Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
  im Japanischen Palais
  01097 Dresden
  Telefon: 0351 8 92 63 31
 

Museum für Mineralogie und Geologie

Geologisch-Mineralogische Sammlungen Dresden

Das Museum für Mineralogie und Geologie in Dresden ist eines der bedeutenden geowissenschaftlichen Forschungsmuseen in Deutschland. Die Sammlungen umfassen über 400.000 Minerale, Fossilien und Gesteine. Mit einer Ersterwähnung von Sammlungsobjekten aus dem Jahre 1587 ist die Einrichtung eine der ältesten geowissenschaftlichen Institutionen der Welt und blickt auf eine bewegte Museumsgeschichte zurück. Die Sammlungen beinhalten zahlreiche Typen (Erstbeschreibungen) und Originale (erforschte Stücke) an Fossilien und Mineralen und Gesteinen.
Bedeutende Spezialsammlungen sind die mineralogischen Sammlungen Sachsen sowie "Richard Baldauf", die Meteoritensammlung, die Sammlung der Fossilien der Sächsischen Kreide mit zahlreichen Originalen von Hanns Bruno Geinitz, die Fossilsammlung "Solnhofener Plattenkalk", die Sammlung der Pflanzenfossilien des Tertiärs sowie die Sammlung der Bau- und Dekorationsgesteine.
Das Museum für Mineralogie und Geologie kann auf zahlreiche Kostbarkeiten und Unikate verweisen. Stellvertretend seien hier wertvolle Silberstufen dem historischen Silberbergbau im Erzgebirge (z.B. ein Beleg des "Silberenen Tischs" von 1477 aus Schneeberg, das "Silbere Kreuz" aus dem Jahre 1623), eine über 6 m lange Blitzröhre aus der Lausitz, der Meteorit von Nenntmannsdorf bei Pirna, das unikate Pflanzenfossil "Raumeria" (Cycadeoidea reichenbachiana), das Gelege eines Entenschnabelsauriers mit 21 Eiern, die Austernkolonie Rastellum carinatum LAMARCK aus Dresden-Plauen, den Holotyp des jurassischen Meereskrokodils Stenosaurus bollensis, ein Fischsaurier-Weibchen mit Embryo (Stenopterygius quadriscissus) und Seesternabdrücke (Stellaster schulzei) aus der Oberkreide-Sandsteinen des Elbsandsteingebirges genannt. Das Typmaterial der Erstbeschreibung der inzwischen weltweit benutzten Termini "Stromatolith" und "Ooid" durch Ernst Kalkowsky befindet sich in den Sammlungen des Museums. www.senckenberg.de

Museum für Tierkunde

Zoologische Sammlungen Dresden

Das Museum für Tierkunde Dresden ist mit mehr als 6 Millionen Tierpräparaten eine der rund 10 großen zoologischen Sammlungen Deutschlands. Die Dresdener Sammlungen decken den gesamten Globus ab und sind nicht zuletzt durch ihren großen Typenreichtum international bedeutend. Allein die 2 Millionen Exemplare umfassende Käfersammlung weist zu rund 13.500 Taxa (Arten und Unterarten) die namentragenden Typusexemplare (Holo-, Lecto- oder Syntypen) auf, die quasi die „Urmeter“ der jeweiligen Taxa darstellen. Neben bedeutenden weltweiten Sammlungen sind besonders die reichen Bestände an ausgerotteten Wirbeltierarten hervorzuheben, darunter zum Beispiel ein Skelett der Stellerschen Seekuh (Hydrodamalis gigas). Bemerkenswert sind ferner die Vogel- und Rüsselkäfersammlungen. In der ca. 91.000 Präparate umfassenden ornithologischen Sammlung sind etwa 60% der etwa 9000 weltweit vorkommenden Vogelarten vertreten. Die Rüsselkäfersammlung deckt rund 20.000 der global 65.000 Rüsselkäferarten ab. Neben klassischen zoologischen Sammlungen mit Alkohol- und Trocken-Präparaten existiert eine laufend wachsende, umfangreiche Gewebe- und Blutprobensammlung für molekulargenetische Untersuchungen mit mehr als 20.000 Proben.
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Sonderausstellung

Wertvolle Erde

Der Schatz im Untergrund

Fr, 18.1.2013 - Mo, 20.5.2013 | Sonderausstellung

Ohne die Nutzung fossiler, metallischer und mineralischer Rohstoffe wäre die Industrialisierung undenkbar gewesen. Sie hat das Leben auf unserem Planeten in den vergangenen 150 Jahren enorm verändert.
Aber geologische Rohstoffe sind endlich und der Abbau derselben oftmals kostspielig und aufwendig. Zwar werden mittlerweile auch Vorkommen mit relativ geringem Rohstoffgehalt erschlossen und darüber hinaus müssen sie sogar aus immer größeren Tiefen zu Tage gefördert werden. Die technischen Herausforderungen an Bohr-, Förder- und Aufbereitungstechnologien sind enorm. Dennoch ist die hohe Nachfrage an geologischen Rohstoffen stetig. Viele Hersteller versuchen deshalb inzwischen möglichst Rohstoff- und Materialeffizient zu produzieren. Andere Industriezweige führen insbesondere metallische Rohstoffe der Wiederverwertung in zunehmendem Maße zu.
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Naturwissenschaftliche Präparationen

Wissenschaft - Handwerk - Kulturgeschichte

Fr, 1.2.2013 - Di, 30.4.2013 | Sonderausstellung

vom 1. Februar 2013 bis zum 30. April 2013 wird die Ausstellung „Naturwissenschaftliche Präparationen – Wissenschaft – Handwerk – Kulturgeschichte“ nur nach Voranmeldung für geführte Gruppen ab 10 Personen (bevorzugt Schul- und Kindergartengruppen) geöffnet.
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Den Präparatoren über die Schulter geschaut

Do, 1.11.2012 - Di, 30.4.2013 | Sonderausstellung

Noch bis 30. April 2013 bieten die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im Japanischen Palais in dieser Ausstellung zum Thema mineralogisch-geologische sowie zoologische Präparationstechniken auf Ihre Anfrage Führungen an.
Unsere Natur ist einmalig!
Kein Objekt gleicht dem anderen und wenn es nicht durch geeignete Präparationsmaßnahmen geschützt wird, ist es unwiederbringlich verloren.
Die Aufgaben der heutigen Forschungs-Museen „Sammeln – Bewahren – Erforschen“ sind nur durch die unterschiedlichsten Präparationstechniken zu erfüllen. Zeugen längst vergangener Zeiten werden so erhalten und können für die Erforschung von heutigen Prozessen herangezogen werden. Klimawandel, Artensterben sowie geologische und physikalische Prozesse verändern unseren Lebensraum ständig. Um diese Veränderungen zu dokumentieren, werden in den Museen die „Archive des Lebens“ erstellt.
Diese Aufgabe stellt an die Präparatoren ständig neue Herausforderungen. Altbewährte Methoden der Präparation müssen mit neuesten wissenschaftlichen Methoden kombiniert werden.
Die Ausstellung „Naturwissenschaftliche Präparation: Wissenschaft – Handwerk – Kulturgeschichte“ gibt einen einmaligen Blick hinter die Kulissen. Wissenschaftliche Präparationsmethoden unterscheiden sich wesentlich von den Schaupräparationstechniken. Handwerkliches Geschick, naturkundliche Kenntnisse und eine genaue Beobachtungsgabe sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit.
„Wie entsteht eigentlich ein Ausstellungsobjekt“? „Kann man ein Gestein so dünn schleifen, dass man durchschauen kann“? „Wie holt man ein Fossil aus einem Stein und was verrät es dem Forscher“? „Was ist ein Vogelbalg“ und „Wie entsteht eine lebensnahe Dermoplastik“? Diese und viele Fragen mehr werden an Hand verschiedenster Techniken der Präparation erklärt. Zu diesem Thema werden Führungen für Gruppen angeboten, zu denen auf Wunsch auch Mitmachaktionen durchgeführt werden können (z. B. Abgusstechnik oder Fossilpräparation).
Im Kern der Ausstellung können die Besucher die Tiere in Wald und Feld kennenlernen. Eine Zusammenstellung vieler zoologischer Präparationstechniken zeigen Fuchs und Hase, Katze und Maus. Aber auch die einheimische Vogelwelt gibt sich ein Stelldichein. Unter dem Gesichtspunkt „Was machen die Tiere im Winter“ werden Führungen angeboten, in denen die Kinder die verschiedenen Überwinterungsstrategien kennenlernen, Vogelstimmen zuordnen oder selbst eine „Meisenfutterstation“ bauen können.
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