Stadtarchiv
ehemaligen Mehlspeichers der Königlich-Sächsischen Heeresbäckerei in der Albertstadt

 

19. Januar - 19. März 2010
Stadtarchiv zeigt zum Jubiläum seine Schätze
 Seit zehn Jahren befindet sich das Stadtarchiv Dresden im Gebäude des ehemaligen Mehlspeichers der Königlich-Sächsischen Heeresbäckerei in der Albertstadt. Nach umfangreichen Bauarbeiten wurde es am 17. Januar 2000 feierlich am neuen Standort auf der Elisabeth-Boer-Straße 1 eröffnet.
Anlässlich des Jubiläums zeigt das Stadtarchiv die Ausstellung „Schätze des Stadtarchivs aus acht Jahrhunderten“. Sie ist vom 19. Januar bis 19. März zu sehen. Darauf macht zurzeit auch ein Plakat, das an über 200 Standorten in Dresden zu sehen ist, aufmerksam.
Die Ausstellung lädt auf 38 Ausstellungstafeln zu einem Streifzug durch die 800-jährige Stadtgeschichte ein. Zu den ersten Zeugnissen gehören die Stadtbücher aus dem Jahr 1404. Sie sind die wichtigste Quelle zur spätmittelalterlichen Verfassungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte Dresdens. Ausgestellt werden auch Dokumente des Zirkusses Sarrasani. Darüber hinaus sind Fotos von Matthias Neumann zu sehen. Seine Bilder entstanden in den 1980er Jahren und zeigen die ungeschminkte Dresdner Welt. Er stieg unerkannt auf die Spitze des Blauen Wunders, um zu fotografieren. Die Aufnahmen zeigen die Enge der Elblandschaft, aber auch den Verfall der Bausubstanz.
Ebenfalls im Stadtarchiv wird zur gleichen Zeit die Ausstellung „Mahnmal Dresden“ gezeigt. Der Dresdner Maler und Grafiker Iven Zwanzig stellt Gemälde über die Zerstörung und den Wiederaufbau Dresdens aus. Das Stadtarchiv Dresden beherbergt über 20 Kilometer überlieferte Stadtgeschichte. In den nächsten Wochen erwartet es den 100 000. Besucher. Das Stadtarchiv ist eines der größten und modernsten Kommunalarchive Deutschlands. Bis zum Jahr 1999 war es in der Marienallee 3 untergebracht.