Veranstaltungen in Dresden 2016 - 2020

Ausstellung und Führungen

www.leonhardi-museum.de  

www.galerie-doebele.de  
Galerie Döbele, Dresden, Pohlandstr. 19

www.landtag.sachsen.de  

www.verkehrsmuseum-dresden.de  

www.skd-dresden.de  

Ausstellungsorte

www.kunst-haus-dresden.de
Archäologie-Treff ändert Öffnungszeiten
Der Info-Container des Landesamtes für Archäologie zu den Ausgrabungen auf dem Neumarkt hat geänderte Öffnungszeiten. Er steht den Besuchern Dienstag bis Freitag 10–13 Uhr und 14–18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 10–16 Uhr offen. Montags ist die Information geschlossen. In dem Minimuseum sind nicht nur Kellerkarten, Funde und Dias zu sehen, es gibt auch Postkarten, Bücher, Puzzles und Spielzeug zu kaufen. Informationen und Bilder zu den bisherigen Funden gibt es im Internet.
Igeltour Dresden
Angebote: Thematische Führungen, Rad- und Bustouren, Begleitprogramme für Tagungen und Kongresse, Spezialangebote für Kinder und Jugendliche, Exkursionen
Kontakte: Igeltour Dresden, Pulsnitzer Straße 10, 01099 Dresden, 8 04 45 57 oder 8 04 45 45
Bürozeiten: Montag 12 – 16 Uhr, Dienstag/Mittwoch 10 – 16 Uhr, Freitag 10 – 12 Uhr
Programme sind bei den Führungen, im Büro von Igeltour, in Filialen von Buch & Kunst, Servicepunkten der Dresdner
Verkehrsbetriebe sowie Touristeninformationen erhältlich (0,50 Euro).
www.igeltour-dresden.de

 

Die Staatlichen Kunstsammlungen bieten verschiedene Rundgänge und Sonderführungen an.
Semperbau am Zwinger: Gemäldegalerie Alte Meister: freitags und sonntags, jeweils 16 Uhr; "
Albertinum, Brühlsche Terrasse: Grünes Gewölbe: montags, 11 und 16 Uhr; "Juwelenglanz am sächsischen Hof" – Kunstbetrachtung für Senioren, am 15. Mai, 11 Uhr;
Gemäldegalerie Neue Meister: mittwochs, 16 Uhr

Militärhistorisches Museum Dresden, Olbrichtplatz 3. Geöffnet dienstags bis sonntags 9 bis 17 Uhr.

Josef-Hegenbarth-Archiv, Calberlastraße 2: "Tierzeichnungen von Josef Hegenbarth", Do. 10 - 12 u. 14 - 16 Uhr, nach Anmeldung 0351 / 4 91 42 11/13

Schloss Pillnitz: Parkführungen ab "Alte Wache" täglich 11, 12, 13 und 14 Uhr

Neuer Sächsischer Kunstverein e.V., St. Petersburger Str. 2 / Akademiestraße, geöffnet dienstags bis freitags von 15 bis 19 Uhr, sonnabends 10 bis 14 Uhr

Kunstgewerbemuseum, Bergpalais Schloss Pillnitz: Sonderführungen können unter 0351 / 2 61 32 60 bestellt werden

Landesmuseum für Vorgeschichte, Japanisches Palais (Di.-So. 10 - 18 Uhr): Führungen sonntags, 15 Uhr

Stadtmuseum, Wilsdruffer Str. 2. - tägl. außer freitags 10 - 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

Festung Dresden, Kasematten, Eingang Georg-Treu-Platz – stündlich 10 - 16 Uhr

Carl-Maria-von-Weber-Museum, Dresdner Straße 44: (Mi.-So. 13-18 Uhr) Führungen 2 61 82 34

Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1: "Entdeckungsreise zum Menschen" - Familienaktion, sonntags ab 11 Uhr

Frauenkirche: durch die Unterkirche, montags bis sonntags stündlich 10 bis 16 Uhr, unter Vorbehalt

Katholische Hofkirche/Kathedrale: montags bis donnerstags jeweils 14 Uhr, freitags/sonnabends 13 und 14 Uhr, sonntags 14 Uhr, unter Vorbehalt; Orgelvorspiel, mittwochs 11:45 - 12:15 Uhr

ab 5. November 2001

erster Teil einer neuen Dauerausstellung unter dem Titel "LichtBild und DunkelKammer" eröffnet

Technischen Sammlungen in der Junghansstraße

Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr
Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr

Es soll einerseits um die Geschichte der Fotografie und deren Entwicklung in Technik und Bild gehen, andererseits beschäftigt sich die Sammlung mit speziellen Themen wie "Licht und Farbe" und "Obscure Kammern und Magische Laternen".

ständig Museum für zeitgenössische Fotografie

Grundstraße 17, Telefon: 0351 / 3 74 02 32

sonnabends 14 - 18 Uhr, Eintritt 50 Cent - www.museanum.net 

Motive abseits der Hauptstraße fotografiert - Der Dresdner Künstler Rainer Böhme.

Museum für Völkerkunde im Japanischen Palais Dresden, Palaisplatz 1, geöffnet Di – So 10 – 18 Uhr, Begleitheft 4 Euro

Automobilmuseum Dresden - www.automobilmuseum-dresden.de
IFA – diese drei Buchstaben stehen für den Industrie- und Fahrzeugbau der DDR. Das Dresdner Automobilmuseum hat sich diesem Erbe angenommen.
Gezeigt werden mehr als 40 Autos und 50 Zweiräder aus DDR-Produktion, in der Mehrzahl ausgesprochene Liebhaberstücke. Dazu gehören unter anderem ein IFA F9 Cabriolet von Gläser, ein Trabant original "Deutsche Post", ein P 60 Pickup und ein IFA F9 Kombi. Unter den Zweirädern sind die "Vogelserie", AWO`s und Kräder der Firma MZ zu sehen.
Der Trabant - in Deutsch: der Begleiter - ist mit über drei Millionen Fahrzeugen das meistproduzierte Kunststoff-Auto der Welt. Als lebende Legende erobert er bis heute die Welt.
Eine zeitgeschichtliche Schau ergänzt die Ausstellung. Dazu gehören Bilder aus der DDR, Straßenszenen, aber auch Zeugnisse der deutschen Teilung und der Grenzgeschichte.
Das Museum befindet sich im Obergeschoss der Neustädter Markthalle an der Dresdner Hauptstraße.
Geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr.
Der Eintritt kostet 3,80 Euro, ermäßigt 2,80 Euro. Gruppen ab zehn Personen bekommen Rabatt.

Neue Ausstellung überbrückt Bauzeit im Militär-Museum
Nach gut einmonatiger Pause öffnete das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden an diesem Freitag wieder eine Dauerausstellung unter dem Titel "Zwischen Arsenal und Moderne". Dafür hat die Bundeswehr eigens ein Gebäude hinter dem historischen Museumsbau hergerichtet. Er wird nach einem Entwurf des Architekten Daniel Libeskind bis spätestens 2008 für 35 Millionen Euro zu einem modernen Museum umgerüstet.
Nach den Arbeiten ist auf 12 000 Quadratmetern Fläche Militärgeschichte vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart zu sehen. Dabei kann das Museum aus mehr als einer Million Exponate wählen. (dpa)
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Strömungstechnikhalle, Dresden, Olbrichtplatz 2, geöffnet dienstags bis sonntags 9 bis 17 Uhr, Eintritt frei
Zitat SZ 05.06.04
Tel: (0351) 823 0
Fax: (0351) 823 2805
Ab Ende 2008 soll sich das neue kulturelle Schaufenster der Bundeswehr dem Besucher auf insgesamt 20.000 m² Ausstellungsfläche darbieten. 
NEUBAU MILITÄRHISTORISCHES MUSEUM DRESDEN
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden wird zur Zeit nach Form und Inhalt von Grund auf umgestaltet. Auf Basis einer innovativen Ausstellungskonzeption aus dem Jahr 2001 zeichnen Daniel Libeskind und Professor H.G. Merz für Architektur und museale Gestaltung verantwortlich. 
Die Inhalte der neuen Dauerausstellung werden von einem 20-köpfigen wissenschaftlichen Team völlig neu bearbeitet. Dabei wird Militärgeschichte als Teil der allgemeinen Geschichte begriffen. Dem Besucher wird die Stellung des Militärs in der Gesellschaft in Krieg und Frieden, zwischen Gewaltanwendung und Friedenssicherung vom Mittelalter bis  heute vermittelt und in den Ausstellungsbereichen Anthropologie, Chronologie, Themenparcours sowie dem begehbaren Depot vorgestellt werden. 
In einer extra hergerichteten Halle auf dem Museumsgelände wird während dieser Zeit der Ausstellungsbetrieb aufrechterhalten. Auf 3000 qm präsentiert das Museum die vorübergehende Dauerausstellung
Zwischen Arsenal und Moderne - Bauen und Ausstellen 
Teil 1: Im Dialog mit den Dingen von Gestern - Hinterlassenschaften aus fünf Jahrhunderten 
Teil 2: Vom Nachkrieg in den Kalten Krieg - Deutsche Militärgeschichte 1945 - 1970
Der erste Teil verknüpft den Ausgangspunkt allen musealen Ausstellungsbetriebes, ausgewählte Objekte aus Sammlung und Depot, mit dem aktuellen Geschehen des baulichen Sanierens und inhaltlichen Neugestaltens. Der räumlich größere zweite Teil der Ausstellung greift die dynamische Dramatik der militärhistorischen Entwicklung auf, in welche die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg geraten. Dieser historische Prozess wird in der Ausstellung anhand zahlreicher oft einmaliger musealer Objekte, Fotos, Filme und Textgestaltungen nachgezeichnet. Die räumliche Situation einer ehemaligen Industriehalle gestattet es, die Ausstellung um aussagestarke zeittypische Großexponate wie Panzer, Flugzeuge, Raketen, Geschütze u.a. Objekte zu ergänzen. 
Wechselnde Sonderausstellungen werden in den kommenden Jahren aktuelle Ereignisse berücksichtigen, wie die 60. Jährung der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und die Jubiläen der Bundeswehr sowie der Landeshauptstadt Dresden in den Jahren 2005 beziehungsweise 2006. Ab Ende 2008 soll sich das neue kulturelle Schaufenster der Bundeswehr dem Besucher auf insgesamt 20.000 m² Ausstellungsfläche darbieten. 
Öffnungszeiten:
Di - So 9.00 - 17.00 Uhr
Eintritt frei
Führungen nach Vereinbarung
Parkplatz am Museum 
Öffentliche Verkehrsmittel: Linien 7, 8, 91, Haltestelle Militärhistorisches Museum (wird angesagt)
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 3
01099 Dresden
Tel: (0351) 823 0
Fax: (0351) 823 2805

Im Zwinger die Kopie, das Original im Palais
Ständige Ausstellung barocker Skulpturen ab Juli im Großen Garten von Dresden
Der fröhliche Tamburinschläger spielt die barocke Festmusik. Eingeladen wird zur Eröffnung des Palais’ im Großen Garten, das ab Juli in einer ständigen Ausstellung im Erdgeschoss 49 originale Skulpturen aus dem Dresdner Zwinger und barocken Gartenanlagen in und um Dresden präsentiert.
Denkmalcharakter des königlichen Parks betonen
Die Originalskulpturen des Zwingers sind, falls sie nicht 1945 zerstört wurden, gegen Kopien ausgetauscht worden, als sie der Witterung, den Abgasen und dem Straßenstaub nicht länger trotzen konnten. Einige sind in der Zwingerbauhütte, andere – wie auch der 1717 vom Hofbildhauer Johann Joachim Kretschmar geschaffene Tamburinspieler – in dem in seiner äußeren Hülle sanierten Palais’ im Großen Garten aufbewahrt. Sie werden jetzt dort gereinigt und konserviert und sollen als Dauerschau im Erdgeschoss "die Nutzer des Großen Gartens zu Besuchern machen", sagt Stéphane Beemelmans, Chef der Sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten. Das Palais, um dessen Bespielung vor nicht allzu langer Zeit heiße Debatten geführt wurden, ist für Beemelmans der denkmalpflegerische Mittelpunkt des Großen Gartens. Und er sieht es am liebsten voller neugieriger Bildungsbürger, die die Geschichte des Gebäudes sowie den berauschenden Ausblick aus dem Festsaal in die königlich gestaltete Natur erleben wollen und dabei den Charme des noch Unfertigen zu würdigen wissen. "Wir wollen die Nutzung dem Denkmal anpassen, nicht umgekehrt", sagt er. Das 1678 bis 1683 von Johann Georg Starcke erbaute Palais ist es wert, dass darin nur Veranstaltungen gehobenen Niveaus stattfinden – Konzerte, Theateraufführungen, Sonderausstellungen, private Festlichkeiten.
Das ist es auch, was der Verein Palais Großer Garten e.V. anstrebt. Seine 300 Mitglieder sind engagierte Leute, die selbst Konzerte im Palais organisieren und sich auch künftig um den Festsaal kümmern werden, für dessen Restaurierung derzeit an einer sehr aufwendigen Probeachse gearbeitet wird. Vereinsvorsitzender Reinhard Decker sagt: "Wir begrüßen das Engagement der Schlösserverwaltung für das Palais. Aber wir finden sehr schade, dass schon nächstes Jahr am Palais kein Open-air-Konzert der Dresdner Musikfestspiele mehr stattfinden darf."
Die Jogger und Skater nicht vertreiben
Das Palais soll als Glanzpunkt des Großen Gartens auch nicht kurzzeitig durch Bühnenaufbauten verstellt, die Rasenflächen sollen geschont werden. Aus dem Stadtpark, als den die Dresdner ihren Großen Garten lieben, soll ein Denkmalgarten werden. Allerdings ohne Zaun um das 149 Hektar große Areal. Und mit Skatern auf den Asphaltwegen und Joggern, die auch künftig in Dresdens grüner Lunge trainieren dürfen. Neben Liegewiesen, Spielplätzen, Parkeisenbahn und Gaststätten wird es auch denkmalpflegerische Kernbereiche geben. Wie das Areal am Palais. Vorstellbar für den Schlossbetrieb ist es, nur wenige Meter abseits eine Fläche mit allen nötigen Anschlüssen für Bühne und Auditorium zu schaffen. Diese Idee braucht – wie die des Denkmalgartens überhaupt – die Zustimmung von Sachsens Finanzministerium.
Palais Großer Garten, ab 2. Juli Mi – Sa 14 – 18 Uhr, So 11 – 18 Uhr; von November bis März an Wochenenden 11 – 18 Uhr geöffnet.
Eintritt 3 Euro/2 Euro. -
Zitat SZ 04.06.04

ab 24. April 2005

Melkerschwiele und Schminkschatulle
Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden öffnet heute den zweiten und letzten Teil seiner neuen Dauerausstellung.

Prima, das Lungenvolumen lässt nichts zu wünschen übrig. Auch Beinkraft und Ausdauer sind für eine Möchtegern-Sportlerin passabel. Nur mit dem Langsamen Walzer hapert es. Aber das Tanzen kann man ja üben: im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, ständige Ausstellung, Abteilung Bewegung. Auch der Cha Cha Cha ist im Programm. Und der Preis – 25 Euro kostet die Jahreskarte für eine Familie – ist günstig. Fitness-Studio-Betreiber und Tanzschulen-Besitzer können dennoch ganz entspannt bleiben: Ihnen Konkurrenz zu machen, liegt nicht in der Natur des Hygiene-Museums. Seine Besucher gewissenhaft zu informieren, sie gut zu unterhalten und sie zum Mitmachen und Mitdenken, zum Staunen und Ausprobieren zu bewegen, schon eher.
Das Museum vom Menschen bleibt sich auch im zweiten – und damit letzten – Teil seiner neuen Dauerausstellung treu, für den sich finanziell wiederum die Bundesrepublik, die DKV und speziell im Raum "Erinnern, Denken, Lernen" die Klaus-Tschira-Stiftung engagierten. Vier neu gestaltete Säle vom Menschen waren schon vor einem Jahr eröffnet worden. Mit den Themenräumen "Erinnern, Denken, Lernen", "Bewegung" und "Schönheit, Haut und Haar" ist die Dauerausstellung auf 2 500 Quadratmetern nun endlich komplett. Dass die Mischung aus klassischem Exponat, neu geschaffenen Objekten und Multimedia nicht nur bei jungen Leuten ankommt, dafür spricht die Zahl von 230 000 Besuchern, die bis Jahresende 2004 die neue Dauerschau sahen.
Das Team um Projektleiter Bodo Michael Baumunk setzte seine Idee eines modernen Museums vom Menschen konsequent fort. Doch Teil zwei erscheint lichter und lockerer. Entscheidend für diese Wirkung dürfte sein, dass die Exponate weniger gedrängt sind und die sonst dominierenden dunklen Holzflächen nur noch sparsam für Vitrinen und Podeste eingesetzt werden.
Mintgrün ist das Reich der Sinne, in dessen Mitte die gewaltigen Modelle von Auge, Nase, Ohr und Zunge stehen. Aufgabe der Hirnforschung – und ein Thema für die Kunst – ist es, Bauplan und Funktionsweise des Gehirns zu entschlüsseln. Die Schau bringt die Besucher auf Augenhöhe zu diesem komplexen Thema – mit Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests, mit dem sinnfälligen Vorführen von Sinnestäuschungen, zum Beispiel. Die meisten macht das neugierig auf mehr. Und die, die schon alles wissen, könnten immerhin überrascht sein, dass hochkomplizierte Vorgänge durchaus auch so dargestellt werden können, dass sie Laien faszinieren.
Vor kühlem Silbergrau zeigt sich der Muskelmann, zeigen sich Skelett und innere Organe, deren Bewegungen unser Leben sind. Denken wir nur an Schwerarbeiter wie Herz und Darm. Gymnastikmaschinen vom Anfang des 20. Jahrhunderts mögen so wirkungsvoll gewesen sein wie heutige. Doch sanftes, gelenkschonendes Training war wohl damals noch ein Fremdwort. Die Zander-Apparate aus dem Jahre 1910 erinnern schwer an Folterwerkzeuge.
An der gegenüberliegenden Seite bietet die Abteilung moderne Fitness-Tests und zeigt zum Beispiel auch, dass sich von den Menschen auf diesem Planeten die Iren am schnellsten bewegen und die Brasilianer am langsamsten. Und wie ein dicker, trauriger Mann vor sich hin trottet oder eine dünne, nervöse Frau mehr hüpft als geht, kann man mit nur fünfzehn beweglichen Lichtpunkten sichtbar machen.
Rosa Schönheitssalon
Haut und Haar sind offene Grenzen zwischen Innen und Außen, sagen die Ausstellungsmacher. Wohl deshalb ziehen sie im "Schönheits salon" des Hygiene-Museums auch keine Grenze zwischen Gruselkabinett und zauberhaften kulturhistorischen Schätzen. Im Zentrum des Raums steht die Sammlung Schwarzkopf mit Venus-Statuette und antiker Schminkschatulle, mit Parfümflakons, Kämmen und Perückenköpfen. An den Wänden hängen historische Porträts. Die Herrschaften mit ihren verwegenen Frisuren blicken unverwandt auf Melkerschwielen und Hautkrebs. Die Zeiten, da das Hygiene-Museum warnen und belehren sollte, sind längst vorbei. Aber die medizinhistorischen Wachsmodelle diverser Krankheiten taugen immer noch für einen kleinen Schock. Selbst wenn sie sich zartrosa tarnen.
Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1,
geöffnet Di – So und an Feiertagen 10 – 18 Uhr.
Öffentliche Führungen sonnabends, sonntags, feiertags 14 Uhr; für Kinder sonntags und feiertags 15 Uhr. - Zitat SZ 23.04.05

27. September 2005

Platz für die großen Spanier www.skd-dresden.de
Jubiläum. Seit 150 Jahren residiert die Dresdner Gemäldegalerie im Semperbau am Zwinger.
Als das "Neue Königliche Museum zu Dresden" am 25. September 1855 mit Gemälde- und Abguss-Sammlung und Kupferstich-Kabinett in Gottfried Sempers Galeriegebäude am Dresdner Zwinger feierlich eröffnet wurde, zeigte man sogleich auch den jüngsten Gemäldebestand: 14 große Spanier waren erst 1853 aus dem Nachlass des Königs Louis Philippe von Frankreich nach Dresden gekommen. Die spanische Malerei wird mit einer Ausstellung in Hamburg und Dresden bedacht: Gemeinsam mit dem Bucerius Kunstforum hat die Galerie Alte Meister die Schau "El Greco, Velazquez, Goya – Spanische Malerei aus deutschen Sammlungen" vorbereitet.
Wenn sie am 27. September eröffnet wird, ist die zweite Etage der Sempergalerie fertig renoviert.
Einfacher wäre es freilich, nur einen Thronsessel beiseite schieben zu müssen, wie es 1754 August III. bei der Ankunft der "Sixtinischen Madonna" getan haben soll. "Platz für den großen Raffael!" schafft eine Ausstellung bereits im Sommer, die auch daran erinnert, dass am 25. August 1955 die Sowjetregierung beschlossen hatte, der DDR die im 2. Weltkrieg in die UdSSR verbrachten Kunstschätze zurückzugeben. Vorträge und Publikationen bereichern das Festprogramm. Im Herbst erscheint ein Führer durch die Sempergalerie für Kinder.
Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger; geöffnet 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen. - Zitat SZ 18.05.05

21. Oktober 2005 - 2010

Wunder unter der Hördusche
Das Stadtmuseum Dresden eröffnet am 21. Oktober die Ausstellung "Die Frauenkirche. Werden – Wirkung – Wiederaufbau".
Ein Wunder kommt selten allein. Und so zieht der Wiederaufbau der Frauenkirche, der ja gern als Wunder von Dresden besungen wird, in diesen Tagen Ereignisse nach sich, von denen man kaum zu träumen gewagt hätte. Gerade erst ist das frisch sanierte Ausstellungsgebäude auf der Brühlschen Terrasse an die Staatlichen Kunstsammlungen übergeben worden, da haben sich die Mitarbeiter des Stadtmuseums einen weiteren Teil der Baustelle Landhaus zurückerobert. Die Ausstellung, die zuerst natürlich der Weihe der Frauenkirche gewidmet ist, wird bis 2010 zu sehen sein. Das ist ein sehr langer Zeitraum für eine Sonderschau. Aber sie ist nicht nur für die Kirchenweihe, sondern auch für die 800-Jahrfeier Dresdens 2006 ein unverzichtbarer Part. Und schließlich lässt der in Kürze erwartete Ansturm auf die sächsische Landeshauptstadt die Hoffnung berechtigt erscheinen, dass das touristische Interesse tiefer gehen und länger anhalten möge.
Missions- und Begräbniskirche
Auch alteingesessenen Dresdnern und Neusachsen hat diese Ausstellung Interessantes zu bieten. Zum Beispiel die Tatsache, dass die erste Frauenkirche im 11. Jahrhundert als Missionskirche gegründet worden und von einem großen Friedhof umgeben war. Nach der Reformation war das Gotteshaus den Dresdnern als Begräbniskirche wichtig. Um dort bestattet zu werden, musste man im 16. Jahrhundert mindestens prominent sein und außerdem schon zu Lebzeiten seine Gunst gegenüber der Kirche erwiesen haben.
Künstlerisch hochrangige Epitaphien prägten damals das Bild des Innenraums. Jenes eines gewissen Christoph von Taubenheim ist das älteste erhaltene Bildwerk – und jetzt erstmals ausgestellt. Überraschen dürfte auch ein Modell des Bährschen Vorgängerbaus.
1722 erhielt der Dresdner "Ratszimmermeister und Architectus" George Bähr den Auftrag, die baufällig gewordene Frauenkirche zu erneuern. 1726 wurde mit dem Bau begonnen und erst 1742, Bähr war vier Jahre tot, wurde er beendet.
Aus dem 18. Jahrhundert stammen die Reste zweier Totenkleider. In dem einen hatte ein Rechtsanwalt seine Gattin bestattet, in dem anderen ein Justizrat die seine. Bei der archäologischen Enttrümmerung der Ruine waren die Gewänder 1994 geborgen worden. Die Textilrestauratorinnen des Stadtmuseums haben die kostbaren Stoffreste erhalten und wieder zu Kleidern ergänzen können. Das ist im Landhaus derzeit das größte Wunder.
Die archäologischen Abteilungen der Schau wurden von den Denkmalpflegern Gerhard Glaser und Heinrich Magirius konzipiert. Oberlandeskirchenrat Christoph Münchow war für die Darstellung des kirchlichen Lebens verantwortlich und der Kunsthistoriker Gisbert Porstmann für die Auswahl der künstlerischen Darstellungen. Auch mit der Rolle, die die Frauenkirche im Nationalsozialismus spielte, wird der Besucher vertraut gemacht. Er erlebt die Zerstörung der bedeutendsten evangelischen Barockkirche in Europa und erfährt, wie schon in der DDR vom Wiederaufbau geträumt, wie darum debattiert wurde.
Die Farben des Innenraums?
In einem Ingenieurbüro und einer Restauratorenwerkstatt werden die Jahre des Wiederaufbaus nachvollziehbar. Und spätestens hier versteht der geneigte Besucher endlich, dass für Vitrinensockel und Stellwände nicht die Restbestände der Ausstellungsfarben des Hygiene-Museums verarbeitet wurden. Die Pastelltöne sollen ein Anklang sein an die Farbigkeit des Innenraums der Frauenkirche.
Da auch die Musikpflege des Gotteshauses Platz bekommt, könnte man erwarten, dass aus einer der von der Decke hängenden gläsernen "Hörduschen" Ludwig Güttler bläst. Ein Denkmal für den Startrompeter und Vorkämpfer des Wiederaufbaus der Frauenkirche war gestern bei der Vorbesichtigung nicht zu entdecken. Aber Ausstellungen werden, und das ist jedes Mal ein Wunder, immer erst in allerletzter Minute fertig.

Stadtmuseum Dresden, Landhaus
  Wilsdruffer Str. 2
  01067 Dresden
  Telefon: 0351 4986613 - Zitat SZ 21.10.05

Alte Meister gehen neue Wege
Dresdner Gemäldegalerie für Second Life geklont

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wagen sich im Jahr der Documenta und der Biennale di Venezia auf neues Terrain.
Als erstes Museum von internationalem Format ist künftig die Gemäldegalerie Alte Meister virtuell einer weltweiten Community in Echtzeit zugänglich. Der dreidimensionale Klon des weltberühmten Museums steht in der künstlichen Internet-Welt Second Life, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen am Dienstag mit. Dort sind die Räume der Galerie im Zwinger maßstabsgetreu nachgebaut und alle 750 ausgestellten Meisterwerke präsentiert.
Die Web-Galerie hat rund um die Uhr geöffnet, Besucher können Kunst anschauen, miteinander chatten und sich informieren. Die Kunstsammlungen sehen den virtuellen Auftritt der Dresdner Galerie als Experiment, das vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden wissenschaftlich begleitet wird. Das Konzept unterscheide sich grundsätzlich von den vielen rein fiktiven Museumskreationen im Netz, die kein Pendant im realen Leben hätten, hieß es.
Die Online-Erlebniswelt „Second Life“ (Zweites Leben) wurde vor mehr als vier Jahren vom US-amerikanischen Physiker Philip Rosedale und dessen kalifornischer Software-Schmiede Linden Lab erfunden. Die Nutzer besiedeln mit Computerfiguren (Avataren) eine virtuelle Welt, kommunizieren dort miteinander, treiben Handel und kaufen Grundstücke. Nach schleppendem Beginn haben sich inzwischen mehr als sechs Millionen Nutzer registrieren lassen. Die Deutschen bilden mit zehn Prozent der Teilnehmer die drittgrößte Gruppe hinter Amerikanern und Franzosen. (Zitat SZ 22.05.07)
Second Life
Die deutschsprachige Webseite
Gemäldegalerie Alte Meister
Website der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Dauerausstellungen

Luftbild am Boden
Stadtmuseum. Im vierten Stock des Landhauses kann man künftig auf Dresden spazieren gehen.
Dresden von oben liegt künftig den Besuchern des Stadtmuseums zu Füßen: Als ein Höhepunkt der neuen Dauerausstellung ziert den Foyerboden des vierten Stocks ein 54 Quadratmeter großes Luftbild der Stadt. Beim Maßstab 1: 3 600 ist jeder Straßenzug zu erkennen. Das spart zum einen die teure Ballonfahrt, stimmt zum anderen auf die Ausstellung ein, die den Besuchern zeigen wird, was sich in den vergangenen 800 Jahren in der Stadt getan hat, auf der sie vorher im wahrsten Wortsinn herumgetrampelt sind. Bis es soweit ist, vergehen aber noch einige Monate. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für Herbst geplant.
http://stmd.de   (SZ 22.04.06)

Kinderträume aus lägst vergangenen Tagen - Spielzeug und Puppen von 1850 bis 1950
Puppenmuseum
Museum und Ladengeschäft
Königsbrücker Straße 53
01099 Dresden

Tel.:
0351-56355721
Fax:
0351-56355725
mail@puppenmuseum.com  
http://puppenmuseum.com/puppenmuseum/index.html  
Di bis Fr. 10 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Erwachsene 3,00 EUR
Kinder (3 - 16 Jahre) 2,00 EUR - vorher kostenlos
Gruppen ab 10 Personen
Erwachsene je: 2,50 EUR
Kinder (3 - 16 Jahre) 1,50 EUR
Straßenbahnlinien 7, 8, 13 bis Bischofsweg

Skulptur im Zwinger
(Bogengalerie zwischen Wallpavillon und Gemäldegalerie Alte Meister)
Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Sonderausstellungen im Dresdner Zwinger
Zwinger, Theaterplatz 1
01067 Dresden

Das Blumengebirge - ein fossiles Herbarium
Staatliche Naturhistorische Sammlungen Dresden (Forschungsstelle)

(Museum für Mineralogie und Geologie - im Zwinger, Langgalerie unterm Kronentor)

Staatl. Museum für Mineralogie und Geologie Dresden / Staatliches Museum für Tierkunde
Königsbrücker Landstraße 159
01109 Dresden

Tel.:
0351-8926326
Fax: 0351-8926327
mmg@snsd.de
http://www.snsd.de
Di bis So 9 - 17 Uhr
Ermäßigt: 1,50 EUR
Erwachsene: 3,00 EUR
Familienkarte: 7,00 EUR
Führungen inkl. Eintritt:
Emäßigt: 2,00 EUR
Erwachsene: 4 EUR
Straßenbahnlinie: 7
Bus: 87
bis Haltestelle: Industriepark Klotzsche

 

ab 9. September 2007

Dauerleihgabe für Palucca-Museum
Ab Sonntag hat Dresden ein kleines „Palucca-Museum“. Die Hochschule für Tanz, Palucca-Schule, stellt dem Museum Hofmühle Dresden als Dauerleihgabe eine Ausstellung zur Verfügung, die 2002 anlässlich des 100. Geburtstages der Tänzerin und Tanzpädagogin Palucca konzipiert wurde. Sie befindet sich in sieben überdimensionalen Koffern, die Paluccas Tourneekoffern nachempfunden sind. Die Dauerleihgabe ist ab 8.September im dritten Geschoss des Museums Hofmühle zu besichtigen (Mi 16 - 18 Uhr, Sa/So 14 - 18 Uhr, Eintritt drei Euro). Zur Vernissage am Sonntag ab 11 Uhr wird der Dokumentarfilm „Palucca – ich will nicht hübsch und lieblich tanzen“ gezeigt. Im Laufe der Zeit soll die Ausstellung dann mit Vitrinen ergänzt werden, in denen weitere Dokumente, Fotos und Kunstwerke gezeigt werden.
www.mhd-dd.de  (Zitat SZ 08.09.07)