-938583-22-3; 19.80 Euro
(Zitat SZ 06.11.07)

Neues Buch zur Geschichteder Wirtschaft
Eine umfassende Darstellung der Wirtschaftsgeschichte der Oberlausitz erscheint Anfang November im Bautzener Lusatia Verlag. Wie Verleger Frank Stübner mitteilt, behandelt das über 500 Seiten starke Werk die Zeit zwischen dem Pönfall 1547 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Autor der Wirtschaftsgeschichte ist Eberhard Hartstock.
Der Wissenschaftler, der in Daranitz bei Bautzen lebt, arbeitete von 1962 - 1968 im Institut für Sorbische Volksforschung und leitete ab 1969 das damalige historische Staatsarchiv auf der Ortenburg.
Bereits vor drei Jahren ist von ihm im Lusatia-Verlag eine Geschichte der Teichwirtschaft in der Oberlausitz erschienen.
Das Buch kostet 24,90 Euro. Erstmals öffentlich vorgestellt wird es am 6. November 2007 um 18 Uhr im Großen Saal des Landratsamtes Bautzen, Bahnhofstraße 9. (Zitat SZ 30.10.07)

Buch erinnert an Erfolge der Antennen-Gemeinschaft
Der Verein feiert dieses Jahr 20.Geburtstag. Aus diesem Anlass hat er eineChronikverfasst.
Was die Gründungsmitglieder der Antennengemeinschaft Eibau damals Ende der 80er Jahre geleistet haben, ist heute nur noch schwer vorstellbar. Vor 20Jahren gründete sich der Verein mit der Idee, eine Rundfunk-Empfangsstation zu errichten und die Haushalte des Ortes anzu-schließen.
Adelbert Zöller ist von Anfang an Vorstandsmitglied und erinnertsich noch gut daran, was sicher auch vielen anderen ehemaligen DDR-Bürgern im Gedächtnis ist. „Die Empfangsbedingungen waren damals in unserer Region sehr schlecht.“ Technisch versierte Eibauer fanden damals auf der Suche nach Rundfunksignalen durch Zufall heraus, dass an einer bestimmten Stelle auf dem Lerchenberg das ARD-Signal anlag. „Der Sender konnte damals schon in weiten Teilen der DDR empfangen werden, nur bei uns nicht“, erklärt Adelbert Zöller. So entstand zunächst eine Interessengemeinschaft und die Idee, dort auf dem Lerchenberg eine Empfangsstation zu bauen. Nun galt es, die Bürger zu überzeugen und natürlich auch Gemeinderat und Bürgermeister. Die Initiatoren luden zu Wohngebietsversammlungen ein, es wurde diskutiert, informiert, aufgeklärt. Schließlich gelang es, die Station zu errichten und einen Verein zu gründen. Wer einen Fernsehanschluss über die Antennengemeinschaft wollte, musste Mitglied werden und einen Aufnahmebeitrag von damals 1080Mark bezahlen. Außerdem waren von jedem Mitglied 55 Arbeitsstunden zu leisten. Denn die Verkabelung erledigten die Mitglieder und Vorstände selbst. Größtenteils in schweißtreibender Handarbeit wurden kilometerlange Kabelschächte gegraben. „Nur für große Hauptstrecken nutzten wir Tiefbautechnik“, erzählt Adelbert Zöller. Ansonsten konnte man sich wenig technischer Hilfsmittel bedienen, es wurden auch eigene Geräte gebaut, zum Beispiel zur Durchquerung von Straßen. Abenteuerlich war auch die Beschaffung von Baumaterial. „Es gab ja nichts“, sagt Vorstandsmitglied Zöller. Dennoch gelang das Großprojekt. Mittlerweile erstreckt sich das Kabelnetz der Antennengemeinschaft über etwa acht Kilometer. Eibau, Walddorf, Teile Ebersbachs und von Oderwitz sind angeschlossen. Rund 200 Fernseh- und Radio-Sender empfängt die moderne Anlage heute.
Rund 1800 Mitglieder hat die Eibauer Antennengemeinschaft heute. Von den Mitgliedsbeiträgen wird die Anlage auf dem Lerchenberg ständig modernisiert, unterhalten und gewartet. Sie ist heute auf dem neuesten Stand der digitalen Technik. Unter den Mitgliedern gibt es eine Technikergruppe. Das Wissen über die Hochfrequenztechnik haben sich diese Männer selbst angeeignet, an Weiterbildungen teilgenommen. So können Störungen sehr schnell behoben werden. Um diese Gemeinschaftsleistung für nachfolgende Generationen festzuhalten, hat Adelbert Zöller in monatelanger Arbeit eine Vereins-Chronik verfasst. Sie in Bibliotheken zur Ausleihe zur Verfügung.
Antennengemeinschaft
Die Antennengemeinschaft wurde am 1. September 1987 gegründet.
In Eigenleistung der Mitglieder wurden Eibau, Walddorf und Teile von Ebersbach und Oderwitz verkabelt.
Heute sind rund 1800 Mitglieder angeschlossen.
(Zitat SZ 30.10.07)

Brillante Fotografie der Berge
Ein neuer Bildband führt zu den Aussichten und Türmen der Sächsisch- Böhmischen Schweiz.
Der romantische Maler Caspar David Friedrich hätte an diesem Buch seine wahre Freude gehabt. Bereits auf dem Titel wabern Nebelschwaden durch die Täler um den Ružovský vrch (Rosenberg). Das Besondere dieses Bildbandes liegt in seiner inhaltlichen Konzentration auf Berge und deren Ausblicke, die beispielhaft illustriert werden.
Insgesamt 50 Aussichten, von Bastei bis Zirkelstein, werden vorgestellt. Die meisten sind im unmittelbaren Gebiet der Sächsisch-Böhmischen Schweiz zu finden. Jede Aussicht wird auf einer Doppelseite in Bild und Text vorgestellt. Durchgängig gibt es Angaben über Ort, Geschichte, Aussicht und Zugang. Unter „Gut zu wissen“ findet man Verkehrsmittel, Park- und Einkehrmöglichkeiten.
Glühendes Abendlicht
Beeindruckend ist das Bildarchiv, aus dem das Autorenduo Jiøí Rak und Antonin Votápek schöpfte. Sechs tschechische Fotografen lieferten Meisterleistungen der Landschaftsfotografie. Mit Bestimmtheit näherten sie sich ihren Motiven in hingebungsvoller Ausdauer und Mühe. Belohnt wurden sie mit nahezu optimalen Konstellationen von Licht, Wolken, Laub und zuweilen Menschenferne.
Neben einigen fast grafisch anmutenden Winterbildern gibt es vor allem Aufnahmen während des Herbstes. Da glühen förmlich die herbstlich gefärbten Landschaften im Abendlicht. Birkenlaub stiebt als goldener Funkenregen über den Bildrand. Einfach ansehenswert!
Aus der Fülle der deutschen und tschechischen Regionalliteratur sticht der Bildband vor allem durch eine gute Idee, die Qualität der Fotografie und seine beispielhafte Buchgestaltung ab.
Einige Details runden den Band willkommen ab. So eine solid kartografierte Übersicht am Ende, die alle Aussichtspunkte verzeichnet.
Die schönsten Ausblicke
Jirí Rak und Antonin Votápek: „Die schönsten Ausblicke auf die Sächsisch-Böhmische Schweiz“; Verlag: Ceské Švýcarsko o.p.s., Krásná Lípa.
ISBN 978-80-903752-4-6
Preis: 459 KCZ, 15 Euro.
Erhältlich auch in Deutschland
. (Zitat SZ 27.10.07)

Miniaturbuch zum Fürstenzug erscheint
Die limitierte Auflage zum 100. Geburtstag des Wandbildes ist mit einem Porträt August des Starken auf Meissener Porzellan ausgestattet.
Zum 100. Jahrestag der Bauabnahme des Fürstenzuges am 14. August 1907 hat die Porzellan-Manufaktur Meissen jetzt ein auf 300 Exemplare begrenztes Porzellanbuch aufgelegt. Manufaktur Vertriebschef Jochen Rothauge stellte das 965 Euro teure Dresden-Souvenir gestern im Hilton Hotel, direkt gegenüber dem historischen Fürstenzug, der Öffentlichkeit vor.
„Wir haben uns den Kopf zerbrochen, wie die Manufaktur das Jubiläum am besten würdigen sollte“, sagte Rothauge bei der Buchpremiere. Ausschnitte aus dem größten Porzellan-Wandbild der Welt gehören seit längerer Zeit fest zum Meissener Sortiment. So hatte die Manufaktur im Frühjahr das Brustporträt August des Starken im Maßstab 1:4 verkleinert auf sechs Fliesen als Wandschmuck herausgebracht. Diese Version schied damit als Jubiläums-Edition aus.
Eine komplette Ausgabe sämtlicher Einzelbilder des Fürstenzuges wiederum hätte das Produkt unbezahlbar werden lassen. Die Manufaktur machte aus der Not eine Tugend und holte den Leipziger Miniaturbuchverlag ins Boot. Beide Partner arbeiten nach Angaben von Vertriebschef Rothauge schon länger zusammen. In den Prachtausgaben des Verlages sind Medaillen aus Meissener enthalten.
Das Besondere am Jubiläums-Buch zu dem berühmten Wandbild: Die bibliophile Kostbarkeit enthält eine 4,3 mal 5,5 Zentimeter kleine Porzellanplatte mit dem Fürstenzug-Porträt Augusts des Starken auf der Vorderseite und einem Hinweis auf Jubiläum und Limitierung auf der Rückseite. Im Buch selbst erzählt der Leipziger Verleger und Autor Dieter Nadolski auf 320 Seiten anschaulich und mit viel Humor die Geschichte Sachsens und seiner 35 Herrscher aus dem Geschlecht der Wettiner. „Durch diese Verbindung können wir unseren Kunden in aller Welt den Fürstenzug im Westentaschen-Format anbieten“, fasst Meissen-Vertriebschef Rothauge zusammen.
Manufaktur-Geschäftsführer Hannes Walter nutzte die gestrige Präsentation unterdessen, um sein Unternehmen als Hersteller auch des historischen Fürstenzuges in Erinnerung zu rufen. Gleichzeitig wies Walter darauf hin, dass die letzte Reinigung des Wandbildes knapp 30 Jahre zurückliegt und mahnte einen Jubiläumsputz an.
www.miniaturbuchverlag.de (Zitat SZ 15.08.07)

Lusatia-Verlag legt Buch zum Stadtjubiläum auf
„Neugersdorf – Stadt am Hutungsberg“, heißt ein Buch, das in ansprechender Gestaltung zum 350-jährigen Stadtjubiläum im Lusatia-Verlag Bautzen erschienen ist. 16 Autoren schreiben über Geschichte und Gegenwart der Stadt, Fotografien ergänzen den Text.
Eine etwaige Zusammenfassung von ausgewählten Artikeln der jährlich erscheinenden Beiträge zur Stadtgeschichte ist der Band nicht. Mit 2000 Stück ist die Auflage begrenzt. Die Jubiläumsschrift ist in Buchläden und in der Bibliothek von Neugersdorf erhältlich. (Zitat SZ 15.08.07)

Neues Kalenderbuch gibt Einblick in Museen
Spitzkunnersdorf. Im Oberlausitzer Verlag ist das Familienkalenderbuch 2008 erschienen. Das zentrale Thema sind diesmal ausgewählte Museen der Region. Darüber hinaus findet der Leser wieder zahlreiche Beiträge zu Historischem, Bräuchen und Traditionen, Mundartliches, Erzählungen, Tipps für Garten und Haus, Bauern- und Wetterregeln. Auch Ausflüge, Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten werden wieder vorgestellt. Der Inhalt verrät deutlich die Handschrift von Herausgeberin Inge Handschick. (Zitat SZ 24.07.07 )

Zitat SZ 24.07.07
Dokumentation zeigt eindrucksvolle Landschaft
Königshain. Über Berge, Geschichte und Tierwelt entstand ein Farbfilm, der jetzt im Handel ist
Die erste Begegnung mit den Königshainer Bergen hatten Helga und Hartmut Riepe im Jahr 2000. Die beiden aus Nienburg (Niedersachsen) kommenden Filmemacher waren privat in der Gegend. Beeindruckt vom Naturpotenzial der Königshainer Berge, den filmreifen Kulissen in den alten Granitbrüchen und der Geschichte der Landschaft entschlossen sie sich, diesem Teil der Oberlausitz einen Dokumentarfilm zu widmen.
Nach zweijähriger Arbeit liegt der Film nun vor: „Die Königshainer Berge“, 48 Minuten auf DVD und VHS. Hartmut Riepe, Autor regionalgeschichtlicher Bücher aus seiner Heimat, Filmautor und Kameramann hat die vielseitigen Themenbereiche erzählend zusammengefasst. Dadurch ist ein kurzweiliger Film entstanden, der von der Schauspielerin Anke Homburg aus Bremen gesprochen wird.
Am Beispiel des Bauernhofmuseums Markersdorf gibt der Film Einblicke in die frühere Lebens- und Wirtschaftsweise der Bevölkerung, beleuchtet das Wirken von Carl Adolph Gottlob von Schachmann, der als bedeutender Sozialreformer in die Regionalgeschichte eingegangen ist. Sein Barockschloss zeigt sich nach Abschluss der Sanierung und Rekonstruktion auch im Film in vollem Glanz.
Über die Geschichte des Granitabbaus und die Arbeit der Steinschläger erzählen im Film Heinz Jäkel und Lutz Neugebauer, zwei Königshainer, die die schwere Arbeit in den Brüchen selbst erlebt haben. Ein Abstecher zu den Arnsdorfer Granitwerken, wo noch heute Granit gebrochen wird, fehlt ebensowenig wie die Geschichte der Eisenbahnverbindung von Görlitz nach Königshain-Hochstein, einer Bahn, die am Beginn ihrer Einrichtung bis nach Weißenberg fuhr.
Besonders angetan waren Hartmut und Helga Riepe, die Licht und Ton verantwortet, von den Kirchen in den Ortschaften um die Königshainer Berge. Besonders die Kirche in Nieder Seifersdorf mit ihrer barocken Ausgestaltung, aber auch die Gruft der Familie von Nostitz in der Rengersdorfer (Kodersdorfer) Kirche haben die Filmproduzenten nach eigenem Bekunden beeindruckt. Nach einer Wanderung auf dem Jakobsweg über die Königshainer Berge lauscht der Film in der Königshainer Kirche der Organistin Helga Walther beim Orgelspiel. Die Filmmusik schrieb der Kasseler Komponist Joachim Lehberger.
Neben vielen anderen Themen hat der Film einen großen Schwerpunkt: Die Natur. Auf seinen Wanderungen mit der Kamera hat Hartmut Riepe stimmungsvolle Bilder aus dem Waldgebiet gesammelt und im Film verarbeitet. Die vielen „kleinen Dinge“ am Wegesrand kommen ebenso vor wie Aufnahmen des heimischen Wildes. Revierförster Ingo Weber aus Arnsdorf gibt dazu fachliche Erläuterungen.
Den Schlusspunkt des Films setzen einmalige Aufnahmen vom Muffelwild, die Hartmut Riepe gelangen. Er begegnet der großen Herde an einem frühen Morgen im Wald. Durch umsichtiges Verhalten und günstige äußere Umstande gelingt es ihm, die Tiere über einen längeren Zeitraum zu beobachten und zu filmen. Das sind Aufnahmen, wie sie wohl selbst Einheimische bisher nicht sahen.
Der Film liegt als DVD- und VHS-Video vor und ist ab sofort in Görlitzer Buchhandlungen, in Touristikbüros und in Königshainer Geschäften zum Preis von 19,90 Euroerhältlich (DVD: ISBN 3-924792-36-4, VHS : ISBN 3-924792-37-2).

Bildband mit Fotos aus dem alten Schluckenauer Zipfel
Decin/Krasna Lipa. Der „Klub tschechischer Touristen“ in Krasna Lipa (Schönlinde) hat einen Bildband mit alten Postkarten aus dem Schluckenauer Zipfel herausgegeben. Die Fotos zeigen historische Aufnahmen aus verschiedenen Orten. Das Buch ist in der Touristen-Information in Krasna Lipa erhältlich und kostet 390 Kronen (rund 14 Euro). Die Bilder sind tschechisch und deutsch beschriftet. (Zitat SZ 21.04.07)

Buch würdigt Künstler, Mediziner und Politiker
Eine neue Ausgabe des Görlitzer Magazins im Buchhandel erhältlich. Es ist bereits die 19. Folge.
Soeben erschienen ist der 19. Band des von den Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz herausgegebenen „Görlitzer Magazins“. Er widmet sich vor allem Oberbürgermeister Carl Gottlob Jochmann (1799 - 1856). Historikerin Ines Anders beleuchtet das Leben und Wirken des zweiten Görlitzer OBs. Der Beitrag ist mit kolorierten Abbildungen von Görlitz aus dem 19. Jahrhundert illustriert, auch die Ansicht des Obermarktes auf dem Umschlag stammt auch aus dieser Zeit.
Aus dem Schatten geholt
„Grazie und erhaben“ nennt Anke Fröhlich aus Dresden ihre Arbeit über den Oberlausitzer Maler Johann Eleazar Zeißig (1737 - 1806). Sie beschreibt Leben und Werk des in Großschönau geborenen und in Paris, Dresden und Meißen wirkenden Künstlers. Elf größtenteils farbige Fotos von oder nach Werken Schenaus untermalen die Aussagen. Ergänzt wird der Aufsatz durch ein vollständiges Verzeichnis von Schenaus Werken im Kulturhistorischen Museum Görlitz.
Der Vorstellung eines anderen Künstlers aus der Oberlausitz ist der Artikel von Kunsthistoriker Marius Winzeler gewidmet. Er würdigt den Görlitzer Meister der modernen Emailkunst, Theodor Wüsten (1906 - 1961). Dieser stand lange im Schatten seines Bruders, des Kupferstechers und Schriftstellers Johannes Wüsten. Nun liegt endlich eine erste Arbeit zu Leben und Werk des Emailkünstlers vor, der in den 1930er Jahren für seine Kunst und Schmelztechnik geschätzt war und fünf Jahre in Isfahan/Iran als Lehrer für Kunsthandwerker arbeitete. Auch dieser Beitrag ist mit einem Katalog und stimmungsvollen farbigen Abbildungen komplettiert.
Mit Geldgeschäften im mittelalterlichen Görlitz beschäftigt sich Christian Speer (Dresden). Der Autor erläutert anhand der Urkunden des Ratsarchivs die Verhältnisse in Görlitz. Der Frage nach einem mittelalterlichen Judenbad in Görlitz geht Ole Harck aus Kiel nach. Ein weiteres Kapitel Stadtgeschichte wird mit dem Beitrag von Dr. Fleischer und Dr. Lienert zur Geschichte der Augenheilkunde aufgeschlagen. Von den ersten Nachweisen eines Okulisten im 14. Jahrhundert bis 1990 wird die Görlitzer Augenheilkunde beleuchtet. Ratsarchivar Siegfried Hoche widmet sich der Begräbniskultur im mittelalterlichen Görlitz und stellt die verschiedenen Begräbnisorte dar. Den Abschluss der historischen Darstellungen bildet die archäologische Arbeit von Anke Weinert über Funde im Gräberfeld Hagenwerder.
Pädagogik als Abrundung
Den thematischen Aufsätzen im Magazin folgen wieder die Berichte zu den aktuellen Entwicklungen in den Städtischen Sammlungen. Die Kolleginnen der Museumspädagogik berichten von ihren Aktionen. Außerdem wird das Projekt der Erschließung eines Mühlenarchivs vorgestellt. Vervollständigt wird der Band durch eine Biografie zu Walther Freise (1856 - 1918).
Verlag Gunter Oettel, „Görlitzer Magazin“ (Band 19), ISBN 978-3-938583-14-2.
144 Seiten, reich illustriert; 9,90 Euro (SZ 07.04.07)

Neue Broschüre über Elberadweg ist erschienen
Eine völlig neu konzipierte Broschüre über den gesamten Elberadweg von Cuxhaven bis Schmilka wurde jetzt an den Tourismusverband Sächsisches Elbland ausgeliefert und kann unter
info@elbland.de oder unter Telefon 03521 / 76350 angefordert werden. In der 64-seitigen Broschüre sind auch entlang der 860 Kilometer langen Strecke 436 radfreundliche Unterkünfte aufgeführt – vom Zeltplatz bis zum Vier-Sterne-Hotel. Titelmotiv der ersten Gesamtauflage von 220 000 Exemplaren ist die Albrechtsburg Meißen. (SZ 17.02.07)

Die Neuerscheinung zur A 17
Am 6. Februar
erscheint in der SZ-Edition das Buch „Eine Vision ist verwirklicht: Autobahn A17 Dresden-Prag“.
Diese Chronik des Großprojekts umfasst 112 Seiten im Format A4, 21 x 30 cm.
Der Band enthält spannende Berichte, Reportagen, Porträts und viele Fakten zur Vorgeschichte, zum Bau und auch über die Wochen nach der Übergabe der A17 am 21. Dezember 2006. Das Buch beinhaltet auch bisher unveröffentlichtes Material.
Illustriert ist der Band mit 172 Fotos, elf Grafiken und Karten. Das Material stammt von 20 Redakteuren und freien Mitarbeitern der Sächsischen Zeitung sowie von 14 Fotografen. Umfassend werden alle Phasen dieses Großprojekts beleuchtet. Das Buch enthält folgende Kapitel: Die Vorgeschichte, Erster Teilabschnitt – Der Auftakt, Autobahn D8 – Blick zum Nachbarn, Zweiter Teilabschnitt – Das Herzstück, Zweiter Abschnitt – Übers Lockwitz- und Müglitztal, Der dritte Abschnitt – Das Finale.
Dargestellt werden Höhen und Tiefen des Projekts. Ausführlich sind alle Phasen des Baus geschildert. Vom ersten Baggerhub bis zur Übergabe dauerte er mehr als acht Jahre. In dieser Zeit ist viel geschehen.
Verkauft wird der Band für 9,95 Euro u. a. in SZ-Treffpunkten. Bestellt werden kann das Buch nach dem Erscheinen auch im Internet unter
www.sz-online.de/buchshop . (SZ 03.02.07)

Menschen und Berge in Mähren und Böhmen
Geschichten über Geschichte – darum geht es in einem zweibändigen Werk des Historikers Bernd Rill. „Böhmen und Mähren – Geschichte im Herzen Mitteleuropas“ heißt die Zusammenstellung und ist gerade beim Casimir Katz Verlag in Gernsheim erschienen. Beschrieben wird das Leben in den Gebirgen des Nachbarlandes, Einflüssen, die die Region veränderten sowie das Mit- und Gegeneinander von Tschechen und Deutschen. Es ist die wohl umfangreichste Zusammenstellung tschechischer Geschichte. Aber nicht ganz billig. 59 Euro kosten die insgesamt 1200 Seiten starken Bände. (SZ 27.01.07)
ISBN 3-938047-18

Denkmal für das schlesische Glas
Ausflugstipp. Ein neues Buch über europäische Glaskunst gibt es jetzt im Riesengebirgsmuseum.
Die Glaskunst ist es, die Stefania Zelasko fasziniert. Und Glaskunst aus ganz Europa ist es, die die polnische Expertin jetzt in einem Bildband versammelt hat. In dem wertvollen Buch werden nicht nur die Objekte der berühmten Glas-Sammlung des Riesengebirgsmuseums in Jelenia Gora (Hirschberg) analysiert, sondern auch Archivquellen ausgewertet, die bislang niemand mehr kannte oder entziffern konnte.
Der Zweite Weltkrieg hatte die Quellen und Dokumente verschüttet, die beweisen, dass schlesisches Glas einmal europaweit anerkannt war. Dr. Zelasko ist es unter Mithilfe deutscher Freunde gelungen, alte Manuskripte zur Glasherstellung und -veredlung zu entziffern. Auch in Kirchenbücher hat sie sich vertieft, um an die Wurzeln der Glasmacherfamilien heranzukommen.
Durch solche Analysen gelang es der Kunsthistorikerin, die im Museum vorhandenen Glaskunstwerke den einzelnen schlesischen, böhmischen oder deutschen Glashütten zuzuordnen. Ihr Beitrag hilft, eine Lücke im Kulturerbe des mitteleuropäischen Kunstglases zu schließen. Welche Arbeit darin steckt, kann ermessen, wer weiß, dass die Glassammlung in Jelenia Gora fast 7000 Objekte umfasst und bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht.
Seit Jahren pflegt die Autorin die Zusammenarbeit mit jedem deutschen Museum, das eine größere Glassammlung besitzt. Zu ihr nach Jelenia Gora kommen Wissenschaftler und Glasspezialisten aus ganz Europa. Stefania Zelasko promovierte in Warschau zum Thema „Franz Pohl und die Josephinenhütte in Schreiberhau 1842-1900“. Die Doktorarbeit fand ihren Niederschlag in einem gleichnamigen Buch.
In ihrem jüngsten Buch erinnert sie an Persönlichkeiten, die die Glaskunst im Hirschberger Tal bewahrt haben. Und sie hat sich schon eine weitere Aufgabe gestellt: einen zweiten Band über die legendäre Josephinenhütte in Schreiberhau (heute Szklarska Poreba) und deren Gläser im 20. Jahrhundert.
Stefania Zelasko: Europäisches Glas,
(83-89480-12-3).
erhältlich u.a. im Riesengebirgsmuseum (Muzeum Karkonoskie) in Jelenia Gora, ul. Matejki 28. Geöffnet: Di, Do, Fr 9-15.30 Uhr; Mi, Sa, So 9 bis 16.30 Uhr
Zitat SZ 16.12.06

Bildung für Jedermann
Neuerscheinung. Die Geschichte der Dresdner Volkshochschule gibt es jetzt als Buch.
Gegründet 1919 zählt die Volkshochschule Dresden (VHS) zu den ältesten in Deutschland. In den 1920er Jahren wuchs sie rasch und war über die Stadt hinaus angesehen. Schon damals gab es eine Volkshochschule für Frauen und Jugendliche. Im Juni 1933 musste sie als letzte Volkshochschule in Deutschland schließen. Im Mai 1945 war sie eine der ersten, die wieder öffnete. In den folgenden 40 Jahren war die Volkshochschule vor allem ein Spezialist für den zweiten Bildungsweg. Auch konnte sie ihre Tradition mit populärwissenschaftlichen Vorträgen erhalten. Ab 1990 bot sie mit Erfolg neue Themen an und arbeitet seit 1992 wieder wie zu ihrer Gründung als eingetragener Verein. Heute ist die Dresdner Volkshochschule die traditionsreichste und mit jährlich rund 3 000 Kursen für 33 000 Teilnehmer die größte Weiterbildungseinrichtung der Stadt. Hintergründe, Geschichten und Fotos zur Dresdner Volkshochschule sind in dem Buch „... damit der Mensch als solcher bestehen kann. Geschichte der Volkshochschule Dresden 1919–2006“ zusammengefasst. Der Dresdner Autorin Andrea Rook ist es gelungen, dabei so manche Lücke in der Überlieferung zu schließen. Entstanden ist ein unterhaltsam geschriebenes Geschichts-Lesebuch. Es enthält außerdem Kurzbiografien von Persönlichkeiten, die eng mit der VHS verbunden waren, wie ihr erster Nachkriegsdirektor Victor Klemperer. Seit 1989 trägt die Volkshochschule seinen Namen.
Die Publikation ist im Buchhandel sowie in der Volkshochschule Dresden zum Preis von zwölf Euro erhältlich, ISBN 978-3-937602-77-6.
Ztiat SZ 30.09.06

Gedrucktes aus Übigau
Angebot. Eine neue Broschüre widmet sich dem Schloss Übigau und kommt auch einer Bürgerinitiative zugute.
Hier feierte der sächsische Hof prunkvolle Feste, und hier entstanden 100 Jahre später die „Königin Maria“, das erste sächsische Dampfschiff, und die „Saxonia“, die erste deutsche Lokomotive. Hier wirkte Andreas Schubert, genialer Konstrukteur und Ingenieur, der die Technische Bildungsanstalt, Vorläufer der heutigen TU, wesentlich prägte, und hier existierte bis 1930 die größte Binnenwerft Europas. Noch bis 2002 wurden hier Dampfkessel gebaut. Seit vorigem Jahr gehört es zum Unesco-Welterbe „Dresdner Elbtal“. Die Rede ist von Schloss Übigau. Die Geschichte des Schlosses begann vor 280 Jahren, als August der Starke dem Grafen Flemming das „soeben fertig gestellte Schloss Übigau bei Dresden“ abkaufte. Dieses und mehr kann man in der Broschüre „Vom barocken Landschloss zum Industriestandort“ nachlesen, die anlässlich des Schlossfestes zum Jubiläum von Schloss Übigau erschienen ist.
In sechs Kapiteln informieren die Autoren Jürgen Naumann und Theodor von Bernum unter anderem über den Ort Übigau, den Kurfürsten (August den Starken) und dessen Bautätigkeit, die den Dresdener Barock wesentlich prägte, über das Landschloss und dessen Umwandlung in einen Industriestandort. Dabei gehen sie auch auf das beginnende Industriezeitalter Anfang des 19. Jahrhunderts und den Eisenbahnbau ein. Ein Exkurs in die Zeit nach 1945 und den heutigen Zustand des Schlosses rundet die Darstellung ab. Besonders hervorzuheben ist eine ausführliche, vierseitige Zeitleiste zu Schloss- und Industriegeschichte.
Die Broschüre ist für fünf Euro beim TBZ-Verlag sowie in zahlreichen Geschäften in Pieschen erhältlich. Ein Euro des Verkaufs kommt der Bürgerinitiative zugute. Die im Juni 2005 von interessierten und engagierten Bürgern aus Übigau und anderen Stadtteilen gegründete Initiative setzt sich für den Erhalt und die Nutzung des Schlosses ein. (SZ 24.05.06)
www.tbz-verlag.de

Marienthaler Abtei gibt ihren Schatz preis
Buch. Das Kloster Sankt Marienthal hat jetzt seine älteste Handschrift publik gemacht: Einen Psalter aus dem 13. Jahrhundert.
Klosterbibliotheken gewähren nur selten tieferen Einblick in ihre Schätze. Es bedarf dazu schon außergewöhnlicher Umstände. Einer Landesausstellung beispielsweise. So bewunderten 1998 Tausende Besucher im Kloster St. Marienstern dessen kostbarste Folianten aus der Bibliothek: Aufwendig gearbeitete Psalter, filigran verzierte Blätter einzigartiger Kunstwerke, Zeugnisse eines einst hoch stehenden Kunsthandwerks. Massenware kannten die Schreib- und Malwerkstätten des Mittelalters noch nicht: Jedes Buch war ein Unikum. Daher rührt auch ihre Faszination und das Erschrecken, das solche Geschichten über Feuer in den Aufbewahrungsorten hervorruft, wie sie beispielsweise Umberto Eco in „Der Name der Rose“ schildert: Brände forderten hier ihren unwiederbringlichen Tribut.
Auch die Geschichte des Klosters St. Marienthal unweit von Ostritz verzeichnet mindestens drei große Brände, die das Antlitz der Anlage immer wieder veränderten. Zuletzt 1683. Doch die kleine, aber feine Büchersammlung war davon nicht betroffen. Noch heute umfasst die Bibliothek in einem wunderbaren, zweistöckigen barocken Saal neben aktueller Literatur rund 4 000 historische Bücher. Darunter zehn Handschriften für die Liturgie, also die Feier von Messen, Gottesdiensten und Gebetsstunden. Da Marienthal aber nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit und die Bibliothek in der abgeschirmten Klausur der Schwestern liegt, ist mancher Schatz eher unbekannt. Das trifft auch auf den Marienthaler Psalter zu, der vermutlich um 1230 entstand, aufwendig ausgestaltet ist und bislang nur 1999 in der Bautzener Domschatzkammer zu sehen war. Nun aber liegt ein fundiertes Werk über die 190 Seiten Pergament vor: Wichtige Illustrationen zusammen mit ausführlichen Erklärungen und Wiedergaben veröffentlichte der Regensburger Verlag Schnell und Steiner.
Seit den 80er Jahren liefen Bemühungen der Abtei, die Handschrift der Öffentlichkeit vorzustellen. Zumal sie eine der letzten ihrer Art in Deutschland ist, über die noch nichts publiziert wurde. Doch der Leipziger St.-Benno-Verlag sprang ab. Nun wurde der Regensburger Verlag, der vor allem durch seine Kunstführer einen guten Namen hat, auch mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises der Abtei gewonnen. Der Tauberbischofsheimer Kunsthistoriker und Handschriften-Experte Helmut Engelhart räumt in dem knappen Band mit einigen Vorurteilen oder Ungenauigkeiten in der bisherigen Forschung auf: So schätzt er die künstlerische Qualität der Ausgestaltung als hoch und nicht wie bislang gemeinhin gültig minderwertig ein. Auch ortet er die Schreibwerkstatt in der Diözese Bamberg und nicht im fränkischen Eichstätt. Interessanterweise stammt aus der Bamberger Gegend auch die erste Äbtissin des Klosters. Ob sie bereits das Buch mitbrachte, ist nicht bekannt. Für Engelhart steht aber fest, dass solche Psalter wie der Marienthaler zum „wertvollsten Buchbesitz des vornehmen Laien, insbesondere adeliger Damen, gehörte und gemeinhin auch in weiblicher Linie vererbt wurde.“
Der St. Marienthaler Psalter. Hrsg. von Helmut Engelhart. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg, 2006. ISBN: 3-7954-1827-5, 29,90 Euro.
Zitat SZ 17.05.06

„Die Region ist schlecht dran in diesen Tagen“
Vorgestellt. Der Historiker Karlheinz Blaschke hat ein Buch und eine Karte zur Oberlausitz vor über 200 Jahren herausgebracht.
Wir schreiben 1777. Hoher und niederer Landadel, Kirche und Städte teilen sich die Region. Man spricht vom Markgraftum Oberlausitz und dem Amt Stolpen, kennt ein Bautzener und ein Görlitzer Land. Verwirrend all das. Überhaupt nicht, sagt der Dresdner Historiker Karlheinz Blaschke. „Da ist etwas jahrhundertelang gewachsen. Und ich habe versucht, dass auf einer Karte darzustellen.“ Denn der Mensch von heute lese nicht gern.
„Das Markgraftum und das Amt Stolpen 1777“ zeigt die Karte und kommt ohne Buch-Beiwerk doch nicht aus. Auf 55 großformatigen Seiten erklärt Blaschke, wo er Erkenntnisse gewonnen hat, wie sich die Oberlausitz territorial entwickelte, schreibt von Konfessionen, Sorben und Volksdichte. Wer wissen möchte, dass es 1777 in der Oberlausitz 1 200 Orte gab und auch noch neugierig ist, wo die denn liegen, wenn sie Kynitzsch oder Sommerluga hießen, wird in einem detaillierten angehängten Ortsverzeichnis fündig.
Ende einer Entwicklung
Das Jahr 1777 hat Karlheinz Blaschke gewählt, weil die Region zu diesem Zeitpunkt „das Ende ihrer territorialen Entwicklung als einheitliches, in sich gegliedertes geografisches Gebilde erreicht hatte“. Das Thema Oberlausitz nimmt er sich immer wieder bewusst vor. „Es ist ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Ich halte es für notwendig, dass man diese geschichtlich interessante Landschaft bekannt macht. Sie ist schlecht dran dieser Tage. Es gibt keine politische Verwaltungseinheit mehr.“ Schließlich teilten sich heute zwei Staaten und in Deutschland zwei Bundesländer dieses Gebiet.
„Es besteht die Gefahr, dass alles zerfließt und man muss etwas tun, um die Region mit ihrer Geschichte als etwas Einzigartiges im Bewusstsein zu halten, um ihre Identität zu bewahren.“ Mit Bautzen könne heutzutage jeder beinahe etwas anfangen, auch jenseits von Sachsen. „Aber die Oberlausitz...“ Da fehlten selbst Einheimischen oft die Kenntnisse.
Teil eines großen Projekts
Das Buch samt Karte ist Teil eines großen sächsischen Geschichtsprojekts, dem „Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen“. Und für Karlheinz Blaschke steckt in den Daten und Fakten zur Geographie auch Nachdenkenswertes für aktuelle politische Entscheidungen. „Uns steht eine Gebietsreform bevor. Warum geht man nicht zurück auf die alte Gliederung, den Kreis Bautzen und den Kreis Görlitz.“ Das werde wohl niemand berücksichtigen, vermutet der Historiker. Aber es sei eine Überlegung wert.
Auch für ihn, der im heute polnischen Teil der Oberlausitz geboren ist, gibt es noch geschichtliche Rätsel zu lösen. Warum beispielsweise gehörte das Gebiet um Bernstadt auf dem Eigen zum Bautzener Kreis, lag es doch auf Görlitzer Territorium? „Da muss noch geforscht werden.“ Durch das neue Kartenwerk entstehe eine Übersicht, die sonst schwer möglich sei, so Karlheinz Blaschke. „Alles auf einen Blick.“
Buch und Karte „Das Markgraftum Oberlausitz und das Amt Stolpen“, 55 Seiten, ist beim Verlag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig erschienen, im Buchhandel erhältlich und kostet 6,50 Euro.
Zitat SZ 17.05.06

Freitaler Jahrzehnte in Bild und Wort
Heimatbildband. „Erinnerungen“ ist der Titel einer neuen Publikation – eine Rückblende auf die Zeit von 1950 bis 1980.
An Heimatbüchern hat es in jüngster Vergangenheit nicht gefehlt. Wohl noch nie in den letzten 85 Jahren sind so viele Publikationen über die Stadt am Windberg und ihr näheres Umfeld erschienen wie derzeit. Die Verkaufsergebnisse bestätigen, dass es des Guten nicht zu viel ist – zumindest nicht bis jetzt.
Keine Verherrlichung
Als neuesten Beitrag haben einschlägige Buch- und Schreibwarengeschäfte soeben einen Bildband in ihr aktuelles Angebot aufgenommen: „Erinnerungen, Freital im Foto, von 1950 bis 1980“, herausgegeben von Wolfgang Burkhardt. Was dem Buch eine besondere Note verleiht, ist die Zeitspanne, die uns auf 85 Seiten in Bild und Wort begegnet. Drei Jahrzehnte, die viele aus eigenem Erleben kennen und im Nachhinein beurteilen.
Der Herausgeber formuliert im Vorwort, dass es sich um keine Chronik und um keine Verherrlichung von Vergangenem handelt. „Das Buch möchte mit seinen 166 Fotos und den beigefügten Texten ein Bild von Freital vermitteln und die Leser zum Nachdenken über das Einst und Jetzt anregen, über ein gescheitertes gesellschaftliches Modell und eine vergangene Arbeitswelt.“
Die Neuerscheinung versteht sich zugleich als eine Würdigung des Bildautors Siegfried Huth, der seit Jahrzehnten mit seinen Illustrationen heimatkundlicher Betrachtungen hohen Ansprüchen gerecht wird. Ob als Buchautor, Museologe, Pressemitarbeiter oder Chef der einstigen Kulturbund-Fotofachgruppe Freital – der gebürtige Dresdner erweist sich in all seinen Wirkungsbereichen als eine zutiefst heimatverbundene kompetente Persönlichkeit. Das spiegelt sich eindrucksvoll in seinen Fotos mit künstlerischem Zuschnitt aber auch in seinen aus der Situation heraus geborenen Momentaufnahmen im jüngsten Freital-Band.
Unternehmen steuern Geld bei
Die sach- und fachkundigen Texte stammen aus der Feder von Roland Hanusch, die, knapp gehalten, eine Fülle von Informationen vermitteln. Die Neuerscheinung wurde von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, BGH Edelstahlwerke GmbH und der Stadtteilrunde Potschappel unterstützt.
Broschürt, Format 21 x 21, Preis 9,70 Euro.
Zitat SZ 13.05.06

Ein Renner für Radler
Mit mehr als 3 000 verkauften Exemplaren ist die im August 2005 erschienene Broschüre „Oberlausitz per Rad“ in kürzester Zeit zu einem Renner für Radler geworden.
Auf 84 Seiten werden zwölf Spezialtouren und die fünf Fernradwege durch die Oberlausitz ausführlich beschrieben. Dazu gibt es zu jeder Radtour eine detaillierte Karte und jede Menge Service rund ums Rad.
Besonders bewährt für die Nutzung unterwegs hat sich die praktische Ringheftung. Das gemeinsame Produkt von Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien (MGO) und Sächsischer Zeitung kostet 5,95 Euro.
Es ist in allen Treffpunkten der SZ, bei den 31 „Oberlausitz per Rad“-Partnern und jetzt auch bei „Buch und Kunst“ in Görlitz zu haben. (SZ 03.04.06)

Kleinode in enger Nachbarschaft
Neuerscheinung. Ein druckfrisches Buch auf Deutsch und Polnisch beschäftigt sich mit den Schlössern und Burgen des Hirschberger Tals.
Berühmt wegen seines romantischen Flairs ist das Hirschberger Tal seit Jahrhunderten. Kleinode der Architektur stehen hier in enger Nachbarschaft beisammen, umgeben von lauschigen Gärten und Parks. Was heute von dieser Kulturlandschaft noch übrig ist oder in den vergangenen Jahren wieder neu entstand, kann man sich in einem neuen Buch ansehen, das die „Stiftung der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal“ (Fundacja Doliny Palaców i Ogrodów Kotliny Jeleniogórskiej) herausgibt. Hauptautor des Werkes unter dem Titel „Burgen, Schlösser und Herrenhöfe im Hirschberger Tal“ ist Wojciech Kapalczynski. Dem Kunsthistoriker und Leiter der Denkmalpflege in Jelenia Góra (Hirschberg) liegen die architektonischen Schätze des Tals seit langem am Herzen. „Wir wollten etwas für die Region tun. Der Tourismus zu sozialistischen Zeiten war immer mehr auf die Hohe Tatra als auf unsere Region gerichtet“, sagt Kapalczynski. „Entsprechend wenig wurde für die herrlichen historischen Gebäude im Hirschberger Tal getan. Bis auf zwei, drei Objekte verfielen die Schlösser.“
Seit einer Ausstellung im Museum für Architektur in Wroclaw (Breslau) im Jahr 2001 war Kapalczynski von dem Thema fasziniert. „Einer der Kuratoren der Ausstellung war der Denkmalpfleger Arne Franke, der schon ein Buch über die Schlösser herausgebracht hatte, jedoch nur in deutscher Sprache“, sagt Kapalczynski. „Die Polen wussten nicht, worum es sich handelte. Deshalb gibt es unser neues Buch als polnische und als deutsche Auflage.“
Über 30 Objekte werden in dem Buch aufgeführt, großzügig ergänzt durch Fotos von Innen- und Außenansichten und architektonischen Details. Zu einigen Schlössern haben Kapalczynski und Mitautor Piotr Napierala auch historische Postkarten oder Zeichnungen beigefügt, die zum Teil aus deutschen Archiven oder von Privatpersonen stammen.
Besonderen Wert legt das Buch auf die Dokumentation des heutigen Zustandes der Gebäude. „Viele Schlösser haben jetzt neue Besitzer, bei einigen ist die Renovierung abgeschlossen, bei anderen dauert sie noch an oder ruht gerade“, sagt Kapalczynski. „Aus manchen wurden Hotels, aber Objekte wie zum Beispiel Dabrowica (Eichberg) oder Schloss Boberstein sind Ruinen. Boberstein wird gerade renoviert. Es geht voran, aber sehr langsam.“
Das Hirschberger Tal wird den Denkmalpfleger auch weiterhin beschäftigen. Zum Jahresende plant Kapalczynski ein neues Buch, diesmal über die Parks, Gärten und Friedhöfe der Region.
Buch und Ausstellung
Die deutsche Auflage des Buches „Burgen, Schlösser und Herrenhöfe im Hirschberger Tal“ ist in insgesamt 1 500 Exemplaren erschienen und jetzt in der Comenius-Buchhandlung und in der Schlesischen Schatztruhe in Görlitz erhältlich.
Eine Dauerausstellung „Das Tal der Schlösser und Gärten“ wird täglich zwischen 12 und 18 Uhr im Schloss Lomnitz (Lomnica) gezeigt. Kontakt: 0048/75 71 30 460, ul. Karpnicka 3, 58-508 Jelenia Góra.
www.palac-lomnica.pl - Zitat SZ 18.03.06

Oberlausitzer Fußballgeschichte auf 337 Seiten
FußballspielerSeit kurzem ist ein Buch mit dem Titel „Die hundertjährige Fußballgeschichte der Oberlausitz“ auf dem Markt. Aus der Vielzahl der in den letzten Jahren erschienenen Fußballbücher ragt das von Siegfried Palme aus vielerlei Gründen heraus.
Zum einen ist der Autor kein Schriftsteller oder Journalist, sondern ein ganz „normaler“ Fußball-Fan, und zum anderen ist die Aufzeichnung der Fußballgeschichte einer Region über den Zeitraum von hundert Jahren bisher in Deutschland einmalig. Siegfried Palme widmet sich seit 1990 der Aufarbeitung der Fußballgeschichte in der Oberlausitz. Früher selbst
aktiv, war und ist der heute 73-jährige Neugersdorfer mit dem Sport im Allgemeinen und dem Fußball im Speziellen seit mehr als 60 Jahren auf das Engste verbunden. Bereits mit seinem Erstlingswerk „Der Neugersdorfer Fußball 1919 bis 1999“ sorgte „Sipa“, wie Siegfried Palme in Fußballerkreisen gerufen wird, für Aufsehen. Seit dem Jahr 2000 organisiert und verfasst Palme für den Oberlausitzer Fußballverband die regionale Fußballzeitschrift „Oberlausitzer Fußball im Oberland“. In den vergangenen sechs Jahren beschäftigte sich Palme intensiv mit der Fußballgeschichte der Oberlausitz und recherchierte dazu in 57 Vereinen der Region. Auf 337 Seiten hat er die Entstehung und wechselvolle Entwicklung des Oberlausitzer Fußballs bis hin zur Gegenwart festgehalten. Dabei versucht der Autor, den Fußball nicht losgelöst als Sportart, sondern immer mit dem Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen Zeit darzustellen.
Nicht von ungefähr steht deshalb der erste Teil unter der Überschrift „Die Fußballgeschichte wird neu geschrieben.“ An dieser Stelle werden die Veränderungen im Fußball nach der politischen Wende im Jahre 1990 anhand des Norddeutschen Fußballverbandes (NOFV), des Bezirksverbandes Fußball Dresden und der sechs Oberlausitzer Kreisfachverbände nachvollzogen.
Der zweite Teil beschreibt den Fußball in der Oberlausitz von der Gründung des ersten Fußballvereins in Bautzen im Jahre 1904 und des Oberlausitzer Fußballverbandes 1911 über den Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung des deutschen Fußballs 1990. Gesonderte Abschnitte sind dabei dem Nachwuchs und dem lange Zeit verpönten Frauenfußball gewidmet.
30 Ko-Autoren waren dabei
Im dritten Teil werden 21 der gegenwärtig 196 Oberlausitzer Fußballvereine von ihren Anfängen vor teilweise 100 Jahren bis in die Gegenwart vorgestellt. Den Fußball-Hochburgen wie Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau, Neugersdorf, Weißwasser und Zittau wird dabei der meiste Platz eingeräumt. Speziell auf die Fußball-Vereine von Großröhrsdorf, Kamenz, Pulsnitz und Schwepnitz wird dabei eingegangen. Aber auch kleinere und noch junge Vereine finden sich in Wort und Bild wieder. Erinnert wird an einstige „Fußballgrößen“ und verdiente Funktionäre der Region. Insgesamt 486 Fotos sowie 60 Tabellen und Skizzen veranschaulichen die Texte und Beiträge, an denen mehr als 30 Sportfreunde mitgearbeitet haben. „Im vorliegenden Buch wird eindrucksvoll die wichtige Rolle des Fußballsportes für die Freizeitgestaltung der Menschen, seine soziale Komponente und seine Faszination deutlich“, schreibt der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes, Dr. Hans-Georg Moldenhauer, in einem Vorwort. Mit diesem Buch leistet Siegfried Palme einen wichtigen Beitrag, ein Kapitel der Geschichte der Oberlausitz für die Gegenwart zu dokumentieren und für die Zukunft zu erhalten. Ein Buch, das nicht nur für die Fußballer zur „Vereinsliteratur“ gehören sollte.
Das Buch kann beim Bezirksverband Fußball in Dresden bestellt werden: (0351) 4 96 50 32, (0351) 4900 841. Der Preis für das Buch beträgt 20 Euro.
Zitat SZ 21.02.06

Von Wilden Tulpen und Schließmundschnecken
Neuerscheinung. In den aktuellen Berichten der Naturforschenden Gesellschaft Oberlausitz spielt der Berg Lausche die Hauptrolle.

Eine echte Kenntnislücke haben sie geschlossen. Die Mitarbeiter und Autoren der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz lieferten endlich Funddaten zu den Ohrwürmern und Schaben des Zittauer Gebirges. Bisher gab es dazu nichts.
Insekten auf der Lausche bei Waltersdorf, das Brutverhalten von Vögeln am Schießplatz von Oderwitz, die durch Umwelteinflüsse gebeutelte Flechtenwelt im Zittauer Gebirge – all dies ist Thema in der neuen Ausgabe "Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz". Band 13, Ende 2005 erschienen, befasst sich auf über 200 Seiten vor allem mit dem höchsten Berg des kleinsten deutschen Mittelgebirges, der Lausche.
Es ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Analyse, von dem was da brütet, wächst, lebt, ausstirbt oder längst als verschollen gar erloschen gilt. Ein Buch für sachkundige Interessierte vor allem, denn Fachsprache erschwert das Lesen.
Nur mit Hilfe von Nachschlagewerken lässt sich beispielsweise herausfinden, dass es sich bei Balea perversal, die unter anderem an der Bautzener Stadtmauer lebt, um eine Zahnlose Schließmundschnecke handelt. Für Heimatverbundene ist das Heft ein guter Überblick, zu dem, was ist und war. Die Naturforschende Gesellschaft erzählt die Geschichte des Eisenerzbergbaus, erinnert an regionale Amateur-Wissenschaftler wie den Gaußiger Steinmetz Reinhold Schattel oder den Apotheker Max Dietrich aus Rietschen. Gleichzeitig erläutert sie die Wurzeln des eigenen Vereins.
Ein lexikonähnliches Artenverzeichnis verrät, welche Pflanzen, wann und wo gesichtet worden sind. Dabei entdeckte mancher Mitforscher auch längst verschollen geglaubtes wieder, wie die Wilde Tulpe. Was fehlt (dem Laien), sind Bilder. Nur wenige genannte Arten sind fotografisch oder als Zeichnungen zu sehen. Und so bleibt die Gestalt der Tetrodontophora bielanensis (Springschwanz) der eigenen Fantasie überlassen. Doch, das Heft richtet sich zunächst eben an Experten, die mit der Materie vertraut sind und solche Bilder nicht brauchen.
Berichte der Naturforschenden Gesellschaft, Band 13, kann bei der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz, Postfach 300154, 02806 Görlitz oder an der Kasse des Naturkundemuseums Görlitz erworben werden.
Zitat SZ 18.01.06

Biblische Bilderzyklen in spätgotischen Gewölben
Prachtband. "Die Stadtkirche St. Marien zu Pirna" erscheint zum Abschluss der Sanierung des Gotteshauses.

Vierundvierzig Jahre hat es an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert gedauert, bis die Pirnaer Stadtkirche St. Marien erbaut war. In nur drei Jahren war das prächtige Buch fertig, das zum Abschluss der jüngsten Sanierung des wunderbaren Gotteshauses erschien. Zweiundzwanzig Autoren und der Fotograf Herbert Boswank führen durch die Geschichte der Kirche, stellen den Raum in seiner Architektur, mit den Decken- und Glasmalereien vor, beschreiben Epitaphe und Grabmäler und berichten in gewisser Weise auch von Menschen aus fünf Jahrhunderten, die dafür sorgten, dass St. Marien uns heute noch staunen lässt.
Die künstlerisch reiche Ausstattung von Altar und Kanzel, von Emporen und Brüstungen erscheint für eine protestantische Kirche außergewöhnlich. Wunderbar auch der Kinderreigen am Taufbecken. Einmalig die Bilderzyklen, die von den reformatorischen Auseinandersetzungen zeugen. Überraschend eine wilde Frau und ein wilder Mann, die an einem Baum emporklettern.
"Die Stadtkirche St. Marien zu Pirna", Albrecht Sturm (Hrsg.) für die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Pirna; 35 Euro. Das Buch ist nur in Pirna in der Marienkirche, im Stadtmuseum, im Canalettohaus, in den Buchhandlungen Ramm und Gladrow sowie in Dresden im Landesmuseum für Vorgeschichte im Japanischen Palais erhältlich.
Zitat SZ 04.01.06

Liebeserklärung in zwei mal hundert ReimenSchilleranlagen.
Die "Bautzen-Ballade" ist das neueste Buch über die 1 000-jährige Stadt. Autor ist der Schauspieler Michael Lorenz.

Die Idee für das Projekt kam aus der Tourismusbranche. "Es gab den Wunsch, ein kleines Stück für Touristen in Bautzen zu initiieren", sagt Schauspieler Michael Lorenz. Mit seinen Mitteln sollte das Theater ins Marketing für die Stadt einbezogen werden.
"Im Juni hat mir unser Intendant Lutz Hillmann von dem Vorhaben erzählt. Ich habe sofort gesagt: Ich mach’s", berichtet der Autor. Er macht sich schnell an die Arbeit, holt sich zusätzliche Literatur über Bautzen und die Lausitz nach Hause. Das Wichtigste hält er fest und setzt es in Reime. – In seiner Ballade trifft eine Touristin auf einen Bautzener. Sie fragt ihn: "Kennst Du Dich mit Bautzen aus?" – Der Städter erklärt die Vorzüge Bautzens und der Oberlausitz, weist auf die Schönheiten und Besonderheiten hin, klammert aber auch Widersprüche und dunkle Kapitel der Stadtgeschichte nicht aus. Die Fee Tausendschön und der Wassermann, die sorbische Sagengestalt, stehen ihm dabei zur Seite.
"Die beiden Figuren stehen für die Gegensätzlichkeit der Dinge, die Kontraste, die es hier gibt", sagt Michael Lorenz: das Sorbische und die Oberlausitzer Mundart, die Berge im Oberland und die Heide- und Teichlandschaft im Norden, alte und neue Bräuche.
Man darf wohl sagen, der Autor hat auf den 29 Seiten fast nichts ausgelassen, was für die Stadt und ihre Menschen wichtig ist. Die Aufzählung zeigt es: Budissa Bautzen und Silbermond, Straßenbahnen und das Sorbische National-Ensemble, das Theater und die Schulsternwarte, das Stadtmuseum und der Saurierpark, selbst die Lausitzer Fischwochen und die Bautzener Unternehmertage kommen vor.
Rund um die Eröffnung des umgebauten Theater-Haupthauses Mitte Februar hat das 20-minütige Stück Premiere. Touristin und Bautzener werden von Schauspielern verkörpert, Wassermann und Fee sind zwei große von der Hand zu bewegende Puppen. Erik Dolata inszeniert, Katharina Lorenz übernimmt die Ausstattung.
"Ich dachte, diese Geschichte muss man sich als Andenken an Bautzen mitnehmen können", erklärt Michael Lorenz, warum er das Stück auch als Buch herausgebracht hat. Und wer weiß, überlegt der Schauspieler, vielleicht warten Wassermann und Tausendschönchen ja irgendwann auch als Maskottchen auf die Touristen.
Das Buch gibt es zum Preis von 7,90 Euro in den Bautzener Buchhandlungen.
Zitat SZ 04.01.06

Karl-May-Chronik in fünf Bänden
Bamberg/Radebeul. Eine umfassende Karl-May-Biografie, die auch den hohen Ansprüchen der May-Forschung gerecht wird, ist die jetzt beim Karl-May-Verlag erscheinende, dokumentarische Karl-May-Chronik in fünf Bänden von Dieter Sudhoff und Hans-Dieter Steinmetz. Die sowohl vom Umfang wie auch von der Bedeutung her wichtigste Materialquelle war der schriftliche Nachlass Karl Mays. Das Werk gliedert sich nach Jahren, Monaten und Tagen. So findet der Leser zum Beispiel unter dem Datum 1897, 8.30 Uhr: "Spiritistische Sitzung in der Villa Shatterhand", von einem Teilnehmer heimlich protokolliert. Insgesamt wächst die Informationsdichte mit dem Alter des Schriftstellers. So umfasstBand I die 55 Jahre von 1842 bis 1896. Rückschau auf jeweils fünf bzw. die letzten reichlich zwei Lebensjahre sind im Band V (1910/30.3.1912) enthalten.
Band I und II sind bereits im Angebot des Karl-May-Museums Radebeul. Die restlichen Bände erscheinen bis Frühjahr 2006. (SZ 26.11.05)

Das Remonten-Buch
Das Buch "Remonten und Distanzritte im Königreich Sachsen" ist in allen SZ-Treffpunkten oder durch Telefon über 01802 / 30 41 48 (0,06 EU€ aus dem Festnetz der Deutschen Telekom ) erhältlich. Preis: 8,50 Euro. Versandkosten 1,95 Euro, ab 20 Euro Bestellwert versandkostenfrei.

Fein und poetisch die Görlitzer Wirklichkeit
Mit "Begegnungen" legt Siegbert Jatzko einen neuen Grafikband vor.

 

Feine Striche, sanfte Farben, fremde Welten auf matt schimmernden Buchseiten, doch die Motive sind vertraut. Die Treppe von St. Peter und Paul legt sich schräg in einen grauen Himmel, Türmchen und ihre Schatten überlagern einander, blanke Scheiben der Krischel-, der Kränzel-, der Klosterstraße spiegeln Licht, das auf Görlitz scheint. Grüne Sträucher wuchern in die noch tristen Altstadtecken, und tote Fenster bleiben unbemerkt.
Wer Görlitz liebt, findet in den Ansichten Siegbert Jatzkos viel gesehene Steine wieder, Mauern, Häuserdetails, einsame Wege und stille Kirchen, wirklich und unwirklich zugleich. Wer die Stadt nicht kennt, bekommt sicher Lust, die Gegend zu bereisen und die Stadt zu erkunden, wenn er im noch druckfrisch riechenden Band "Begegnungen" blättert.
Da sieht er über 30 Motive, die alles andere als übliche Postkartenmotive sind. Zwar lässt Jatzko Karstadt, Frauenkirche, Nikolaifriedhof, Ankerhaus, Peterskirche und Rathausturm nicht aus, doch vor allem ist es sein Blick, der sondiert und Dinge besonders macht. Das Eckhaus Hainwald/Neißstraße etwa hat in seiner Grafik kein Drumrum, freier und licht, herausgelöst aus dem Alltag scheint vieles. Die Fischmarktschule bildet einen kleinen reichen Ausschnitt in der Flucht der Schwarzen Straße, ein Arkadengang von nah schafft beinah klösterliche Ruhe am Rand des Untermarkts.
Und endlich wird auch das zweite Napoleonhaus, das in der Rosenstraße, aus seiner halbsanierten Unscheinbarkeit gerückt. Dass auf der polnische Seite nicht nur das Dom Kultury wert ist, abgebildet zu werden, zeigt der Grafiker, indem er Zgorzelecer aufsteigende Wege, normale Straßensituationen, in sein künstlerisches Visier nimmt.
Jatzko hat den nüchternen Blick, die ruhige Hand und den klaren Strich des Architekten. Hinzu kommt eine sparsame Romantik, eine sachte Melancholie und der Sinn für Natur, den Italien-Liebhaber nicht verleugnen können. Aus dem mediterranen Flair nimmt der 1937 in Görlitz geborene, Ende der 50er nach Frankfurt/Main übersiedelte freischaffende Maler und Grafiker am liebsten Inspiration und Motive. Dass Görlitz mit seiner Renaissance und den pittoresken Winkeln oft Ähnlichkeit mit Italien hat, wurde schon viel gesagt. Aber nicht das ist der Grund, Jatzkos Bilder in ein Buch zu bannen.
Schon als Siegbert Jatzko anlässlich seines 60. Geburtstags Görlitzer Ansichten in der Annenkapelle ausstellte, hatten er und Kulturamtsleiter Stefan Waldau die Idee: Irgendwann müsste man mal ein Buch daraus machen. Jatzkos Grafikband über die Toskana und Umbrien kannte Waldau und dachte, dieser Künstler und seine Ansichten weckten auf so bezaubernde Weise die Lust und den Drang, dahin zu reisen, wo er gemalt hat, das könnte ein Buch über "Ansichten aus Görlitz und Zgorzelec" sicher auch schaffen. Die beiden hielten den Gedanken fest. Jenes Irgendwann fürs Buch ist nun heran, der Bautzener Lusatia-Verlag hat den Bildband ganz neu herausgegeben, so edel, wie es sich Jatzko und Waldau vorgestellt hatten, und so einnehmend, fein und poetisch, wie es Görlitz gut tut.
"Begegnungen" von Siegbert Jatzko, 39,80 Euro, Lusatia-Verlag Bautzen, ISBN 3-936758-18-2.
Zitat SZ 15.11.05

"Granitschadl" mit dichterischer Ader
Ein neues Buch von Hans Klecker ist Beleg dafür, dass die Oberlausitz nicht arm an Mundart-Autoren ist.

"Mir Äberlausitzer Granitschadl" heißt ein neues Mundartbuch, das im November im Oberlausitzer Verlag erscheinen wird. Zusammengestellt hat es der bekannte Zittauer Mundartschriftsteller und -forscher Hans Klecker, was niemanden verwundern wird. Eine Überraschung dürfte es dagegen sein, dass auch die "Sächsische Zeitung" eine Aktie an dem Werk hat. Die SZ folgte nämlich der Empfehlung Kleckers, ihm bzw. der Redaktion zugegangene Mundarteinsendungen von Lesern in den Lokalausgaben Zittau und Löbau in der wöchentlich erscheinenden Rubrik "A unser Sproche" zu veröffentlichen. Auf diese Weise sind eine Vielzahl von Autoren wieder- bzw. neu entdeckt worden, insgesamt 36. Sie alle und darüberhinaus einige noch gar nicht bekannte Verfasser sind in dem neuen Buch mit ihren Gedichten und Erzählungen zu finden. Dabei kann man ruhig aus der Schule plaudern und verraten, dass nicht alle diese Mundartdichter die überaus schwierige Schreibweise des Dialekts mit dem rollenden "R" und "L" hundertprozentig beherrschen. Dennoch liefern sie hartnäckig immer wieder neue fantasiereiche, lesbare Manuskripte. Und Hans Klecker hat den meisten Autoren genauso hartnäckig geholfen, damit das zu Papier gebrachte den Regeln der Mundartschreibweise entspricht, ohne in den Stil der Verfasser einzugreifen. Vielleicht hat Klecker auch deshalb den Titel "Mir Äberlausitzer Granitschädel" für den Band gewählt.
Da sich die Dichtkunst im Allgemeinen und die Mundartdichtkunst im Besonderen durch Lesungen dem interessierten Publikum am besten erschließt, plant Hans Klecker 13 Buchlesungen in der Region (siehe Kasten). Damit kommt er mit der Neuerscheinung wirklich ganz in Ihre Nähe.
"Mir Äberlausitzer Granitschadl", 142 Gedichte, Geschichten, Sketsche in Oberlausitzer Mundart mit 58 Zeichnungen, 200 Seiten, Oberlausitzer Verlag, 13 Euro.

Roger Willemsen auf den Spuren von Karl May
Beim Großen Manitu, das ist schon eine verrückte Idee, die wild wuchernde Abenteuerwelt des Karl May in lediglich 23 Gedichten zu komprimieren. "Ein Schuss, ein Schrei. Das Meiste von Karl May" nennen Roger Willemsen und Michael Sowa ganz unbescheiden ihre liebevolle Hommage an Deutschlands "Jugend- und Volksschriftsteller".
Der TV-Talker, Journalist und Romancier ("Kleine Lichter") Willemsen hat sich seinen krummen Reim auf Winnetou, Old Shatterhand und Co. gemacht. In lustigen Knittelversen lässt er sein lyrisches Lasso kreisen und destilliert die zumeist komische Essenz aus den bekanntesten Romanen, von "Durch die Wüste" bis zu "Ardistan und Dschinnistan". Das klingt dann so: "Die Wüste lebt, und ich durchkämm sie/das schwör ich mir, Kara ben Nemsi." Und eine Sanddüne weiter heißt es: "Ich weiß, ich geh Euch auf den Wecker/mit meinem dumpfen Drang nach Mekka/ nur gebt doch zu, wenn ihr Euch traut, die Wüste ist auf Sand gebaut, und wen macht die Sahara froh/ist er nicht Sphinx noch Pharao?". Nun sollte man aber nicht verschweigen, dass der launige Trapper Willemsen auch so manchen müden Kalauer in seine lyrische Satteltasche gepackt hat. "So sitzen sie im Wilden Westen/über ihren Essensresten/Greenhorns, Reisende, Indianer/und ein Radebeulianer". Solche pennälerhaften Anflüge finden sich nicht wenige in diesem wunderschön aufgemachten Bändchen. Den Schatz im Silbensee wird der geneigte Leser hier nur schwerlich finden, leidlich amüsant sind etliche der davon galoppierenden Versfüße aber allemal.
Bildsprache: Einsamer Reiter
Michael Sowas Bilder zu den lyrischen Ausritten bereiten dagegen die reinste Freude. Hier ist etwas zu spüren von der Faszination früher Leseabenteuer. Einsame Reiter tasten sich durch düstere Landschaften ins Ungewisse. Ein Kanu gleitet im Schein einer einzigen gespenstisch flackernden Fackel über den nächtlichen See.
Roger Willemsen/Michael Sowa "Ein Schuss, ein Schrei - Das Meiste von Karl May" Kein & Aber Verlag, Zürich 144 S., 12,90 Euro.
(SZ 08.11.05)

Kurzweiliges aus 800 Jahren
Ob 1206 oder 1452 oder gar 1990 – in Dresden gab es immer Ereignisse, die für eine spannende Geschichte stehen. Jetzt erschien bei der edition Sächsische Zeitung eine Publikation, in der SZ-Autor Reinhard Delau Informatives und Kurzweiliges aus 800 Jahren Dresden zusammengetragen hat. Mit der sächsischen Geschichte beschäftigt sich Delau seit 1975. In dem Büchlein schreibt er von der "Stadtgründung im Dunkel des Mittelalters", von "Pest und Feuertod" und auch wie Altendresden 1549 seine Selbstständigkeit verlor. Natürlich sind einige Episoden Dresdens jüngster Geschichte gewidmet. Abgerundet wird das Buch durch viele Illustrationen. "Anekdoten aus 800 Jahren Dresden" (9,90 Euro) ist ab sofort in allen SZ-Treffpunkten erhältlich. (SZ 08.11.05).

Motive gefunden
Der offizielle Bildband der Stadt zur 800-Jahr-Feier kann ab sofort bestellt werden.
Diese Stadt ist fotogen. Das beweisen unzählige Schnappschüsse, Kalender, Bücher, fotografierende Touristen und fotografierende Profis. Das beweist auch der Bildband, der nun im Nicolaiverlag erscheint und schon auf der Umschlagseite das offizielle Jubiläumslogo trägt. "Dresden – Bilder einer Stadt" heißt er. Der Berliner Fotograf Martin Kirchner wurde drei Monate lang zum Wahl-Dresdner und fotografierte die historische Altstadt, Kunst, Kultur und Feste aller Art; ein Kapitel nennt sich "Die bewahrte Idylle" – jenseits des höfischen Barock, ein anderes "Moderne Zeiten". Auch die Dresdner selbst finden sich wieder, als Künstler, Spaziergänger, Festbesucher. Die Bilder sind im letzten Kapitel kommentiert. Freilich, Überraschendes ist nichts dabei, nichts, bei dem man stutzt.
Christiane Filius-Jehne hat den einleitenden Text geschrieben, der im Buch deutsch und englisch abgedruckt ist. Darin handelt sie in kompakter Form die mehr als 800-jährige Geschichte Dresdens ab. Heute Abend wird das Buch als offizieller Jubiläumsbildband im Stadtmuseum präsentiert, es ist in allen Buchhandlungen und in der Städtischen Galerie erhältlich. (SZ 01.10.05)
"Dresden – Bilder einer Stadt", Nicolai Verlag, 19,90 Euro

 

Erfolgreiche DDR-Reihe soll die Lausitz bewerben
Buchpremiere. Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist nun auf 452 Seiten gebannt.

Ein so dünn besiedeltes Gebiet? Harald Liehr, Leiter der Weimarer Niederlassung des Böhlau Verlags, war schon misstrauisch. Würde sich ein Buch, das zwischen Lohsa, Klitten, Großdubrau und Baruth spielt, überhaupt verkaufen. Sicher, meinten Lausitzer Kollegen. Ob sie recht behalten, wird sich zeigen. Wenn das gestern präsentierte Buch "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaften" ab sofort in den Läden liegt.
In dem grünen Band geht es um fast alles, was auf Nummer 4 652, 4 652, 4 752 und 4 753 zu finden ist. Keine geheimen Codes etwa. Es sind schlicht Messtischblätter – topographische Landkarten im Maßstab 1:25 000. Sie bilden die Grundlage für alle 67 Bände, die in der Reihe "Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat" erschienen sind.
Mit den vier Blättern als Basis gingen Wissenschaftler unterschiedlichster Art jahrelang zu Werke, erforschten die Region Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Schrieben auf, was es zu sagen gibt, über Klima, Boden, Fischerei, Tiere und Pflanzen, Sprache, Kultur – um nur ein paar wenige Aspekte zu nennen. "Außerhalb der Lausitz ist die Region ja nicht besonders bekannt", sagte der stellvertretende Landrat des Bautzener Landkreises, Wolfram Leunert. Genau deswegen wollen die Herausgeber – das Leibnitz-Institut für Länderkunde und die Sächsische Akademie der Wissenschaften – das 452 Seiten starke Werk auch intensiv an den Dresdner oder Westsachsen bringen. Mit dem aktuellen Buch ist nach neun Jahren wieder ein Lausitzer Gebiet zum Thema geworden. Frühere Bände zur Region sind inzwischen restlos ausverkauft. Anfragen gibt es trotzdem noch. Die Menschen erinnern sich eben an die erfolgreichste landeskundliche Reihe der DDR.
Seit 1957 wird Deutschland auf diese Weise systematisch erfasst, Messtischblatt für Messtischblatt. Neben Vogtland, Erzgebirge und Elbland ist die Lausitz dabei am besten abgedruckt. Begonnen hatte die Geschichte der dunkelgrünen Bücher schon in den 1930er und 1940er Jahren – als Schulprojekt. Lehrer erkundeten mit ihren Schülern unterschiedliche Regionen. Grundlage waren schon damals die Messtischblätter. Längst ist die Arbeit in Expertenhände übergegangen, zieren, im speziellen Fall, 80 Abbildungen die Seiten. (ihg)
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaften, Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat, Band 67, Böhlau Verlag 2005, 29,90 Euro.

Neue Tourismusbroschüre erschienen
Nach rechtzeitig zum Treffen des Bundes der Niederländer und dem Seifh.-dorfer Stadtfest erschien eine weitere Auflage des Tourismusmagazins "Zu Gast in Karaseks Revier". Sie enthält intessante Beiträge zur regionalen Heimatgeschichte und vielfältige Ausflugs- und Wandertipps. Desweiteren informiert sie über touristische Attraktionen, Karaseks Naturmärkte, dem bei Jung und alt beliebten Familienspaß sowie über die abenteuerlichen Schatzsuchen mit Räuberhauptmann Karasek.
Im Mittelteil der Broschüre befindet sich auch ein aktuelles Gastgeberverzeichnis des Fremdenverkehrsvereins Seifhennersdorf e. V.
Besodners freuen wir uns über ein Grußwort des bekannten Publizisten und deutschen "Literaturpapstes" Professor Hellmut Karasek.
Die gesamte Auflage von 15.000 Exemplaren wurde duch Werbung von touristischen Anbietern und Firmen finanziert.
Erhalten kann man das aktuelle Tourismusmagazin zu den Öffnungszeiten des Karasek-Museums, Toruist-Information
Heiner Haschke - Ltr. Karasek-Museum/Tourist-Info
Zitat aus den Seifhennnersdorfer Mitteilungen September 2005

Oberlausitzer Verlag mit Zittau-Buch
Rechtzeitig zur 750-Jahr-Feier der Stadt Zittau ist im Oberlausitzer Verlag Frank Nürnberger, Spitzkunnersdorf, ein kleiner, aber sehr feiner und gediegener Führer über die altehrwürdige Stadt Zittau erschienen. Dem Autor des Buches, Tino Fröde aus Olbersdorf ist ein gut recherchiertes Buch gelungen.
Das erste Kapitel stellt die Geschichte der Stadt in den Mittelpunkt, von der Stadtgründung im Mittelalter bis zum Jahre 2004 mit den Feierlichkeiten zum EU-Beitritt Polens, Tschechiens und weiterer Länder. Daran schließt sich die Vorstellung der zahlreichen besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt an, über die bekanntesten Straßen und Plätze spannt sich der Bogen weiter über die Brunnen der Stadt, über die historischen Gebäude wie Rathaus, Heffterbau und Marstall, über Zittaus Kirchen bis hin zu den Denkmälern der Stadt. Ein ausführliches Register über die Ehrenbürger der Stadt Zittau und allerlei Tipps für die ganz speziell interessierten Stadtbesucher, statistische Angaben sowie ein Personen- und Sachregister beschließen das Buch.
Zitat SZ 23.07.05

 

Zitat SZ 28.06.05
Regionaler Buchmarkt bereichert
Weitere drei Bücher sind jetzt erschienen, die die Zittau-Literatur ergänzen.

Nachdrucke zweier historischer Zittau-Schriften sind jetzt erschienen. Zunächst handelt es sich um das 1912 erschienene Buch "Zittau in 7 Jahrhunderten: ein Überblick über die Geschichte der Stadt", welches seinerzeit von einer Gruppe namhafter Zittauer Geschichtsforscher erarbeitet und von Dr. Bernhard Bruhns, Lehrer am hiesigen Realgymnasium, herausgegeben wurde. In Kapiteln über die einzelnen Jahrhunderte wird der Leser in diesem Buch in fundierter Weise durch die Zittauer Stadtgeschichte geführt. Historische Bilder ergänzen den Text. Obwohl das Buch "Zittau in 7 Jahrhunderten" nun auch schon fast 100 Jahre alt ist, gehört es neben den Stadtgeschichten von Carpzov (1716) und Pescheck (2 Bände, 1834/37) noch immer zu den Grundlagenwerken der Zittauer Stadtgeschichte.
Weiterhin ist ein Nachdruck eines Vortrages von Christian Adolph Pescheck "König Ottokar II. und die Begründung der Stadt Zittau 1255" erschienen. Pescheck hatte diesen Vortrag am 20. August 1855 anlässlich der 600-Jahr-Feier der Stadt Zittau in Anwesenheit des sächsischen Kronprinzen Albert im Bürgersaal des Rathauses gehalten und danach im "Neuen Lausitzischen Magazin" und als Seperatdruck veröffentlicht. Peschecks Schrift ist auch nach 150 Jahren noch ohne vergleichbaren Nachfolger und somit von unverändertem Interesse auch für den heutigen Leser.
Einen Architekturführer durch Zittau hat der in Lückendorf lebende Historiker Thorsten Pietschmann auf eigene Kosten vorgelegt. Auf 150 Seiten führt er uns an die schönsten und sehenswertesten Ecken der Stadt, Farbfotos von René Pech ergänzen die Texte, denen auch eine Einführung in die Stadthistorie vorangestellt ist.
"Zittau in 7 Jahrhunderten: ein Überblick über die Geschichte der Stadt" / hrsg. von Dr. Bernhard Bruhns. Aschersleben, 2005. ISBN 3-86156-092-5. 12,50 Euro.
Pescheck, Christian Adolph: "König Ottokar II. und die Begründung der Stadt Zittau 1255". Aschersleben 2005. ISBN 3-86156-064-X. 5 Euro.
Pietschmann, Thorsten/Pech, René: Zittau. Acht Jahrhunderte Architektur und Kunst. Zittau 2005. ISBN 3-929744-13-9. 14,95 Euro


Liebeserklärung an die "Sitte"
Jubiläum. Die 750-Jahr-Feier der Stadt Zittau beschert Geschichts- und Bücherfreunden die Neuauflage eines begehrten (Historien-)Bandes.
Bautzen ist die älteste Stadt der Oberlausitz, aber Zittau die geliebteste. Von keiner der Lausitzer Städte wird so viel erzählt und geschwärmt wie von der Sitte." Kein neuer Werbeprospekt für die Große Kreisstadt beinhaltet diese Worte. Sie stammen vielmehr von Otto Eduard Schmidt aus den "Kursächsischen Streifzügen" und finden sich heute auf dem Rücken eines überaus bemerkenswerten Historienbuches wieder.
"Zittau so wie es war" heißt das Werk. Zusammengestellt hat es Volker Dudeck. "Es handelt sich dabei um die zweite Auflage des Buches", erzählt der Direktor der Städtischen Museen. Die Erstauflage von 1993, 3 000 Stück, war schnell vergriffen, der Wunsch nach weiteren Exemplaren groß. Anlässlich des 750. Jubiläums der Stadterweiterung und Privilegierung Zittaus durch König Premysl Otakar II. wolle er den nun erfüllen, so Volker Dudeck. "Die Erstauflage wurde dabei inhaltlich eins zu eins übernommen", sagt er. Zahlreiche Bilder, Fotos lockern das Buch auf. Kein Wunder, heißt es doch beim Droste Verlag im Untertitel "Fotografierte Zeitgeschichte". Los geht’s beispielsweise mit einer Stadtansicht aus dem Jahre 1711, vom Mittelweg aus gesehen. Seite sechs zeigt den legendären Stadtumritt König Ottokars II. – auf einem Erinnerungsblatt zum 600. Stadtjubiläum 1855.
Es ist ein bunter Abriss Zittauer Stadtgeschichte, den Volker Dudeck bietet: von Mordbrand und Dreißigjährigem Krieg, der Straßenbahn und dem Hartauer Braunkohlenwerk, den Fliegertagen in Zittau, Kohlen-Buttig, der Landung des Luftschiffes "Sachsen" in Großporitsch und, und, und. Das Ganze wird von fundiert recherchierten Texten und vielen Zitaten umrahmt. Für Dudeck ist das Buch sicher auch seine ganz persönliche Liebeserklärung an die "Sitte". Im Vorwort schreibt er: "Meiner mir in mehr als 30 Jahren zur liebenswerten Heimat gewordenen Stadt wünsche ich, dass sie nach dem Durchschreiten einer sehr problematischen Talsohle bald wieder zu ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Stärke zurückfinden möge, die ihr einst zu so beträchtlichem Wohlstand verhalf."
Das Buch "Zittau so wie es war" erscheint im Droste Verlag Düsseldorf. Ab sofort ist es im Zittauer Stadtmuseum erhältlich. Preis: 16,20 Euro.
Zitat SZ 18.05.05

 

Die Museen im Sandsteingebirge
Der Hellerau-Verlag Dresden
hat in seiner Reihe "Kursächsische Wanderungen" jetzt einen Museumsführer für das Elbsandsteingebirge herausgebracht. "Museumstouren Sächsische Schweiz" ist ein sehr ausführlicher Führer, der nicht nur die Museen in dem berühmten Wandergebiet beschreibt, sondern auch Hinweise über ihre Entstehung gibt und erklärt, wie sie zu erreichen sind. Autor Franz Eisel beschreibt Einrichtungen mit ihren Besonderheit zwischen Pirna und Hinterhermsdorf, Stolpen und Berggießhübel. Natürlich fehlen auch Anschriften und Öffnungszeiten als Information nicht. Anhand des Buches kann der Leser eine ganze Museumstour zusammenstellen, denn der Autor zeigt auch auf, welche Museen sich in der jeweiligen Nähe der anderen befinden.
"Kursächsische Wanderungen – Museumstouren Sächsische Schweiz", Hellerau-Verlag Dresden, 4,40 Euro
(SZ 18.05.05)

 

Historischer Bildband über Löbau neu aufgelegt
Heimatinteressierte können sich freuen. Ab heute ist der historische Bildband "Löbau in der Oberlausitz" von Rudolf Drescher wieder in den Buchhandlungen erhältlich. Wegen der großen Nachfrage ist der Band neu aufgelegt worden, teilte am Freitag der Sutton Verlag in Erfurt mit. Über ein Jahr lang ist der Bildband mit einzigartigen Motiven der Stadt am Berge vergriffen gewesen. (SZ 02.05.05

 

Neues Buch: "Su räd'n mir derheeme"
Johannes Bielig stellt eine Broschüre mit Mundart-Gedichten zusammen.

Unter dem Titel "Su räd'n mir derheeme" hat jetzt der Burkauer Johannes Bielig erstmals eine Broschüre herausgegeben, in der er in Burkauer Mundart 48 Gedichte und Geschichten zusammengetragen hat. Umfangreiche Unterstützung im Umgang mit Mundart erhielt er vom Zittauer Heimatfreund Hans Klecker. Lustige Federzeichungen des Burkauer Tierarztes Dr. Matthias Trauzettel ergänzen das 60-seitige Büchlein. Die zum Westlausitzer Dialekt gehörende Mundart wird etwa eingegrenzt durch das Gebiet um Burkau, Rammenau, Frankenthal sowie Ohorn, Bretnig-Hauswalde und Steina im jetzigen Landkreis Kamenz.
Durch die Vermischung der Bevölkerung kann man heute in Burkau kaum noch von einer eigenen Mundart sprechen und die hört man ohnehin nur bei alteingessenen Einwohnern heraus. Selbst viele Bewohner dieser Gegend haben in unserer Zeit Schwierigkeiten Mundartbücher zu lesen und Kinder können den Dialekt gar nicht aussprechen. "Beim Lernen von Mundartgedichten musste ich oft vorsagen und vorlesen", ergänzt Johannes Bielig.
Die Begebenheiten des Alltages sind es, die den Burkauer Johannes Bielig immer wieder anregen, darüber Geschichten oder Mundartgedichte zu schreiben.
Vor Jahrzehnten bereits begann der jetzt fast 69-Jährige Verwandten eigene Texte vorzulesen oder Programme zu gestalten. Dabei fand er zur Mundartdichtung, zumal er seit den sechziger Jahren viel Literatur aus der Oberlausitz sammelte. Vor allem bei den Burkauer Natur- und Heimatfreunden als deren aktives Mitglied moderiert er Veranstaltungen und auch bei Familienfeiern oder in Vereinen sind "Bielig's Hans" Auftritte gefragt.
Für mehr oder weniger Mundartunkundige sind im Anhang des Buches die Worte nochmals in hochdeutscher Sprache erklärt und in mehr als 160 "Übersetzungen von A bis Z" zu finden.
Erhältlich ist das Büchlein "Su räd'n mir derheeme" für fünf Euro in Burkau bei Hans Bielig und in der Drogerie Hübner, aber auch in der Bischofswerdaer Buchhandlung Walther und der Fichte-Stube Rammenau.
Zitat SZ 30.04.05

 

Der Fürst-Pückler-Weg
Der Radweg ist mit dem stilisierten blau-weißen Zeichen der Pückler-Park-Pyramide ausgeschildert und steht ab sofort für alle Radfreunde offen. Geführte Radwandertouren und individuelle Touren auf dem Fürst-Pückler-Weg können beim Cottbuser Anbieter pro gastra gebucht werden unter Telefon 0355/8 79 01 00 ,
pro-gastra@t-online.de
Unter dem Titel "Landschaft erfahren – Radwandern auf dem Fürst-Pückler-Weg durch die Lausitz" ist ein Tourenbuch erschienen. Es beschreibt die einzelnen Tagesetappen, bietet detaillierte Karten und Streckeninformationen und gibt Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie und besondere Freizeitangebote.
Das Tourenbuch gibt es für 9,50 Euro im Buchhandel (ISBN 3-9809844-0-0) oder direkt bei der IBA.
(SZ 23.04.05

 

Bildband zur Oberlausitzer Brauereikultur erschienen
Einen Bildband über Traditionsbrauereien in der Oberlausitz hat jetzt der Sutton Verlag Erfurt herausgegeben. Auf 128 reich illustrierten Seiten nimmt Autor Peter Blath den Leser mit auf einen Streifzug durch ein Jahrhundert Brauereigeschichte. 221 historische Fotografien eröffnen faszinierende Einblicke in die Arbeitswelt der Brauer zwischen 1850 und 1970. Neben der Arbeit in der Zittauer, Wittichenauer und der LandskronBrauerei finden auch die Anfänge des Bierbrauens und das gesellige Beisammensein Berücksichtigung. So werden prägende Persönlichkeiten vorgestellt und Restaurationen gezeigt, in denen der Gerstensaft ausgeschenkt wurde. (SZ 22.04.05

 

 Neues Buch beschreibt Naturidylle
Gedruckt. "Landschaften in Deutschland" befasst sich im neuen Band mit dem Biosphärenreservat.
"Wann sind wir endlich dran?" Die Frage hört Haik-Thomas Porada oft, besonders häufig kommt sie aus der Lausitz. Als Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig ist er verantwortlich für die Redaktion von "Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat". Die wissenschaftliche Buchreihe erfasst Stück für Stück das ganze Land, besonders intensiv natürlich Sachsen. Denn "Landschaften in Deutschland" ist eine ursächsische Erfindung.
Da möchten sie gern hinein, die Freistaatbewohner mit ihren Siedlungsgebieten, Naturschönheiten, geografischen Besonderheiten. Jetzt ist die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft dran. Band 67, gerade in Druck gegangen, ist ihr gewidmet. Auf einer Fachtagung in Bautzen wurde der Rohband den Mitarbeitern von der Sächsischen Akademie der Wissenschaft, vom Leibniz-Institut und den Autoren aus der Region vorgestellt. "24 Autoren haben mitgewirkt", so Porada. "Zum Beispiel Historiker, Geografen, Kunstdenkmalpfleger."
Das Verfahren ist so alt wie einfach. Man nehme Messtischblätter – Gebietskarten im Maßstab 1:25 000 – für eine Region und wählen sich darauf bestimmte Punkte zur Beschreibung. Angewendet wird das Verfahren schon seit den 1930er Jahren. Damals sollten Schulklassen immer ein Messtischblatt als Klassenaufgabe betrachten und alles erfassen, was in natura in diesem Gebiet zu finden ist: Bäume, Straßen, Stromleitungen, Gebäude, Pflanzen, Tiere… Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die universitäre Forschung gefallen an der Idee. Das kleine Projekt wurde zur Buchreihe und "mittlerweile ist Sachsen gut erfasst. Besonders die Oberlausitz, das Vogtland und das Erzgebirge". Ist Band 67 da, müssen nur noch Hoyerswerda, Weißwasser und die Region nördlich von Görlitz aufgenommen werden.
Das Buch erscheint beim Böhlau Verlag Weimar und wird voraussichtlich im September in Bautzen vorgestellt. Preis: 29.90 Euro, 50 Seiten, 80 farbige Abbildungen und Karten.
Zitat SZ 22.04.05

 

Reise durchs wilde Lukullistan
Karl May. Der Pirnaer Autor Uwe Neßler und sein Freund Heinz Mees streifen durch die kulinarischen Gefilde des Winnetou-Erfinders.

Uwe Neßler liebt Karl May – und hat ihn zum Fressen gern. Der Lehrer aus Pirna, nunmehr im Ruhestand, verschlang früher regelrecht die Werke des Schreiberlings aus Radebeul. Besonders faszinierten ihn die kulinarischen Ergüsse, mit denen der Winnetou-Erfinder, scheinbar eher beiläufig, seine spannenden Geschichten über Amerika oder den Orient garnierte. So wimmelt es in Mays Büchern von skurriler Kost: Gegrillter Igel, gebratener Leguan, Bärentatzen mit geknüfften Klößen, türkischer Winterkaffee mit Kanonenkugeln aus Dschnibaschlü.
Zu DDR-Zeiten war es dem Pirnaer aber eher selten vergönnt, jene Speisenfolgen nachzuschlagen. Karl May war im Arbeiter- und Bauernstaat ein ungebetener Gast. Doch Neßlers Wege im Untergrund funktionierten. Mit Gleichgesinnten tauschte er Karl-May-Bücher über Zeitungsanzeigen aus – und zahlte nicht selten bis zu 120 DDR-Mark für einen Band.
Zwölfgängiges Menü
1985 brachen für den Pirnaer Lehrer, Mitglied in der literarischen Kar-May-Gesellschaft, vergleichsweise paradiesische Zeiten an. Er lernte Heinz Mees, ebenfalls Lehrer, aus Wiesbaden kennen, eine Freundschaft entstand, beide entdeckten ihre Liebe zu dem Abenteuer-Schriftsteller. Und sie ersannen eine eigenwillige Idee: Sie wollten Mays wunderbare Schilderungen über Essen und Trinken aus dem Gesamtwerk herauslösen, weil die seltsamen Menüs in den spannenden Geschichten untergingen. Sie schickten Konzept und Manuskript im vergangenen Jahr kurzerhand an den Karl-May-Verlag Bamberg – und der druckte das Werk.
Herausgekommen ist ein Lesebuch mit kulinarischen Episoden, gegliedert in ein zwölfgängiges Menü, beginnend mit einem Aperitif, gefolgt von Vorspeise, Suppe, Zwischengericht. Dem Sorbet folgen zwei Hauptgänge, Käse und Dessert. Den Abschluss bilden Kaffee, Petit fours und Digestif. Rezepte sucht der Leser vergebens – notiert ist nur, was May in seinen Werken schilderte, gewürzt mit ironischen Kommentaren und Karikaturen. Rund 90 Karl-May-Bände durchforsteten Neßler und Mees, um die Episoden aufzuspüren. Neßler stellte die Texte zusammen, erfand die Überschriften. Mees schrieb zu jedem Menügang die Einleitung. Heute präsentieren die beiden ihr Werk auf der Leipziger Buchmesse. Geladen hat ein Lokalbesitzer, ebenfalls Karl-May-Freund. Neßler und Mees lesen Passagen vor – in den Menüpausen.
"Durchs wilde Lukullistan", Essen, Trinken und Genießen bei Karl May, Neßler/Mees, ISBN 3-7802-0169-0
18.03.05

 

Vom Kuhjungen zum Volkserzähler
Biografie. Bruno Barthel schrieb über das Leben "im di Bastei rim"
Die Mundart ist der Spiegel der Volksseele", schrieb Bruno Barthel kurz vor seinem Tode im Februar 1956. Und in der Tat hat dieser "schlichte Mann aus dem Volke" in seinen Mundarterzählungen wie kein anderer die Mentalität der Dörfler und die Atmosphäre seiner Heimat mit Humor und Mutterwitz eingefangen und viel Heimat- und Volkskundliches für die Nachwelt gerettet. Zu seinem 50. Geburtstag im Jahre 1935 würdigte ihn Albert Zirkler als einen "neuen sächsischen Mundarterzähler", der es "ernst meint mit unserer sächsischen Volkssprache und unserer Mundartdichtung" und dessen Schaffen "nichts gemein hat mit verlogener Bliemchendichtung". Geboren wurde Bruno Barthel am 27. Februar 1885 in Lohmen, zog aber bald mit seiner Familie in das benachbarte Uttewalde, ein kleines, idyllisch gelegenes Dorf am Eingang zum berühmten Grund und am Rande des Basteiwaldes. Das Leben in der Steinbrecherfamilie mit 14 Kindern, in der Schmalhans stets Küchenmeister war, hat ihn geformt und seine lebenslange Verbundenheit mit den einfachen Menschen.
Nach seiner Schulzeit in Dorf Wehlen verdingte er sich als Kuhjunge und Knecht. Später suchte er sich eine Stellung als Hausbursche und Hoteldiener in Schandau, arbeitete dann einige Jahre als Fabrikarbeiter und kehrte schließlich Dresdens Straßen. Das erschütternde, lange nachwirkende Erlebnis des Ersten Weltkrieges, in dem er drei Brüder verlor und aus dem er "mit loahm'm Been" zurückkehrte, machte ihn zu einem kritischen, hinterfragenden, politischen Zeitgenossen. Ihn hielt nichts mehr in der Großstadt, es zog ihn wieder in seine "Bargheemte". Er fand zunächst Arbeit in den nahen Steinbrüchen, für den kleinen, schmächtigen Mann sicher eine einzige Schinderei. Der Versuch, als Händler sein Brot leichter zu verdienen, endete im Konkurs. Er verlor Vaterhaus und Erspartes und musste wieder als Steinbrecher in der Alten Poste in der Herrenleite bei Doberzeit "rimknittln und rimwuchtn". Wie Millionen andere Arbeiter stürzte ihn die Weltwirtschaftskrise in die Dauerarbeitslosigkeit.
Getrieben von Bildungsstreben und Wissensdurst beschäftigte er sich autodidaktisch mit Botanik, Zoologie, Geologie, Volkskunde, Regionalgeschichte und Mundart seiner Heimat. Bruno Barthel entdeckte sein Talent als Erzähler und veröffentlichte im Eigenverlag ein kleines Heft mit dem Titel "'s Lutterielus und na a poar putzge Geschichten". 1935 erschien dann "Im di Bastei rim" , ein schon umfangreicheres Bändchen mit seinen volkstümlichen Geschichten von den "Moanschettenknäppln", den "Stadtler Sandjungen", von den Weihnachtsbräuchen "uffm Durfe" und von der "Schulreese".
1936 baute er sich in Lohmen "ganz nohnde an Busch" ein kleines Siedlungshaus. "'s is di höchste Stelle in Lohmen, und ich hoa goar ni weit zi giehn, wenn'ch'n größtn Teel vunn meiner Bargheemte sahn will." Kurz vor seinem Tode erschien die erweiterte Ausgabe seines Heimat- und Volksbuches "Im di Bastei rim", die weite Verbreitung fand.
B. Barthel, Im di Bastei rim. Derselbe, Von den Steinbrechern im Elbsandsteingebirge. D. Kutschke, Steinbrüche und Steinbrecher in der Sächsischen Schweiz. Über Berg und Tal, 1935/3

 

Meiches Sagen zur Jagd
Literatur. Das Sagenbuch des Heimatforschers Alfred Meiche liest sich spannend. Auch zur Jägerei gibt es Geschichten.

Die Landschaft des Elbsandsteingebirges, der die Natur die wunderlichsten Gestaltungen gab, ist wie geschaffen für unheimliche und gespenstische Geschichten. Verwitterte Felsen zeugen von ungewöhnlichen Menschenschicksalen. Das Galgenmännl und das Holzweibl, der Wilde Jäger und die keine Ruhe findenden Geister Verstorbener, wie die Gräfin Cosel, treten in das Leben der Menschen.
Alfred Meiche, der bedeutendste Historiker der Sächsischen Schweiz, hat 213 überlieferte Sagen und Spukgeschichten in dem Buch "Sagen der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete" zusammen getragen. Hier einige der Geschichten, in denen es um Tier- und Jagdgeschichten geht: Der feurige Hund zu Schandau, Der Geist bei den Sauteichen, Der gespenstische Jäger zu Dittersbach, Das rätselhafte Licht bei Fischbach, Der wilde Jäger im Sebnitzer Walde und der Hans Märten sowie Der wilde Jäger am Angstberge. Alfred Meiche, Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete. Altis-Verlag, 14,90 Euro, ISBN 3-910195-02-4
Zitat SZ 17.02.05

 

 Mensa und Bibliothek in neuem Buch vorgestellt
Zittau. Die Zittauer Mensa und die Hochschulbibliothek gehören zu den Projekten, die in dem neuen Buch "Bauen für die Bildung – Hochschulbau in Sachsen 1991 bis 2004" zu finden sind. Auf 128 Seiten werden neue und modernisierte Hochschulgebäude, allesamt Vorhaben der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung, an den Standorten Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Zittau/Görlitz vorgestellt. (SZ 24.02.05)
ISBN 3-935243-52-9, Preis 22,80 Euro.

 

Husaren laden ein zur Reise in die Kaiserzeit - www.grossenhainer-husaren.de
Vortrag. Der Arbeitskreis Geschichte der Großenhainer Husaren gibt ein neues Buch heraus und stellt es im Kulturschloss vor.
Nach dem nahezu ausverkauften Husarenbuch der Meißner Verlagsgesellschaft und dem Erstlingswerk des Arbeitskreises Geschichte der Großenhainer Husaren vom Vorjahr folgt nun die dritte Buchveröffentlichung über die berühmten königsblauen Reiter. Am 11. März, 19 Uhr stellen sie Michael Lippert, Rainer und Dieter Lehnert im Großenhainer Kulturschloss vor. Zusammen mit einer kleinen Ausstellung wird per Bildvortrag zu einer Zeitreise in die deutsche Kaiserzeit eingeladen.
"Es geht diesmal um die Entwicklung des Husarenregiments und die Großenhainer Geschehnisse von 1875 bis zur Auflösung 1919", sagt Mitautor Michael Lippert. Auch Bezüge zum sächsischen Königshaus werden eine Rolle spielen. Mit historischen Aufnahmen, Grammophoneinspielungen und originalen Trompetenklängen werden die Gäste in die Zeit des Husarenregiments versetzt.
Erstes Buch wird konkretisiert
Von Neuem anfangen mussten die Husarenfreunde für ihren zweiten Streich nicht. "Wir hatten schon vor etwa zehn Jahren, als wir mit der Materialsammlung zu den Husaren begannen, eine Zeitleiste, die immer weiter ergänzt wurde", so Dieter Lehnert. Bei ihm sind es bis heute drei dicke Ordner geworden, Michael Lippert hat vier. So chronologisch ist nun auch das neue Buch aufgebaut. Lippert: "Es war ja von Anfang an unser Ziel, weitere Bücher folgen zu lassen, in denen wir den allgemeinen Abriss aus dem ersten Werk vertiefen."
Jetzt sollen alle die Leser auf ihre Kosten kommen, die sich weniger für die Uniform der Königsblauen, für ihre Bewaffnung interessieren. Dafür aber mehr über die Abhängigkeit der Regimentsentwicklung mit dem sächsischen Königshaus und der Einfluss auf das gesellschaftliche Leben in Großenhain wissen wollen. Der geneigte Leser kann also nachschlagen, wann König Friedrich August das neue Carolabad besuchte, wann der Militärverein Königshusaren gegründet wurde oder warum während des ersten Weltkrieges trotzdem Husaren bei der Einweihung des Dianabrunnens dabei waren, nämlich die Ersatzabteilung.

Die Autoren hoffen, den Großenhainern damit wieder was Neues aus ihren Forschungsergebnissen zugänglich zu machen. "Denn in erster Linie werden Großenhainer unser Buch kaufen", vermutet Lippert. Die Auflage des ersten Geschichtsexkurses von 750 Stück ist Lippert zufolge fast vergriffen. Das zweite Buch soll beim Aspekte-Verlag in der selben Auflage erscheinen und wird am 11. März im Großenhainer Schloss verkauft, bestätigt Thomas Rieß vom Gräser-Verlag. Der trägt das wirtschaftliche Risiko der neuen Ausgabe.
Ausstellung mit Leihgaben
Ein Fachbuch soll es also nicht sein, trotzdem ein sehr spezielles und exaktes Nachschlagewerk. Lippert: "Allerdings gab es zu zahlreichen Ereignissen auch unterschiedliche Angaben, die wir prüfen mussten." Zitiert wird aus unterschiedlichsten Quellen, unter anderem auch aus SZ-Artikeln. Was an Postkarten, Zeitungsannoncen oder Fotos verwendet wird, stamme ausschließlich aus dem Archiv der zehn Arbeitskreismitglieder.
Leihgaben hingegen finden in der Ausstellung am 11. März Verwendung, die diesmal aber, aus Sicherheitsgründen, mit im Saal aufgebaut wird. Rainer Lehnert wird wieder Trompete blasen. Im etwa zweistündigen Bildervortrag (mit Pause) werden die drei Hobby-Militärhistoriker den geschichtlichen Abriss aus dem Buch darlegen. Geworben wird sicherlich für die nächsten Kavallerietage des Arbeitskreises im Juli. Dabei sein wird auch der "Schleuderhaufen". So nennen die Uniformierten liebevoll ihre zeitgemäß kostümierten Ehefrauen.
Zitat SZ 26.02.05

 

Wo von Ferne grüßend der Jeschken winkt
Neuer Wanderführer durch die Gegend am Fuße des Berges Jeschken bei Liberec auf Deutsch
Von Ingolf Sperling
Ein brandneuer umfangreicher und informativer Touristenführer mit dem Titel
"Jested und Podjestedi - Wanderführer durch das Jeschkengebirge und seine Umgebung" von Marek Rehacek wurde vom Verlag Kalendar Liberecka aus Liberec (Reichenberg) in deutscher Sprache herausgegeben.
Der Wanderführer knüpft an das bereits im Jahr 2003 erschienene Buch "Das Isergebirge" Wanderführer durch das Gebirge und seine Umgebung" an. (SZ, 2. April 2004)
Dieser 207 Seiten starke Wanderführer ist so aufgebaut, dass er nicht nur praktische Informationen gibt, sondern auch alles am Wegesrand Liegende erschließt und die Aufmerksamkeit auf viel Kurioses lenkt. Auch Leben und Brauchtum der Bewohner kommt nicht zu kurz.
Der Wanderführer besteht aus sechs Hauptteilen. In erstem Allgemeinen Teil erfahren wir viel über die Landschaft sowie über Geologie, Gewässer, Fauna, Flora, Klima und Wetter. Auch über die Bewohner und deren wechselvolle Verwaltungszugehörigkeit und Religion.
Der zweite Teil behandelt die zwei wichtigen Wanderziele des Jeschkenkammes am Berg Jeschken selber mit einem außergewöhnlichen Rundblick und futuristischen Hotel. Dabei wird von alten Sagen und Aufstiegswettkämpfen berichtet. Und dann wird von dem Berghang Plane berichtet, der eine Frischlufttankstelle der Liberecer Stadtbevölkerung gewesen ist. Durch den Verfall der Berggasthöfe verlor die Erhebung immer mehr an Anziehungskraft und Bedeutung für den Tourismus.
Im dritten Abschnitt werden die bedeutendsten Orte wie Cesky Dub, Hodkovice nad Mohelkou, Chrastava, Jablonné v Podjestedí, Krystofovo Udolí, Krízany, Lazne Kundratice usw. vorgestellt.
Der nächste Abschnitt des Wanderführers befasst sich mit Burgen, Schlössern und Burgruinen der näheren Umgebung. Die bedeutendste Anlage ist dabei sicherlich in Sychrov. Dort reicht die Schlossgeschichte bis in das 15. Jahrhundert. Mit der Besitznahme durch die bedeutende französische Adelfamilie von Rohan kam auch eine einzigartige Sammlung von 250 Portraitmalereien mit in den repräsentativen Sitz in neugotischem Stil. Auch das Schloss Lemberk mit seiner bekanntesten Figur der Heiligen Zdislava und die Burgruine Hamrstejn, die einst wichtige Wachburg war, werden beschrieben.
Um jedoch die Eindrücke dieses Landstriches in seiner ganzen Schönheit zu genießen, sollte man sich für die im Kapitel Ausflüge detailliert beschriebenen Wanderungen etwas Zeit nehmen. Denn nur so kann man von versteckten Gedenksteinen grausiger Verbrechen und bedeutender Heimatdichtern erfahren. Auch von einem Riesenfass wird erzählt, das einst auf dem Jaberlich thronte. Für Radtouristen werden vier ausgewählte Strecken beschrieben.
Im letzten Kapitel wird auf eine Auswahl an Unterkünften hingewiesen. Denn auch Sie werden sich in das Land unter dem Jeschken verlieben und bestimmt einmal für länger zu einem Abstecher bleiben.
Somit verabschiedet sich der viel versprechende Autor Marek Rehacek mit seinem neusten Buch und wir hoffen, dass die Wanderführerreihe bald erweitert wird.
Der neue Wanderführer "Jested und Podjested sowie das Buch über "Das Isergebirge " kann leider noch nicht in Deutschland erworben werden.
Ein Versand ist jedoch über den Autor dieses Artikels (Tel.: 035843-20481 & Fax: 035843-22893) möglich.
Er kostet in tschechischen Informationsstellen und Buchhandlungen 250 Kronen (ca. 8,50 €)

 

Neue Übersicht der Farn- und Samenpflanzen
Ein komplett neu bearbeitetes Verzeichnis der Farn- und Samenpflanzen der Oberlausitz ist als Band 12 der "Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz" erschienen. Auf fast 400 Seiten findet der Leser Informationen über mehr als 2 000 Pflanzenarten, die in der Region nachgewiesen sind. Autor ist der ehemalige Bischofswerdaer Gymnasiallehrer Hans-Werner Otto, der seit Jahrzehnten die heimische Pflanzenwelt erforscht. Die Publikation ist für 18 Euro im Naturkundemuseum Görlitz erhältlich. - Zitat SZ 10.02.05

Touren zum Valtenberg und den Kälbersteinen
Die "Lausitzer Wanderbücher" geben Tipps für Ausflüge in der Region und interessante Informationen zu den Sehenswürdigkeiten.

Letztes Jahr erschienen die Bände 1 der Reihe "Lausitzer Wanderbuch" mit den Teilen zu den "Umgegenden von Zittau", " ... Löbau" und " ... Bischofswerda - Kamenz - Bautzen" zum zweiten Mal, als Nachdruck erfolgreich auf dem Buchmarkt.
Nun sind auch die jeweils zweiten Bände der "Lausitzer Wanderbücher" als Nachdruck im Naumburger Verlagshaus erschienen. Die Bände waren erstmals im Jahr 1923 erschienen und erlebten nun einen originalgetreuen Nachdruck, versehen mit einem erläuternden Vorwort. Was bringen nun die zweiten Teile des "Lausitzer Wanderbuches"? Der zweite Band für die "Umgegend von Zittau" bringt schwerpunktmäßig Wandervorschläge für den östlichen Teil der ehemaligen Amtshauptmannschaft Zittau, das heutige deutsch - polnisch - tschechische Grenzgebiet, das Dreiländereck, die Euroregion Neiße.
Wanderziele sind dabei unter anderem das Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal, Rohnau, Friedland, Oppelsdorf, Grafenstein, Christophsgrund, Weißkirchen und Reichenberg. Aber auch die Ruine Hammerstein, der Gickelsberg, der Jeschken und die Eduardsbuche gehören zu den Ausflugstipps. Interessantes und Wissenswertes wird auch über die Siedlungsformen im Zittauer Tal, die Zittauer Schmiedekunst und die Wasser- und Gasversorgung in Zittau berichtet. Die Braunkohlenlager, sowie das Braunkohlenwerk und das Kraftwerk in Hirschfelde sind weitere Themen. Der zweite Band für die "Umgegend von Löbau" führt mit neuen Wandervorschlägen vom Rotstein über Jauernick zur Landeskrone, durch das Petersbach- und Pließnitztal zum Eigenschen Kreis, durch das Tal des Schwarzen Schöps nach den Königshainer Bergen, nach Herrnhut, Niederoderwitz, Weißenberg, durch das obere Spreetal, zum Strohmberg, zum Bieleboh und in die Gröditzer Skala. Aber auch über die Museen in Löbau und die Städtischen Betriebe in Löbau wird viel interessantes und wissenswertes berichtet. Der zweite Band für die "Umgegend von Bautzen mit Bischofswerda und Kamenz" führt zum Beispiel mit neuen Wandervorschlägen von Bischofswerda zum Valtenberg, in die Kamenz-Elstraer Grauwackenberge, nach Cunewalde, Kirschau, Schirgiswalde, zu den Kälbersteinen. Aber auch über die Schönheit der Stadt Bautzen, das Schlachtfeld von 1813, die Pflanzenwelt der Bautzener Anlagen und das Teichfischen in der Heide wird berichtet.
So spannt sich wieder ein breiter Bogen allseitiger und umfassender Berichterstattung durch diese zweiten Teile des "Lausitzer Wanderbuches". Bleibt also nur zu hoffen und zu wünschen, dass auch die Leser am Beginn des 21. Jahrhunderts wieder eben so viel Freude an der Lektüre dieser Bände finden und ebenso schöne und erholsame Wanderungen unternehmen werden, wie ihre Vorfahren vor über 80 Jahren.
"Lausitzer Wanderbuch, Umgegend von Bautzen, mit Bischofswerda und Kamenz, zweiter Teil" (Nachdruck der Ausgabe Dresden 1923). - Aschersleben : Naumburger Verlagsanstalt, 2004. - 88 Seiten : Illustrationen, ISBN 3-86156-085-2 Preis. fünf Euro.
Ziat SZ 05.01.05

 

Mundart-CD gibt es bereits in der zweiten Auflage
Die CD "Unse Sproche labt" mit historischen Mundartbeiträgen aus dem Archiv von Herbert Andert ist auch noch ein reichliches Jahr nach ihrem Erscheinen gefragt. "Unsere erste Auflage von 350 Stück war schnell vergriffen", sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende der Aberschbächer Heedelirchen, Heidrun Hensel. Auf Initiative des traditionsreichen und mit Mundartforscher und -dichter Herbert Andert eng verbundenen Chores ist die CD hergestellt worden. Jetzt sind erneut 300 Scheiben im Handel und ein Teil davon wieder vergriffen. "Die CD ist ein Geschenk für das ganze Jahr hindurch, und wird gern als Heimatgruß in die Fremde verschickt", sagt Heidrun Hensel. Fünf Monate haben die Heedelirchen für die CD im Fundus des Mundartarchivs von Herbert Andert geforscht. (SZ/hg)
Die CD "Unse Sproche labt" ist für 12,50 Euro erhältlich: Fremdenverkehrsbüro und Buchhandlung Richter in Ebersbach, Touristinformation im Faktorenhof, Beckenbergmuseum und Elektrogeschäft Duscha in Eibau, Buchhandlung Hanke in Neugersdorf, Haus des Gastes in Obercunnersdorf, Reiterhaus und Buchhandlung Nitschke in Neusalza-Spremberg, Christl. Buchhandlung in Schirgiswalde, Fremdenverkehrsamt Sohland.
Initiative für Ebersbach lädt zum Gesprächsabend ein Ebersbach. Zum ersten Bürgergespräch im neuen Jahr lädt heute Abend die Initiative für Ebersbach (IfE) ein. Es findet wieder von 18 bis 20 Uhr in der "Alten Mangel" statt. Die IfE war im Zuge eines möglichen Städtezusammenschlusses zwischen Ebersbach und Neugersdorf gegründet worden und gleich bei der jüngsten Kommunalwahl in den Stadtrat eingezogen. (SZ 04.01.05)

 

"Unse Sproche labt" – eine Rarität - Eine CD mit einmaligen historischen Mundartbeiträgen aus dem Archiv von Herbert Andert ist jetzt erschienen
Innerhalb von fünf Monaten ist jetzt eine einzigartige CD mit Oberlausitzer Mundart entstanden, die ab dieser Woche erhältlich ist. Auf ihr sind Mundartpfleger wie Hermann und Herbert Andert, aber auch historische Aufnahmen aus dem Jahre 1938 von den Ebersbacher Edelrollern und den Oppacher Wachteln zu hören.
"Wir haben schon viele historische Tonbandaufzeichnungen für Familienfeiern oder Jubiläen für eine CD aufbereitet, aber bis ins Jahr 1938 sind wir dabei noch nicht vorgedrungen", sagt Matthias Bogner. Er hat in seinem "Farmhouse-Tonstudio" in Löbau im Auftrag der Aberschbächer Heedelirchen alte Aufnahmen in Mundart für eine CD aufbereitet, die jetzt erhältlich ist. Für die alten Schallplattenaufnahmen von 1938 mit den Ebersbacher Edelrollern hat sich Matthias Bogner extra einen hochwertigen Plattenspieler besorgt. In seinem Tonstudio filtert er dann so gut es geht Rausch- und andere Störgeräusche raus. Das war vor allem auch bei den Tonbandaufnahmen aus den 50er Jahren notwendig, sagt er.
Das Produkt, eine einzigartige CD mit Mundartliedern, einer kleinen Geschichte und Sprüchen, kann sich sehen lassen. Das es überhaupt dazu kam, ist den Aberschbächer Heedelirchen zu verdanken. Die fassten hierzu den Entschluss nach einer überaus erfolgreichen Veranstaltung im November 2002 mit Mundartforscher und -dichter Herbert Andert in der "Alten Mangel". Auch wir Heedelirchen beobachten mit Sorge, dass es mit der Oberlausitzer Mundart immer mehr zurückgeht und gute Mundartsprecher rar geworden sind", sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Heidrun Hensel.
Fünf Monate haben die Heedelirchen ab Januar gebraucht, um letztendlich aus dem umfangreichen Fundus des Mundartarchivs von Herbert Andert eine Auswahl an Texten und Liedern für die CD zu treffen. Einen Großteil der Arbeit bürdeten sich davon die künstlerische Leiterin des Vereins, Helga Brösel und Heidrun Hensel auf. Zig Tonbänder und mindestens zehn Kassetten haben sie abgehört. Die Heedelirche Evelin Graf besitzt noch Grammophonplatten, die im Jahre 1938 in Berlin mit den Ebersbacher Edelrollern aufgenommen worden waren und weitere Aufnahmen aus der Zeit mit den Oppacher Wachteln, deren Leiter ebenfalls Herbert Andert gewesen ist, bevor er sich der Heedelirchen annahm.
"Gemeinsam mit Herbert Andert haben wir dann eine Vorauswahl getroffen", sagt Heidrun Hensel. Sie war es auch, die ihn nicht lange dazu bitten musste eine seiner Geschichten in Mundart mit auf die CD zu nehmen. Es ist eine wahre Begebenheit, die Herbert Andert als Zehnjähriger bei einem Tagesausflug in die böhmische Schweiz mit seinem Vater Hermann erlebte. Herbert Andert hatte eine von ihm besprochene Kassette, unter anderem mit dieser Geschichte, Heidrun Hensel zum 60. Geburtstag geschenkt. "Steenreiche Leute" heißt sie. In einer Kurzfassung von 15 Minuten erzählt hier Herbert Andert wie er mit seinem Vater, dem anerkannten Heimatforscher, einmal zum Steine klopfen mitging, wie er die Wegzehrung vor Hunger schon vorher allein aufaß und wie beide dann, weil sie den letzten Zug verpassten, die ganze Nacht zu Fuß wieder bis nach Ebersbach wanderten.
Die CD ist eine Hochachtung der Heedelirchen vor der Leistung Herbert Anderts für die Mundartpflege und seines Lebenswerkes. Immerhin hat er den Gesangsverein 40 Jahre geleitet. Auf der CD sind neben Hermann und Herbert Andert aber auch Originalaufnahmen von anderen verdienten Oberlausitzer Mundartsprechern zu hören.
Als Ohrenschmaus wurden Gedichte und Szenen von Ebersbachs Altbürgermeister Camillo Gocht und dem ersten Leiter der Edelroller Richard Wünsche zusammengestellt. Weiter sind noch einmal die Stimmen von Bruno Israel und Liesel Miethe aus Neugersdorf zu hören sowie Helmut Brösel, Meta Bradatsch und Evelin Graf aus Ebersbach. "Wir haben erst einmal 300 CD anfertigen lassen", sagt Heidrun Hensel. Die Heedelirchen sind froh, dass sie dabei über die Vereinsförderungsaktion der Volksbank Löbau-Zittau und der Sächsischen Zeitung mit 600 Euro unterstützt wurden.
Die CD "Unse Sproche labt" ist für 12,50 Euro erhältlich: Fremdenverkehrsbüro und Buchhandlung Richter in Ebersbach, Touristinformation im Faktorenhof, Beckenbergmuseum und Elektrogeschäft Duscha in Eibau, Buchhandlung Hanke in Neugersdorf, Haus des Gastes in Obercunnersdorf, Reiterhaus und Buchhandlung Nitschke in Neusalza-Spremberg, Christliche Buchhandlung in Schirgiswalde, Fremdenverkehrsamt Sohland.

 

Dramentexte in der "Sorbischen Bibliothek"
Bautzen. Den fünften Band in der Reihe "Sorbische Bibliothek" hat der Bautzner Domowina-Verlag herausgegeben. Die Dramen "Die wendische Schiffahrt" und "Kim Broiler. Ein Tierstück in drei Bildern" von Kito Lorenc erscheinen damit erstmals in Buchform. - Sz 20.12.04

 

Büchlein über das Klosterleben
Zur 770-jährigen Gründungsfeier des Zisterzienserklosters St. Marienthal ist eine schmale Broschüre über zwei Jahrhunderte Klosterleben erschienen. Die Ostritzerin Josefine Schmacht stellt die Entwicklungen des Klosters anhand der Äbtissinnen von 1800 bis 2000 vor. Die Autorin umreißt in der Chronik kurz dabei Lebensdaten und Taten der Frauen und flechtet nebenbei gesellschaftliche Änderungen ein. Eine komplette und komplexe Geschichte will und kann das Büchlein nicht bieten, da es als Provisorium gedacht ist. (SZ/abl)
Schmacht, Josefine: Die Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienthal von 1800 bis 2000 im Spiegel ihrer Äbtissinnen. Görlitz: StadtBild-Verlag, 2004. Preis: 3 Euro.

Zweite Auflage von Guggenheimers Buch
Der Lusatia-Verlag bereitet eine zweite Auflage des Görlitz-Buchs von Michael Guggenheimer vor. Die ersten 2 000 Bücher sind fast alle verkauft. Zudem ist "Görlitz. Schicht um Schicht" auch ins Polnische übersetzt, aber noch nicht verlegt worden. (SZ/abl)

Buch zur Kirchengeschichte nach 1945 erschienen
Über die Geschichte der evangelische Kirche der Region zur SED-Zeit ist ein neues Buch erschienen. Es ist die zweite Folge in einer Reihe von Dietmar Neß, die bei Winter in Herrnhut erschienen ist. Der Band bietet Aufsätze und Dokumente zur Zeit. (SZ/abl)

Bahlckes Geschichte der Oberlausitz neu aufgelegt
Eine zweite, überarbeitete Auflage der "Geschichte der Oberlausitz" ist jetzt im Leipziger Universitätsverlag erschienen. Das von Joachim Bahlcke herausgegebene Buch stellt in wissenschaftlichen Aufsätzen Herrschaft Gesellschaft und Kultur der Oberlausitz vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts dar. Es kostet 21,50 Euro und ist unter der ISB-Nummer: 3-935693-46-X zu bestellen. (SZ 11.12.04


Neue Biografie über Rietschel
Anlässlich des 200. Geburtstages des Bildhauers Ernst Rietschel am 14. Dezember ist eine neue Biografie über den Künstler erschienen. Das mit zahlreichen Abbildungen illustrierte Buch beleuchtet das Verhältnis zwischen dem aus Pulsnitz stammenden Künstler und der Stadt Dresden als einer seiner wichtigsten Wirkungsstätten, wie der Hellerau-Verlag Dresden gestern mitteilte. Im Zentrum des Buches von Lothar Dunsch stehen Rietschels Werdegang und sein Bezug zu den politischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Das Buch ist im Hellerau-Verlag erschienen und kostet 4,40 Euro. (SZ 08.12.04)

 

Buch fast vergriffen
Von dem erst vor wenigen Wochen erschienenen und bei einer Präsentation in dem Dorf vorgestellten Buch "Baruth in Sachsen 1945 -1950" von Margarete Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld sind nur noch einige Restexemplare zu haben. Das sagte jetzt der Sohn der Autorin Björn Lippe-Weißenfeld Hamer gegenüber der SZ. In dem Buch, das aus Anlass des 15-jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung erschienen ist, setzt sich die Autorin mit der Entwicklung Baruths in den ersten fünf Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges auseinander. Den sehr knappen Zeitraum wählte sie, um die gesellschaftlichen Umwälzungen jener Jahre und deren Auswirkung auf das Dorf – unter anderem wurde das Baruther Schloss abgerissen – möglichst anschaulich und umfassend darstellen zu können.
Wie Björn Lippe-Weißenfeld Hamer sagte, plant seine Mutter auch auf Grund der überraschend großen Resonanz eine Fortsetzung des Buches. "Wir haben sogar Anfragen aus dem Raum Leipzig und Wurzen bekommen, das hat uns beeindruckt", sagte er. (SZ)
Restexemplare des Buches können unter (035932) 3 06 91 beim Baruther Heimatverein bestellt werden.
Zitat SZ 02.12.04

 

Silesia Nova erscheint im Görlitzer Neisse Verlag - Geschichte und Gegenwart Schlesiens auf 120 Seiten
Im Görlitzer Neisse Verlag erscheint in der nächsten Woche unter dem Titel Silesia Nova die erste Ausgabe einer internationalen Zweimonatszeitschrift für Kultur und Geschichte. Auf 120 Seiten veröffentlicht sie Beiträge zu Themen der Geschichte und Gegenwart Schlesiens und seiner Nachbarregionen. Die Zeitschrift erscheint in deutscher Sprache. Sie wendet sich an deutsche und polnische Leser, die sich für die gemeinsame Kulturgeschichte und die europäische Zukunft interessieren.
Herausgeber von Silesia Nova sind der Kulturbeauftragte am Deutschen Generalkonsulat in Breslau, Rainer Sachs, der Germanist Edward Bialek und der Historiker Roscislaw Zerelik von der Universtät Wroclaw sowie der Görlitzer Verleger Detlef Krell.
Wanderer und Mittler zwischen Generationen
Silesia Nova, so die Herausgeber im Geleitwort, sei "zwar eine deutschsprachige, keinesfalls aber eine deutsche Zeitschrift". Ihr intellektueller Anspruch sei es, "Wanderer und Mittler" zu sein zwischen den Generationen, zwischen dem Ererbten und der Gegenwart. Zu den Autoren der ersten Ausgabe gehören die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk, der Kulturreferent für Schlesien, Tobias Weger, die emeritierte Breslauer Germanistikprofessorin Anna Stroka und die junge Düsseldorfer Germanistin Antje Johanning, der Konzerttrompeter an der Breslauer Philharmonie, Marek Janczara, und die junge Görlitzer Journalistin Ines Eifler.
Thematisch bewegt sich die erste Ausgabe in Breslau (Wroclaw) und im Glatzer Land, in Hirschberg (Jelenia Góra), Agnetendorf (Jagniatkow), Görlitz und auch Lauban (Luban).
Der Vertrieb erfolgt in Deutschland und in Polen über den Buchhandel, über Buchverkaufsstellen in touristischen Zentren sowie über Abonnements. Der Einzelverkaufspreis beträgt 8 Euro, in Polen 19 Zloty. (SZ 23.10.04)

 

Buch zur Geschichte des Waldes ist wieder erhältlich.
Neschwitz/Spitzkunnersdorf. Seit kurzem ist ein Nachdruck des forstgeschichtliches Werkes "Der Oberlausitzer Wald" von Arnold von Vietinghoff-Riesch wieder erhältlich. Die Erstauflage des Buches erschien vor 43 Jahren. Es enthält einen Abriss der Waldgeschichte in der Region sowie unter anderem zu den Themen Jagd und Holznutzung. Der Autor des Werkes stammt aus Neschwitz und studierte später Forstwirtschaft. (SZ 02.12.04)
"Der Oberlausitzer Wald" von Arnold von Vietinghoff-Riesch, erhältlich bei Frank Nürnberger, Oberlausitzer Verlag, Obere Zeile 4a, 02794 Spitzkunnersdorf, Preis: 29,90 Euro.

 

"Glaube & Macht" zieht gute Bilanz
Über die erfolgreiche Bilanz der 2. Sächsischen Landesausstellung "Glaube und Macht" berichtet jetzt eine Broschüre. Texte, Statistiken und Fotos erinnern daran,
wie sich im Sommer insgesamt 226 334 Besucher auf Schloss Hartenfels und in der Stadt Torgau mit hochkarätiger Kunst und Sachsens Geschichte in der Zeit der Reformation beschäftigten.
26 Prozent der Besucher hatten in Tages- und Wochenzeitungen von der Schau erfahren, andere waren durch die Großplakate mit den "staunenden Mädchen" aufmerksam geworden. Viele Schüler Sachsens nutzten die Möglichkeit, im Rahmen des Projekts "1 000 Schulklassen – 500 Busse" kostengünstig nach Torgau zu fahren. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen hatte mit den sächsischen Sparkassen das Projekt finanziert. (SZ 20.11.04)

 

Neuerscheinungen aus Sächsischen Verlagen
Wie im Sudetenland gekocht wurde

Küchenmeister Harald Saul erweitert seine Buch-Reihe von Familienrezepten. Seine neue kulinarische Reise führt ins Sudetenland. Sächsische, schlesische, böhmische, bayerische und österreichische Bräuche mischten sich dort. Auf den Tisch kamen Bosniaken-Karpfen, Grottauer Liwanzen oder Dalken mit Pflaumenmus. Die Rezepte ließ sich der Autor von ehemaligen Sudetendeutschen erzählen. Sie berichten zugleich von Kindheit und Heimat, von schmerzhaften Verlusten. Für viele sind die typischen Speisen wichtigster Teil der Erinnerung: "Familienrezepte aus dem Sudetenland", Buchverlag für die Frau Leipzig, 15,90 Euro.

Wie sich der Plauensche Grund veränderte
Über steilen Felsen thront die Begerburg. Der Steinbruch arbeitet sich gefährlich nahe an das Gebäude heran. Doch noch stört keine Autobahnbrücke den Blick über den Plauenschen Grund bei Freital. Ansichtskarten aus der Zeit von 1895 bis 1940 zeigen detailliert, wie sich die Landschaft veränderte. Die Industrialisierung hinterließ sichtbare Spuren. Ortsteile wie Dölzschen wurden dichter besiedelt, das Café Hohendölzschen lockte mit weiter Aussicht. Für Kenner der Region dürften sich aufschlussreiche Vergleiche ergeben: "Der Plauensche Grund auf historischen Ansichtskarten", Freitaler Bücherstube, 11,90 Euro.

Wie Hauptmann in Radebeul sein Glück fand
Drei Brüder, drei Schwestern, drei glückliche Ehen. Was wie ein Märchen klingt, ereignete sich in der Barkengasse 6 in Radebeul-Zitzschewig, im Hohenhaus. Der schlossähnliche Bau gehörte dem Wollgroßhändler und Weinbergbesitzer Thienemann. Seine Töchter heirateten die Hauptmanns. Gerhart fand bei Marie sein Glück. Sie unterstützte sein Studium und ersparte dem jungen Autor das landesübliche Literatenelend. Die liebliche Landschaft der Lößnitz lockte auch andere Autoren an. Manfred Altner rettet manche vor dem Vergessenwerden: "Literarische Wanderungen durch Radebeul", Hellerau-Verlag, 4,40 Euro.

Wie die Waldschnepfe im Elbsandsteingebiet lebt
Am Abend, wenn man Glück hat, kann man es hören: ein scharfes, hohes "psip" und ein leises, tiefes "quorr-quorr". Das ist die Waldschnepfe, die balzend ihr Revier überfliegt. Informationen über den Vogel sind schöne Zutat in einem Wander- und Naturführer, der zu Entdeckungen am Rand der Sächsischen Schweiz einlädt. Zwanzig Touren werden nach allen Regeln der Kunst beschrieben. Sie führen von den Bergwiesen um Oelsen über den Cottaer Spitzberg und den Liebethaler Grund bis zum Tanzplan bei Sebnitz: "Am Rande der Sächsischen Schweiz", Berg- und Naturverlag Rölke Dresden, 14,90 Euro.
SZ 15.10.04

 

Neues Buch. Der bekannte Meißner Stadt-Chronist Gerhard Steinecke hat ein neues Buch herausgebracht. Es trägt den Titel "Unser Meißen - 1929 bis 2004" und ist ab sofort im Buchhandel für 24,90 Euro erhältlich. Schwerpunkte sind der Nationalsozialismus in der Porzellanstadt sowie die DDR-Zeit. 25.09.04

 

OP-Saal und Zungenmusik - Neuer Museumsführer für Sachsen ist erschienen
Zum Beispiel Bad Gottleuba: Zwei rührige Pflegerinnen haben dort in den vergangenen Jahren die Initiative ergriffen und eine in Sachsen einmalige Sammlung historischer medizinischer Geräte und Möbel aufgebaut. Ein Operationssaal von 1930, eine alte Röntgenabteilung und ein altes Labor sind unter anderem zu besichtigen. Die Historischen Sammlungen im Gesundheitspark sind eines von zahlreichen Museen in Sachsen, die in jüngster Zeit neu entstanden sind.
Aufgelistet sind sie im neuen, aktualisierten Museumsführer für Sachsen, der soeben erschienen ist. 470 Museen sind darin beschrieben, das sind 170 mehr als in der letzten Ausgabe von 1998. Die Zahl der Museen im Freistaat wächst kontinuierlich. Seit der Wende habe sie sich von rund 250 auf derzeit 470 fast verdoppelt, sagte Kunstminister Matthias Rößler gestern bei der Vorstellung des 350 Seiten starken Buches. Mit dieser musealen Vielfalt sei Sachsen führend in Deutschland. "Was anderswo das Kochbuch ist, ist für Sachsen der Museumsführer. Er darf in keinem Haushalt fehlen", warb der Minister.
Ohne Ehrenamtliche gäbe es diese Vielfalt nicht
Die Trägerstruktur der Museen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Neben den etwa 50 staatlichen Einrichtungen sind heute 260 in kommunaler Hand, rund 100 gehören zu Vereinen, 20 zu privaten Initiativen, 14 zu Stiftungen und fünf werden von Kirchen betrieben. Neben bekannten Häusern in den großen Städten geht das im Führer vom Museum Stadtgeschichte Perlmutter in Adorf über das Suppenmuseum in Neudorf bis zur Zungeninstrumenten-Sammlungen in Zwota. Regelmäßige Öffnungszeiten und ein fester Ansprechpartner waren die Mindestvoraussetzungen, um in das Buch aufgenommen zu werden, erklärte der Direktor der Landesstelle für Museumswesen, Joachim Voigtmann. "Ohne das große Engagement von Ehrenamtlichen wäre diese Vielfalt nicht möglich", betonte er. Als Dank wurden daher gestern in Radebeul 30 Ehrenamtliche aus dem Museumsbereich ausgezeichnet. Rößler betonte die Bedeutung der Museen für die Identität der Sachsen ebenso wie für den Tourismus. Im Freistaat werden jährlich rund acht Millionen Museumsbesucher gezählt.
Der Museumsführer, der in allen Buchhandlungen erhältlich ist, präsentiert die Einrichtungen mit zahlreichen Abbildungen in alphabetischer Reihenfolge der Orte. Er ist in einer Auflage von 3 000 Stück erschienen im Deutschen Kunstverlag – der allerdings kommt aus München und nicht aus Sachsen.
Museen in Sachsen, Deutscher Kunstverlag, 351 Seiten, 12,80 Euro

 

Zweitauflage von Sagen in Neschwitz
Neschwitz. Auf Grund der großen Nachfrage geben die Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz die Broschüre "Sagen, Legenden und Begebenheiten in und um Neschwitz" in einer unveränderten Zweitauflage heraus. Das Heft enthält insgesamt 40 Sagen und Erzählungen, die in der Gemeinde Neschwitz handeln. Neben den bekannten Sagen von der goldenen Kutsche oder den Kobolden in der Neschwitzer Mühle kann nachgelesen werden, woher Saritsch seinen Namen hat oder welche Geschichte die Steinkreuze in Luga erzählen. (SZ)
Den Band gibt es für fünf Euro beim Pressebüro Gräbner, (035933) 3 93 07, oder im Schreibeck, (035933) 55 14.

Prosa und Lyrik aus dem Elbland
Die Literaturwerkstatt Elbland hat ihr zweites Buch herausgebracht. Das kann ab sofort in der Stadtbibliothek Riesa gekauft werden. In dem Buch "Prosa und Lyrik" stellen Susann Krätzer, Jens Riede, Inge Goldmann und Jürgen Kempe, alle aus Riesa, Brigitta Naumann aus Hahnefeld, Edelgard Pollmer aus Staucha, Gerlinde Müller aus Gröditz, Gabriele Gal, Angelika Hänke und Bianca Raditzky aus Meißen sowie Gerhard Proske aus Nünchritz ihre Arbeiten vor. Das Buch beinhaltet zudem vom Werkstattleiter gemachte Landschaftsaufnahmen und ist für 6,90 Euro zu bekommen. (SZ 07.09.04)

Dresdner Kunstsammlungen in fünf Jahrhunderten
Pünktlich zur Eröffnung des Neuen Grünen Gewölbes im Residenzschloss widmet sich eine Sonderausgabe der Dresdner Hefte der Geschichte der Dresdner Kunstsammlungen.
Beginnend mit der Kunstkammer von Kurfürst August werden in zwölf Aufsätzen alle wesentlichen Etappen zusammenhängend nachgezeichnet. Neben den Glanzzeiten der augusteischen Epoche werden dabei erstmals auch die wechselvollen und dramatischen Situationen im 20. Jahrhundert geschildert: Weimarer Republik und Fürstenabfindung, NS-Zeit und Auslagerung im Krieg, Beutekunst und Provisorien, die bis in die Gegenwart dauern. (SZ)
Dresdner Hefte, Sonderausgabe 2004 "Die Dresdner Kunstsammlungen in fünf Jahrhunderten", 7 Euro
SZ 04.09.04

 

Karl Bernerts kleines "Lebenswerk" - Experte macht sich und der Region ein Geschenk und veröffentlicht eine Umgebindehaus-Broschüre
Als ob es mit 77 nicht langsam Zeit für den verdienten Ruhestand wäre. Aber doch nicht für Karl Bernert! Der hoch geschätzte Denkmalpfleger und Umgebindehausexperte aus Löbau denkt gar nicht ans Aufhören.
Zum 77. Geburtstag hat er sich noch einmal selbst ein Geschenk gemacht, das zugleich eines für die ganze Oberlausitz ist: "Umgebindehäuser" heißt die kleine, feine Hochglanzbroschüre, in der er sein "Lebenswerk" zusammengefasst und das gesamte Wissen über die einmalige Volksbauweise der Oberlausitz in Kurzform gebracht hat. Dafür ist Bernert noch einmal durch die gesamte Oberlausitz gereist, hat Fotos gemacht, nach Beispielen vorbildlicher Sanierung gesucht, Skizzen gezeichnet, Karten vervollständigt.
Entstanden ist ein kurzweiliger Abriss über Geschichte und Bauweise der Umgebindehäuser mit vielen interessanten Details. Entstanden ist eine Referenz an die Leistungen und Kunstfertigkeiten ihrer Erbauer. Entstanden ist auch ein Überblick über die schönsten und beein-druckendsten Umgebindebauwerke, die heute im Dreiländereck zu besichtigen sind, Orientierungskarten gleich inklusive. Die aktuellsten Fotos in der Broschüre sind erst wenige Wochen alt.
"Ich wollte noch mal was ohne Werbung machen", erklärt Bernert. Denn bunte Anzeigen in solchen Heften hätten ihn schon immer gestört. Dass er dafür sogar die Herstellungskosten aus eigener Tasche vorfinanziert hat, hält er gar nicht für erwähnenswert.
Das Hochglanzheftchen, herausgegeben von der Löbauer Werbeagentur Peter Olesch, gedruckt in der Herrnhuter Druckerei Winter, ist ein empfehlenswertes Stück für den Bücherschrank. Nicht nur für den von Touristen übrigens, die sich nach einem Urlaub in der Oberlausitz ein exklusives Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Das Heft ist zugleich auch ein kleines Nachschlagewerk für Umgebindehausliebhaber, eines für Sammler von Umgebindeliteratur sowieso.
Karl Bernert hat es aber vor allem auch für all diejenigen geschrieben, die ein Umgebindehaus besitzen. Denn gerade die fach- und sachgerechte Erhaltung der einzigartigen Baukunst liegen ihm besonders am Herzen. Zu oft hat er in den 45 Jahren seiner Tätigkeit als Denkmalpfleger mit ansehen müssen, wie Umgebindehäuser durch schlimme Sanierungsfehler unwiederbringlich zerstört wurden. Hausbesitzer finden in der Broschüre deshalb wertvolle Fachinformationen.
Karl Bernert hat mit diesem Heft "einen weiteren Mosaikstein zum Erhalt der Umgebindehauslandschaft beigetragen", sagt der Zittauer Hochschulprofessor Christian Schurig. Er hat auch ein Stück tiefe Heimatliebe zu Papier gebracht.
Die Broschüre "Umgebindehäuser" soll demnächst in den Touristinformationen der Region erhältlich sein. Sie kann auch direkt bei Olesch-Werbung, Haydnstraße 12 in Löbau, Tel./Fax: (03585) 83 36 47, E-Mail:
olesch-werbung@t-online.de , bestellt werden. Preis: 4,75 Euro.
Zitat SZ 28.08.04

 

Historischer Zittau-Bildband neu aufgelegt
Der seit etwa zwei Jahren vergriffene historische Bildband "Zittau" von Uwe Kahl ist seit dieser Woche in einer Neuauflage wieder in allen Zittauer Buchhandlungen erhältlich. Der Sutton-Verlag Erfurt, so dessen Marketingleiter Andreas Ströbel, habe sich dazu entschlossen, weil es immer wieder Nachfragen zu dem Buch mit 223 historischen Fotografien gegeben habe. Und das, obwohl der Verlag im Vorjahr einen ebenso erfolgreichen Band mit dem Titel "Zittau in alten Ansichten" aufgelegt habe. - SZ 21.08.04

 

Bomätscher und Elbebaden - Neues Buch über 600-jährige Stadtteil-Geschichte
Geschichten von Schiffsziehern, den so genannten Bomätschern, von Badefreuden in der Elbe, von Spitzbuben in Laubegast und den ersten Anfängen der Besiedlung – all das und vieles mehr ist in einem neuen Buch unter dem Titel "600 Jahre Laubegast 1408-2008" nachzulesen. Es enthält viele farbige und Schwarz-Weiß-Illustrationen.
Herausgeber ist der Verlag Die Fähre. Die Texte stammen von zwanzig Autoren. Der Band wurde zum Laubegaster Inselfest vorgestellt und ist zum Preis von 27,50 Euro zu haben.
Interessenten können das Buch im Haus des Verlages, Fährstraße 16, bei Michael Schniebs, Österreicher Straße 34, im Geschäft für Bücher und Kunstgewerbe Hock, Österreicher 51, und in der "l’Villa" für Künstlerausstellungen, Laubegaster Ufer 25, erwerben. (SZ 20.08.04 - Laubegast - Stadtteil von Dresden)

 

Broschüre informiert Kinder über die Würfelnatter
Extra für Kinder hat das Umweltministerium eine Broschüre über die Würfelnatter herausgebracht. Anhand des Schlangenkindes "Würfel" wird über Schutzbedürftigkeit und Wiederansiedlung von Sachsens einziger Wasserschlange informiert. Mehr als 50 Jahre lang galt sie an der Elbe als ausgestorben. 1999 wurde sie bei Meißen wieder angesiedelt.
Kostenfreier Bezug über den Zentralen Broschürenverband der Sächsischen Staatsregierung, 0351 / 2 10 36 71
(SZ 17.08.04)

 

Literarischer Spaziergang durch die Zeit - Das 1. "Radebeul-Lesebuch" ist erschienen
Die feierliche Buchpremiere am Sonntagabend in der Stadtgalerie brachte es an den Tag: Von den in der Anthologie "Radebeul - Ein Lesebuch" versammelten 15 Autoren sind 14 in Radebeul zu Hause. Damit wird deutlich, dass die Lößnitzstadt sich nun auch zu einer Stadt der Literaten entwickelt hat.
Bisher lag das Privileg bei den Malern. Sie prägten das Bild der Lößnitz, verewigten in ihren Bildern all die kuschligen Winkel Radebeuls, die sanft ansteigenden Weinberge oder die reizvolle Elbelandschaft. Die Literaturszene Radebeuls dagegen war in der jüngeren Vergangenheit von nur wenigen Namen geprägt worden. Graben wir etwas tiefer, dann tauchen allerdings schon gewichtige Autoren auf. Dann begegnen wir zum Beispiel einer Wilhelmine Heimburg oder einem Kurt Türke, ganz zu schweigen von dem - Radebeul besonders prägenden - Abenteuerschriftsteller Karl May und den kurzen Intermezzi, die Literaturgrößen wie Gerhart Hauptmann oder Martin Andersen Nexö nach Radebeul verschlugen.
15 Radebeuler Autoren (inklusive eines Meißners) haben dem "Lesebuch" ihren Stempel aufgedrückt, begleitet von zwölf Radebeuler Malern, die im Buch die Stadt und ihre Umgebung illustrieren. In beiden Genres präsentieren sich Laien neben Profis, doch die Grenzen sind schwimmend und fallen kaum ins Gewicht.
Die Utopien warten noch auf eine Chance
Es wird fabuliert, man erinnert sich, man dichtet und man erfindet mitunter auch Geschichten - alles ist möglich, alles war erlaubt, alles war geradezu erwünscht. Ein Streifzug durch unsere Gegend ist so entstanden, der uns gar bis in den 30-jährigen Krieg zurückführt, aber in den meisten Fällen im 20. Jahrhundert Station macht. Nur die Zukunft fehlt. Die Utopien der "Schreibenden" warten noch auf ihre Chance. Doch mit Sicherheit wird es ein zweites "Radebeul-Lesebuch" geben und damit Chancen für weitere, unter uns lebende Literaten.
Zunächst einmal sind rund 250 Seiten zu konsumieren, die abwechslungsreich, humorvoll und geschichtsbewusst über die Lößnitzlandschaft erzählen. Herausgegeben wurde das Buch vom "Radebeuler Notschriftenverlag", der sich mit seinem umfangreichen Programm längst an die Spitze der regionalen Verlage setzte.
Zum Preis von 15 Euro kann man Radebeul - Ein Lesebuch" ab sofort in den Buchhandlungen bekommen.
- Zitat SZ 06.07.04

 

Broschüre mit neuen An- und Aussichten
"Der Keulenberg – unser Berg der Heimat" ist erschienen und erhältlich

Oberlichtenau. Nach 14 Jahren erscheint erneut eine Broschüre zu einem der schönsten, interessantesten und markantesten Wahrzeichen unserer Heimat. Das Büchlein mit dem Titel "Der Keulenberg - unser Berg der Heimat" hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Es enthält neben historischen Fakten rund um den Keulenberg sehr viel Wissenswertes in Text und Bild zu Flora und Fauna, zu den Traditionen unserer Heimat und zum Leben der Menschen mit dem Berg bis zur Wende und in der Nachwendezeit. Mit der Broschüre beabsichtigen die Bergfreunde Keulenberg e.V. einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie lebenswert es in unserer Region ist und wie besuchenswert sie ist.
Verkaufserlös soll direkt in den Berg fließen
In enger Zusammenarbeit mit dem Verein als Herausgeber der Broschüre übernahm eine Mediadesign-Firma aus Königsbrück das Projektmanagement. Kürzlich erfolgte die Übergabe der ersten Auflage des neuen Bergheftes an die Bergfreunde, und mittlerweile ist die Broschüre zum Richtpreis von 6 Euro an folgenden Stellen erhältlich: Mediadesign Königsbrück, Bücherstube Zeiger Pulsnitz und Kamenz, Stadtinformation Kamenz, Pulsnitz Information, Pfefferküchlerei M. Spitzer (Inh. A. Schurig) Pulsnitz, Bäckerei Frenkel Gräfenhain, Bäckerei Haase Höckendorf, Kiosk Keulenberg, Gemeindeverwaltung Oberlichtenau, Bergfreund R. Kirfe Oberlichtenau.
Die Erlöse aus dem Verkauf werden übrigens für die weitere Gestaltung, Erhaltung und Pflege dieses beliebten Ausflugszieles genutzt, um den Keulenberg, den Berg unserer Heimat, in seiner Schönheit und Einmaligkeit für uns und kommende Generationen zu bewahren.
Zitat SZ 30.06.04

 

Kleine Brauereien kommen ganz groß heraus
"Biere des Ostens" informiert auch über Wittichenau

Fachliteratur über das Bier hat Gottfried Glaab jede Menge. Demnächst dürfte beim Chef der Wittichenauer Stadtbrauerei ein Buch mehr im Regal stehen: "Die Biere des Ostens" heißt es, seit wenigen Tagen ist es auf dem Markt. Es widmet sich einem Großteil der 166 Brauereien im Osten Deutschlands, einschließlich Berlin. Und natürlich auch der traditionellen Braustätte in Wittichenau.
Wissenswertes zur Brauerei und Region
Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes zählte Deutschland im vergangenen Jahr 1 268 Brauereien, die mehr als 5 000 Biermarken produzieren. Besonders schwer haben es die kleinen Hersteller gegen die Großen im Geschäft. Experten sehen den Biermarkt in der Welt im Wandel, in den nächsten Jahren könnte es weltweit nur noch zehn große Bierkonzerne geben.
Dass aber kleine Brauereien auch die Chance haben, zeigt das Buch. Auf 224 Seiten werden 100 Brauereien und Braugaststätten vorgestellt, mit ihren jeweiligen Besonderheiten. Seite 209 und 210 gehören der Stadtbrauerei Wittichenau. "Wittichenauer Gold – ein vollmundiges, süffiges Bier, so mild und doch so würzig" heißt es da. Vorgestellt werden auch die anderen Biere, die den Gärkeller verlassen. Nur das neueste Produkt, das vor wenigen Wochen erstmals abgefüllte Krabat-Pils, fand den Einzug nicht mehr. Dafür erfährt der Leser Wissenswertes über die Brauerei, das Brauereigasthaus sowie über Ausflugsstipps, so zum Beispiel das Kloster in Panschwitz Kuckau, das Schloss Rammenau und auch Hoyerswerda, mit seiner Langen Straße, dem Museum und dem Zoo. Das Buch ist eine Fundgrube für den Bierfreund, und davon gibt es in Deutschland viele. Immerhin trinkt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr 117,5 Liter Bier. Nur die Tschechen und Iren schlucken in Europa mehr. Und: neun Milliarden Euro ließen sich die Deutschen ihren Gerstensaft 2003 kosten. (hl)
"Die Biere des Ostens" - aufgezeichnet von Edda Gutsche, 224 Seiten, 11,80 Euro. ISBN: 3-9281119-84-2
Zitat SZ 30.06.04

 

Interessante Ausflugstipps aus Großmutters Zeiten - Wanderbuch beschreibt Ziele um Bischofswerda
Die Oberlausitz ist ja gegenwärtig nicht gerade mit einem reichhaltigen Angebot an heimatkundlicher und heimatgeschichtlicher Literatur in den Buchhandlungen gesegnet.
Daher ist es sehr erfreulich, dass die Naumburger Verlagsanstalt jetzt eine Reihe historischer Wanderführer als Reprint neu herausgibt.
"Lausitzer Wanderbuch" nannte sich eine Reihe von Wanderführern, welche am Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts in der Verlagsbuchhandlung Wittig & Schobloch in Dresden-Wachwitz erschienen ist. Insgesamt erschienen in zwei Jahren sechs Bände über die Oberlausitz, welche es sowohl in Einzelbänden, als auch in zwei jährlichen Sammelbänden gab. Zunächst erschienen im Jahr 1922 die jeweils ersten Bände der Teile "Umgegend von Bischofswerda, Kamenz, Bautzen", "Umgegend von Löbau" und "Umgegend von Zittau".
Im Jahr 1923 erschien jeweils ein zweiter Band zu den entsprechenden Umgegenden. Im Untertitel hieß die Reihe "Ein Führer zur Kenntnis der Heimat für alle Natur- und Wanderfreunde und für die Schule", herausgegeben wurde sie von "Lausitzer Erdkundelehrern". Damals gehörten die Lehrer zu den führenden Heimatfreunden und -forschern, nicht nur in der Oberlausitz, und ihr Anliegen war es nicht nur in der Schule ihren Schülern Wissen über ihre Heimat zu vermitteln und somit das Interesse an und die Liebe zur Heimat in den jungen Menschen zu wecken.
Die "Wanderbücher" wurden somit zu kleinen Heimatbüchern und sind daher auch heute noch eine interessante und geschätzte Lektüre.
Der 1922 erschienene Band "Lausitzer Wanderbuch : Umgegend von Bischofswerda, Kamenz, Bautzen, Teil 1" ist jetzt unverändert neu herausgegeben. Der Band bringt nicht nur Wandertipps für die im Titel genannten drei Städte, sondern auch solche nach Pulsnitz, in das Spreetal und den Mönchswald, zu den Nesch witzer Teichen und auf den Czorneboh. Aber auch Interessantes und Wissenswertes über die Wasserkunst und Wasserwerke in Bautzen, das Bautzener Stadtmuseum und das Schlachtfeld bei Hochkirch von 1758, die Demitzer Granitbrüche und die Braunkohlen- und Kaolingruben bei Großdubrau wird vermittelt. Die Autoren in diesem Büchlein sind für Bischofswerda Dr. H. Sieber, für Kamenz Dr. W. Muhle und für Bautzen die Herren O. Kaubisch, Dr. H. Stübler und Dr. K. Jordan. Auch mehr als 80 Jahre nach seinem ersten Erscheinen ist das Bischofswerdaer-Kamenzer-Bautzener Wanderbuch, Teil 1, noch eine interessante und anregende Lektüre, möge es auch heute seine Leser finden und zur Wanderung und zur Heimatliebe anregen. Die jeweils zweiten Teile der Wanderbücher sind als Reprint in Vorbereitung.
Lausitzer Wanderbuch, Teil 1" [Nachdruck von 1922]. Aschersleben: Naumburger Verlagsanstalt, 2004. 92 S., fünf Euro.
Zitat SZ 23.06.04

 

Vielfältige Geschichte - Band zwei der "Radeberger Blätter" fertig
In ihrer Juniberatung konnte sich die seit acht Monaten agierende Arbeitsgruppe Stadtgeschichte mit Band zwei der "Radeberger Blätter" befassen, waren doch alle angekündigten Manuskripte pünktlich eingegangen.
Die Autoren, Dr. Peter Lunze, Bertram Greve, Hans-Werner Gebauer, Bernd Rieprich, Günther König und Prof. Schmutzler haben nun noch einige Tage Zeit, um das Werk Korrektur zu lesen. Ob zur städtischen Baugeschichte, zum historischen Alltag auf der Röderstraße, zum Wirken des Stadtrats Thum, zu den Anfangsjahren des Feuerwerkslaboratoriums oder zu Forschungsergebnissen der Stadtgeschichte: Den Autoren ist es durchweg gelungen eine Vielfalt bisher unveröffentlichter und auch oft unbekannter Fakten aufzubereiten. In der Redaktionsregie von Bertram Greve und in der Koordination mit Ingeborg Freitag und Christoph Heinze wird das 80 Seiten umfassende Heft pünktlich zum Altstadtfest im August der Öffentlichkeit präsentiert.
An einem Stand werden dann sowohl die Autoren, als auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe, mit den Radeberger Bürgern ins Gespräch kommen und zugleich das Heft zum Verkauf anbieten.
Gute Vorbereitung auf Stadtjubiläum 2012
In der Juliberatung geht es dann neben dem Vertrieb des Heftes Nr. zwei bereits um Themen für das Heft drei. Somit kommt die vom Radeberger Stadtrat im Jahre 2003 einmütig gebilligte Idee, bis zum Stadtjubiläum im Jahre 2012 mit Publikationen aufzuwarten, mehr und mehr ins Rollen. SZ 21.06.04

 

Von Pückler bis Zinzendorf - Neues Buch "Sie wirkten in Schlesien" erschienen
In dem jetzt im Görlitzer Senfkorn Verlag erschienenen Buch "Sie wirkten in Schlesien" werden eine Reihe schlesischer Persönlichkeiten von europäischen Rang vorgestellt. Es handelt sich dabei um Band zwei der Reihe "Impressionen aus der Kulturlandschaft Schlesien".
In der Beschreibung der Lebensbilder von 37 bedeutenden Herrschern, Dichtern, Philosophen, Politikern, Architekten, Theologen und Naturwissenschaftlern wird die Geschichte Schlesiens lebendig. Dem Leser werden eine Fülle von Informationen und historischen Zusammenhängen vermittelt, welche zum Beispiel die Faszination des wiedererblühten Görlitz mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und seiner prächtigen Architektur ausmachen.
Vorgestellt werden unter anderem Georg Emerich, Wendel Roskopf, Valentin Trotzendorf, Johannes Keppler, Andreas Gryphius, Graf Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Wilhelm Graf von Reden, Freiherr vom und zum Stein, John Quincy Adams (Ex-US-Präsident), Friedrich Daniel Schleiermacher, Fürst Herrmann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau, Hoffmann von Fallersleben, Konrad Zuse und Franz Scholz.
Eine wertvolle Lektüre für alle, die sich in besonderer Weise für Schlesien und Görlitz interessieren, besonders aber auch für die Orientierung und Vorbilder suchende nachwachsende Generation.
Der Senfkorn-Verlag plant in der Reihe "Impressionen aus der Kulturlandschaft Schlesien" die Herausgabe weiterer Bände über bedeutende Persönlichkeiten in Schlesien.
Erhältlich bei: Schlesische Schatztruhe, Brüderstraße 13, in Görlitz.
Zitat SZ 22.05.04

 

Einblick in das Leben in der Weimarer Republik - Zweiter Band zur regionalen Geschichte erschienen
Mit dem zweiten Band zu "Zwischen Kirnitzsch und Wesenitz" werden zum ersten Mal die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen unserer Region zwischen 1919 und 1933 dargestellt – eingefügt in den Rahmen der damaligen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Er schließt unmittelbar an Band 1 an, in dem der Weg bis 1918 aufgezeichnet war. Selbst Mitte der zwanziger Jahre geboren, sah ich es als eine Notwendigkeit an, gerade auch diese Jahre der Weimarer Republik, bisher von der historischen Forschung recht "stiefmütterlich" behandelt, näher darzustellen.
Zeitgenössische Akten, Schriften, Berichte, vor allem aber die Tageszeitungen der damaligen Jahre wie das Sebnitzer "Grenzblatt", das Neustädter "Meißner Hochland" oder auch der Bischofswerdaer "Sächsische Erzähler" bildeten die Grundlage. Das Buch gibt Antwort auf viele Fragen und Probleme in unserer Region zur damaligen Zeit. So unter anderem zu Inflation, Kronenjahren und Weltwirtschaftskrise, zum Anwachsen eines Nationalsozialismus, zu kulturellen, sozialen und sportlichen Aktivitäten, zum täglichen Leben in Haus und Hof. Übersichten ergänzen, zeitgenössisches Bildmaterial illustriert.
Das Buch umfasst 153 Seiten, ist im Digitaldruck hergestellt und kostet 9,90 Euro. Die Auflage beträgt 500 Stück. Es kann im Treffpunkt Pirna der SZ, in den Buchhandlungen Sebnitz, Neustadt, Bischofswerda, Bad Schandau und Stolpen, in den Museen Sebnitz, Stolpen und Pirna sowie im Naturfreundehaus Burg Hohnstein erworben werden.
Zitat SZ 22.05.04

 

Das Museum geht ganz neue Wege
Neue Broschüre über das Schloss Klippenstein Radeberg ist jetzt erschienen
"Von Burg und Amt zu Radeberg" lautet der Titel einer neuen Broschüre, die jetzt im Schloss Klippenstein vorgestellt wurde. Auf 48 Seiten wird die Geschichte des Amtes Radeberg dargestellt, dazu im zweiten Teil des Heftes unter der Überschrift "Von der Burg zum Schloss" die Baugeschichte von Klippenstein.
Die Publikation ist im Eigenverlag des Museums erschienen, stellt damit auch eine Premiere für das Schloss dar. Sie ergänzt zugleich die neue Dauerausstellung zur Amtsgeschichte im Turmzimmer. Mit der Broschüre als Heft Nummer 01 wurde aber auch die Reihe "Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte" eröffnet, die in Vorbereitung des 600-jährigen Jubiläums der Verleihung des Stadtrechts, das 2012 begangen wird, erarbeitet werden.
Autor des Beitrags zur Geschichte des Amtes Radeberg ist Dr. André Thieme. Der 34-Jährige ist seit sechs Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden, ist bereits durch mehrere Publikationen zur sächsischen Geschichte bekannt. Der Abschnitt zur Baugeschichte des Schlosses im Heft wurde durch Schlossleiterin Katja Altmann sowie der Dresdner Journalistin und studierten Architektin Angela Struhberg verfasst. Die grafische Gestaltung erfolgte durch den freiberuflichen Grafik-Designer Peter Mauksch aus Dresden, der auch schon Faltblatt und Internetseite des Museums entwarf. Durch seine Bearbeitung auch von Veröffentlichungen unter anderem der Festung Königstein bot er gute Voraussetzungen.
Viele interessante auch historische Abbildungen runden das Heft ab. Und man kann nur bestätigen, dass die Publikation rundum gelungen ist. Das Museum ging damit auch neue Wege, stand dabei vor manchen Problemen, sammelte aber sicher Erfahrungen für die weitere Arbeit. Alle heimatgeschichtlich Interessierten erhalten damit eine interessante Veröffentlichung. Auch die oftmalige Nachfrage von Besuchern nach solchen Publikationen kann damit gut befriedigt werden. Übrigens ist das Heft sowohl im Schloss Klippenstein als auch im Bürgerbüro der Stadt für sechs Euro erhältlich.
Mit einem Vortrag im Schloss vor über 50 interessierten Zuhörern gab Dr. Thieme einen hervorragenden Überblick über die historische Entwicklung und die Strukturen insbesondere um die Mitte des 16. Jahrhunderts, ordnete dabei die Amtswerdung Radebergs und die Stellung der Stadt innerhalb der wettinischen Amtsverfassung ein. Gründe für die Entwicklung von der Herrschaft zum Staat auch in Sachsen wurden eindrucksvoll dargestellt. Im späten Mittelalter war auch in Radeberg ein enormes Ansteigen von Urkunden auf hohem Niveau zu verzeichnen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden zum Beispiel Amtserbbücher mit detaillierten Angaben zu Einwohnern, Abgaben und vielem mehr angelegt. Viele interessante Details fügte Dr. Thieme in seiner aufgelockerten Vortragsweise ein. So gab es mit dem Ungeld auch schon eine erste indirekte Steuer, die eben mit jedem Glas Bier eingenommen wurde. Dinge, die wir heute gut kennen.
Als Vertreter der Arbeitsgruppe Stadtgeschichte wies Bertram Greve auf weitere geplante Veröffentlichungen in der Reihe der Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte hin. So ist ein nächstes Heft geplant, zu dem unter anderem Beiträge zu Forschungen zur Geschichte im 18. Jahrhundert, zur Wirtschaftsgeschichte 1915 bis 1920, zu Baugeschichte, zum Alltagsleben an Hand der Röderstraße, zu Bruno Thum, zur früheren Distanzsäule des kurfürstlichen Postwesens in Arbeit sind. Je nach Möglichkeit sollen danach weitere Hefte in loser Folge erscheinen – eben bis zum Stadtjubiläum im Jahre 2012.
Zitat SZ 16.04.04

 

Bildband zeigt den Wandel der Zeit
Ein neuer Bildband über die Gemeinde ist jetzt in Obergurig erhältlich. Er trägt den Titel "Obergurig mit seinen Ortsteilen im Wandel der Zeit" und enthält viele schöne Bilder und begleitende Texte. Das Buch kostet 9,95 Euro. Verkauft wird es im Gemeindeamt, Zimmer 4, sowie in der Quelle-Agentur Schubert in Obergurig sowie im Getränkeshop von Udo Clement in Mönchswalde.

 

Erstes Porzellanbuch
Das weltweit erste Porzellanbuch ist jetzt in der Schauhalle der Meissner Porzellan-Manufaktur zu sehen. In einem kostbaren Porzellaneinband mit einem Rosenrelief der Designerin Gudrun Gaube sind fünf Seiten aus Meissener Porzellan in Leder gebunden. Fünf Meißner Künstler gestalteten jeweils eine Vorder- und Rückseite des Buches mit Rosenmalereien aus verschiedenen Epochen. Die nur einen Millimeter dünnen Porzellanplatten hat der Meißner Gestalter Frank Schmidt entwickelt. Das Buch hat eine Auflage von zehn Exemplaren. (SZ 26.04.03)

 

Buch zur Flut im Kreis
Packende Berichte und über 300 Fotos / Verkauf startete am 14. Oktober 2002
In der Pirnaer SZ-Lokalredaktion finden derzeit auch nachts und am Wochenende die Computer keine Ruhe. Das hat einen guten Grund. Die Redakteure, Fotoreporter und freien Mitarbeiter arbeiten neben der Tagesproduktion für die Sächsische Zeitung fieberhaft an einem mehr als 300 Seiten dicken Buch über die Hochwasserkatastrophe im Landkreis. Der vom Dresdner Druck- und Verlagshaus herausgegebene Band "Jahrhundertflut in Sachsen" fand einen reißenden Absatz. Dabei zeigte sich, dass ein riesiges Interesse an einer Veröffentlichung über eine Darstellung der Ereignisse während und nach der Flut besteht. Darauf wird nun reagiert. Das Buch wird den Titel "Jahrhundertflut im Elbtal – zwischen Schmilka und Pirna – Mühlbach und Heidenau" haben. Im ersten Komplex werden Hochwasser der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte detailliert dargestellt. Im Hauptteil sind in einer Chronik die dramatischen Ereignisse während der Flutkatastrophe in Reportagenund Porträts dargestellt. Unter dem Titel "Nach der Flut - der Blick nach vorn" dreht sich im dritten Teil alles um die Schadensbilanz, ums Aufräumen und Sanieren und darum, wie es weiter geht. Das Buch ist mit über 300 eindrucksvollen - meist bisher unveröffentlichte Fotos - illustriert. Der Band wird am 14. Oktober in den SZ-Treffpunkten Pirna, Sebnitz und Dresden sowie in Buchgeschäften zu haben sein. Er erscheint in einer ersten Auflage von 20 000 Exemplaren. Telefonische Vorbestellungen unter 0 35 01 / 56 33 56 20 oder per E-Mail unter sz.pirna@dd-v.de Es ist auch möglich ist auch, per Postkarte eine Bestellung an die SZ Pirna , 01796 Pirna, Schössergasse 3, zu schicken.

 

Aufbau der Frauenkirche dokumentiert
"Memento Frauenkirche - Dresdens Wahrzeichen als Symbol der Versöhnung" ist ein Buch über den Wiederaufbau der Frauenkirche. Es ist im Verlag Bauwesen erschienen. Die Texte schrieb Dieter Zumpe in Deutsch und Englisch. Sie lassen den Leser das "Abenteuer Wiederaufbau" wie aus nächster Nähe erleben. Der Autor vermittelt grundlegendes Wissen zu Geschichte, Zerstörung und Wiederaufbau der Kirche. Die Fotografien steuert Dieter Krull bei. Dem Buch ist eine CD-ROM beigefügt. Sie ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch das Gotteshaus. Das Buch kostet 99,75 DM (51 Euro). Unter der Nummer 3-345-00675-8 kann es im Internet: www.memento-frauenkirche.de oder telefonisch 030/42 15 13 25 bestellt werden.