NEUBAU MILITÄRHISTORISCHES MUSEUM DRESDEN

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden wird zur Zeit nach Form und Inhalt von Grund auf umgestaltet. Auf Basis einer innovativen Ausstellungskonzeption aus dem Jahr 2001 zeichnen Daniel Libeskind und Professor H.G. Merz für Architektur und museale Gestaltung verantwortlich. 

Die Inhalte der neuen Dauerausstellung werden von einem 20-köpfigen wissenschaftlichen Team völlig neu bearbeitet. Dabei wird Militärgeschichte als Teil der allgemeinen Geschichte begriffen. Dem Besucher wird die Stellung des Militärs in der Gesellschaft in Krieg und Frieden, zwischen Gewaltanwendung und Friedenssicherung vom Mittelalter bis  heute vermittelt und in den Ausstellungsbereichen Anthropologie, Chronologie, Themenparcours sowie dem begehbaren Depot vorgestellt werden. 

In einer extra hergerichteten Halle auf dem Museumsgelände wird während dieser Zeit der Ausstellungsbetrieb aufrechterhalten. Auf 3000 qm präsentiert das Museum die vorübergehende Dauerausstellung

Zwischen Arsenal und Moderne - Bauen und Ausstellen 
Teil 1: Im Dialog mit den Dingen von Gestern - Hinterlassenschaften aus fünf Jahrhunderten 
Teil 2: Vom Nachkrieg in den Kalten Krieg - Deutsche Militärgeschichte 1945 - 1970

Der erste Teil verknüpft den Ausgangspunkt allen musealen Ausstellungsbetriebes, ausgewählte Objekte aus Sammlung und Depot, mit dem aktuellen Geschehen des baulichen Sanierens und inhaltlichen Neugestaltens. Der räumlich größere zweite Teil der Ausstellung greift die dynamische Dramatik der militärhistorischen Entwicklung auf, in welche die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg geraten. Dieser historische Prozess wird in der Ausstellung anhand zahlreicher oft einmaliger musealer Objekte, Fotos, Filme und Textgestaltungen nachgezeichnet. Die räumliche Situation einer ehemaligen Industriehalle gestattet es, die Ausstellung um aussagestarke zeittypische Großexponate wie Panzer, Flugzeuge, Raketen, Geschütze u.a. Objekte zu ergänzen. 

Wechselnde Sonderausstellungen werden in den kommenden Jahren aktuelle Ereignisse berücksichtigen, wie die 60. Jährung der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und die Jubiläen der Bundeswehr sowie der Landeshauptstadt Dresden in den Jahren 2005 beziehungsweise 2006. 
Ab Ende 2008 soll sich das neue kulturelle Schaufenster der Bundeswehr dem Besucher auf insgesamt 20.000 m² Ausstellungsfläche darbieten. 

Öffnungszeiten:
Di - So 9 - 17 Uhr
Eintritt frei
Führungen nach Vereinbarung
Parkplatz am Museum 
Öffentliche Verkehrsmittel: Linien 7, 8, 91, Haltestelle Militärhistorisches Museum (wird angesagt)

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 3
01099 Dresden
Tel: (0351) 823 0
Fax: (0351) 823 2805

Sonderschau zeigt Unrecht der Wehrmachts-Justiz
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden eröffnet am 21. Juni 2012  um 16 Uhr eine Sonderausstellung über Unrecht in der NS-Zeit unter dem Titel „'Was damals Recht war...' - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht". Die Schau zeigt vor allem Schicksale von zu Unrecht Verurteilten. Berichtet wird auch über den Umgang mit überlebenden Justizopfern und Militärrichtern nach 1945.